Schwarze Woche – Die CDU nach den Landtagswahlen – Diskussion um Tiefengeothermie – Bürger in der Pfalz machen sich Sorgen
Vom SWR „Zur Sache Rheinland-Pfalz“ wurden für die Sendung heute Abend wieder aktuelle Themen aufgegriffen, u. a. „Die schwarze Woche der CDU wegen den verlorenen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin. Auch das Thema „Diskussion um die Tiefengeothermie – Bürger in der Pfalz machen sich Sorgen“ scheint die Gemüter der Bürgerinnen und Bürger wieder zu erhitzen, denn es soll ein „Geothermiekraftwerk“ in der Nähe von Neuhofen entstehen, die Bevölkerung ist besorgt. Sabine Rappen als Redakteurin hat die Themen für die heutige Sendung aufgegriffen, die Moderation wird von Britta Krane übernommen.
Hinter der CDU liegen schwere Wochen und es wird einfach nicht besser: erst das schlechte Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, am Sonntag dann verlor sie das Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin und flog in Mecklenburg-Vorpommern sogar aus dem Landtag raus. Seit Wochen gibt es Kritik am Kanzler und der Bundes-CDU. Es muss sich was ändern, ist immer wieder zu hören. Nur was? Welche Folgen haben die schlechten Wahlergebnisse? Diesen Fragen ist „Zur Sache“-Reporter Leo Colic nachgegangen.
Diskussion um die Tiefengeothermie – Bürger in der Pfalz machen sich Sorgen
Im pfälzischen Neuhofen in der Nähe von Speyer soll ein Kraftwerk entstehen, das durch unterirdische Bohrungen warmes Thermalwasser aus der Tiefe fördern soll. Mit der gewonnenen Wärme sollen Speyer und Schifferstadt teilweise klimaneutral versorgt werden – und auch Waldsee und Neuhofen sollen davon profitieren. Doch gegen dieses Tiefengeothermie-Projekt der kommunalen Gesellschaft Geopfalz gibt es Widerstand. Bürger sorgen sich, dass der beliebte Badesee Schlicht und das Naherholungsgebiet durch die Bohrungen beeinträchtigt werden könnten. Anwohner fürchten Staub, Lärm und Erdbeben durch die Bohrungen. Die Ortsgemeinde Neuhofen und die Projektgesellschaft Geopfalz schreiben uns, sie würden die Bevölkerung umfänglich informieren. Die Bürgerinitiative hatte versucht, mit verschiedenen Bürgerbegehren das Projekt noch zu verhindern. Doch das Verwaltungsgericht in Neustadt hatte diese in einem Eilverfahren im Juli als unzulässig bewertet.“Zur Sache“-Reporter Kai Diezemann hat sich die Geschichte genauer angeschaut. https://www.bi-neuhofen.de/?utm_source=gemini&hl=de-DE#:~:text=Dennoch%20wurde%20in%20der%20Gemeinderatssitzung%20vom%2012.05.2026,das%20rege%20Interesse%20und%20die%20starke%20Teilnahme
Diskussion um das Reformpaket – Kippen Union und SPD die „Rente mit 63?“
Seit Wochen gibt es Streit um die geplante Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“. Insbesondere in der SPD gibt es laute Stimmen, die sagen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren müsse bleiben. Viele Menschen seien wegen der Reformpläne verärgert und hätten sich auch deshalb Parteien jenseits der Mitte zugewandt. Kippen Union und SPD nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin jetzt den ursprünglichen Plan, das Renten-Reformwerk nur als Ganzes einzubringen? Und was würde das bedeuten? „Zur Sache“-Reporter Wolfgang Heintz hat recherchiert.
Dazu live im „Zur Sache“-Talk: Prof. Thorsten Faas, Politikwissenschaftler
Erfolg der Radikalen – ist unsere Demokratie krisenfest?
Die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin haben vor allem die politischen Ränder gestärkt, die Mitte hat verloren: Während in Berlin die Linke am stärksten abgeschnitten hat, war es in Ostdeutschland die AfD. Beide Parteien haben entweder Extremisten in den eigenen Reihen oder enge Verbindungen. Wie lässt sich die Demokratie krisenfest aufstellen? Und wie können Verfassungsfeinde aus Landtagsräumen, Parteienfinanzierung und sensiblen Verfassungsschutzrunden herausgehalten werden? Diesen Fragen ist „Zur Sache“-Reporter Frederik Merx nachgegangen. Rheinland-Pfalz ist dabei so etwas wie ein Vorreiter: Hier hat der Verfassungsgerichtshof vor kurzem entschieden, dass es rechtens ist, die Zuverlässigkeit von Mitarbeitern im Landtag zu überprüfen. Wer durchfällt, bekommt kein Geld mehr.
Außerdem im Programm:
Teures Heizöl – tanken oder warten?
Während Autofahrer auf staatliche Hilfen hoffen dürfen, schauen insbesondere Besitzer von Ölheizungen mit Schrecken auf den kommenden Winter. Die Heizölpreise sind so hoch, dass viele den Tank nur teilweise befüllen, in der Hoffnung, dass die Preise wieder fallen. Doch danach sieht es aktuell nicht aus. „Zur Sache“-Reporterin Sina Groß war mit einem Heizöllieferanten in Worms unterwegs und hat auch mit Kunden gesprochen, die nicht so recht wissen, was sie tun sollen und mit Sorge auf den Winter schauen. Brauchen wir auch weniger Steuern auf Heizöl und Gas?
Fortschrittlich oder befremdlich – was bringt das modernste Bestattungsgesetz Deutschlands?
Rheinland-Pfalz hat vor einem Jahr als erstes Bundesland erlaubt, dass die Asche Verstorbener im eigenen Garten oder in Flüssen bestattet werden darf. Genauso dürfen daraus Schmuckstücke als Erinnerung gemacht werden. Und die Urne mit der Asche Verstorbener darf auch bei den Angehörigen zu Hause aufbewahrt werden. „Zur Sache“-Reporter Sascha Mache hat Menschen getroffen, die sich über die neuen Möglichkeiten freuen. Eine Frau aus Neustadt hat sich gleich zwei Schmuckstücke aus der Asche ihrer Mutter anfertigen lassen. Für sie eine wunderschöne Erinnerung. Die Kirchen sehen das Gesetz hingegen nach wie vor kritisch.
Quelle: zur-sache-rp.de










