Studie deckt Missbrauchsfälle aus den Jahren 1941 bis 2002 auf
Wie die Tagesschau am 12.03.2026 berichtet, deckt eine Studie Missbrauchsfälle aus den Jahren 1941 bis 2002 auf. Mehr als 200 Geistliche haben sich an 489 Opfern vergangen, ist in dieser Studie dokumentiert. Der Sprecher einer Betroffenenvertretung habe den Vorwurf geäußert, dass ein ehemaliger Erzbischof mutmaßlich sexualisierte Gewalt einem minderjährigen Jungen angetan habe. Das habe der WDR exklusiv erfahren, heißt es von der Tagesschau weiter.
Die Zahlen der Betroffenen und Täter seien deutlich höher als bisher angenommen. In der Zeit von 1941 bis 2002 gebe es Hinweise auf 210 Geistliche, die sich an Kindern vergangen haben. 489 Missbrauchsopfer konnte die Studie ausmachen. „Das Dunkelfeld dürfte aber nochmal größer sein“, habe Studienleiterin Prof. Dr. Nicole Priesching gesagt. Für die Studie hatten die Forschenden uneingeschränkten Zugang zu Kirchenakten und haben zahlreiche Interviews mit Betroffenen, Angehörigen und kirchlichen Mitarbeitern geführt. In der Studie wurden die Namen der Täter anonymisiert, so die Tagesschau.
Kindern sei nicht geglaubt und der Ruf der Priester geschützt worden. Dass es in den Amtszeiten von Jäger und Degenhardt oft gar nicht erst zur Strafverfolgung gekommen sei, liege laut den Wissenschaftlerinnen nicht nur an untätigen Erzbischöfen. Die Kinder hätten oft gar nicht begriffen, was mit ihnen passiert sei und es sei ihnen wohl auch oft nicht geglaubt worden. Hier zum Originalbericht der Tagesschau https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/missbrauchsskandal-erzbistum-paderborn-100.html












