In Baden-Württemberg über 31.000 Mitglieder aktiv
Vor Jahren wurden ganze Familien im Ravensburger Raum zerstört und Firmen in die Insolvenz getrieben. Verantwortlich dafür macht eine Hinweisgeberin die Zeugen Jehovas, die ehemalige Firmenbesitzer kennt, „die von diesen Strukturen betroffen waren“ berichet die Insiderin unserer Redaktion weiter. Und Zeugen Jehovas wären immer noch da, sagt sie. Sie bringen selbst gebastelte Geschenke in Altenheime; ihre Motivation ist die Wertschätzung von Menschen, die in solchen Einrichtungen arbeiten. Doch es gibt auch Aussteiger, wie der SWR am 26.11.2024 von einem Fall berichtet. Wer sich nicht an die Regeln halte, werde bestraft, Ächtung und Ausschluss sei der soziale Tod, siehe LINK dazu https://www.swr.de/heimat/stuttgart/mirjam-aus-sachsenheim-steigt-bei-zeugen-jehovas-aus-100.html
In einer Pressemitteilung berichtet die Oberschwabenklinik am Bodensee am 22.10.2021, wie die Zeugen Jehovas vorgehen, sie bringen Selbstgebasteltes, Süßes und kleine Aufmerksamkeiten den Beschäftigten des St. Elisabeth-Klinikums in Ravensburg mit, die übliche Vorgehensweise, um Menschen von ihren sozialen Aktivitäten zu überzeugen. Es waren 800 kleine Geschenke, die Thomas Kind und Martin Tolich (beide Mitglieder der Zeugen Jehovas) dem Pflege- und Prozessmanagement der Oberschwabenklinik überbracht haben. Es sei eine Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit, wurde dem Pflegepersonal mitgeteilt, hier der Originalbericht der Oberschwabenklinik https://www.oberschwabenklinik.de/service/aktuelles/detailseite/zeugen-jehovas-danken-fuer-das-in-der-oberschwabenklinik-geleistete.html
Die Zeugen Jehovas sind in Baden-Württemberg mit über 31.000 Mitgliedern und auch in der Region Ravensburg aktiv. Sie präsentieren sich durch Predigtdienste, Infostände und lokale Zusammenkünfte in Königreichssälen. Interessierte finden Kontaktmöglichkeiten über ihre Website oder direkte Ansprache im öffentlichen Raum. Baden-Württemberg zählt zu den mitgliedstärksten Bundesländern mit zahlreichen Königreichssaalgebäuden. In der Region und ganz Baden-Württemberg sind die Zeugen Jehovas fest organisiert. Ende Juli 2026 findet eine Regionalkongress der Zeugen Jehovas in der Zeppelin CAT Halle in Baden-Württemberg mit dem Titel „Ewiges Glück“ statt. Das Programm soll Menschen, die nach einer Hoffnung suchen, Klarheit bringen.
Die Geschichte der Zeugen Jehovas
Charles T. Russell, Sohn eines Tuchwarenhändlers aus Pennsylvania, ist der Gründer und erste Präsident von Jehovas Zeugen. Seine Eltern waren Anhänger der Presbyterianer, einer evangelisch-reformierten Kirche, von der sich Russell enttäuscht abwendet. 1879 gründet er die Zeitschrift „Zion’s Watch Tower and Herald of Christ’s Presence“, dem Vorläufer des heutigen „Wachturms“. So steht zu Beginn nicht die Gründung einer Religionsgemeinschaft, sondern die einer Druckerei im Vordergrund. In Deutschland erscheint 1897 erstmals die Zeitschrift „Der Wachturm“.
Im Bericht des MDR vom 28.11.2025 geht das Medium nochmals auf den Nationalsozialismus ein, hier wird wie folgt berichtet: „Im Nationalsozialismus gehören die Zeugen Jehovas zu den frühen Opfern des NS-Regimes und werden schon 1933 verboten. Als Volksverräter gebrandmarkt, werden sie als Handlanger des Judentums bezeichnet. Im alltäglichen Leben werden ihnen die Verweigerung des „Hitlergrußes“ und des Kriegsdienstes zum Verhängnis. In der DDR setzt sich ab den 1950er-Jahre deren Verfolgung fort. Die Staatsführung duldet es nicht, dass die Zeugen Jehovas aufgrund ihres Glaubens die Teilnahme an Wahlen, politischen Initiativen und den Wehrdienst verweigern. Bis 1985 werden über 6.000 Gläubige verhaftet. Sie werden wegen angeblicher Spionage, Kriegs- und Boykotthetze angeklagt und verurteilt“. Hier der Originalbericht vom MDR https://www.mdr.de/religion/zeugen-jehovas-alltag-geschichte-glaube-struktur-gebote-verbote-sekte-ja-nein 114.html#:~:text=Jehovas%20Zeugen%20sind%20eine%20christliche,dem%20auserw%C3%A4hlte%20Gl%C3%A4ubige%20gerettet%20werden.
Auch der SWR berichtet am 26.01.2025 über die Zeugen Jehovas in der NS-Zeit sowie ihren Widerstand von verfolgten Gruppen. Weil sie die geforderten staatlichen Loyalitätsgesten ebenso verweigerten wie den Wehrdienst, seien sie drangsaliert, eingesperrt und getötet worden, schreibt der SWR weiter. Im Juni 2023 beschloss der Bundestag, ihnen dafür ein eigenes Mahnmal zu widmen, https://www.swr.de/swrkultur/wissen/zeugen-jehovas-in-der-ns-zeit-widerstand-durch-verweigerung-110.html












