Und wie Menschen und Familien durch Fehl-Urteile in den Abgrund geraten sind
Wenn durch Fehlurteile der Gerichte Menschen und Familien zerstört werden, sollte der Staat dafür haftbar gemacht werden. Immer wieder wird an unsere Redaktion herangetragen, dass Staatsanwälte als „Scharfmacher“ im Einsatz sind, um entsprechende Anklagen den Gerichten zu präsentieren. Nur selten sind junge Richter diesem „Druck“ der Staatsanwaltschaft gewachsen. Und es wird ganz schlimm, wenn „Fehl-Urteile“ ganze Familien dafür den Preis zahlen müssen und dadurch zerstört werden. Immer wieder werden unserer Redaktion solche gravierende Fälle gemeldet, die am Ende in einem Drama enden.
So wurden wir vor ein paar Tagen auf die „Wormser Prozesse“ aufmerksam gemacht, „Missbrauchsfälle“, die keine waren. 25 Menschen aus Worms und Umgebung wurden in den 1990er Jahre wegen massenhaften Kindesmissbrauchs angeklagt. Zu Unrecht, wie man heute weiß. Ein unfassbarer Skandal, der mehrere Familien zerstörte.
Was also war passiert? Staatsanwälte sollen auf fragwürdige medizinische Gutachten hereingefallen sein, wird im ZDF am 09.09.2024 berichtet. Die „Wormser Prozesse“ seien eine Katastrophe für die Staatsanwaltschaft gewesen, wird weiter berichtet. Es sei alles ans Licht gekommen, wo mehr oder weniger versagt wurde. Gisela Friedrichsen, als Deutschlands erfahrenste Gerichtsreporterin bekannt, erzählt, dass es bei diesem Gerichtsprozess um einen erbitterten Streit um das Sorgerecht nach der Scheidung zweier Kinder ging. Nach den gegenseitigen Anschuldigungen, die Kinder seien sexuell missbraucht worden, schaltete sich das Jugendamt ein und nahm zwei der Kinder in Obhut.
Mit diesen Handlungen hat dann das eigentliche Drama begonnen. Im Laufe der Ermittlungen hat die erfahrene Gerichtsreporterin erhebliche Zweifel am Ermittlungsverfahren und dass die Anklage auf völlig falschen Erkenntnissen basiere. Und ihr Verdacht habe sich später bestätigt, erzählt sie. Am Ende seien die Eltern vom Gericht „zähneknirschend“ freigesprochen worden, doch es bleibt ein Makel. Auch in den Folgeprozessen wurden alle angeklagten Personen freigesprochen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder bereits drei Jahre von ihren Eltern entfremdet. Doch die Geschichte ging weiter. Die beiden Jungs konnten nach einiger Zeit wieder in die Familie zusammengeführt werden. Jaqueline wolllte nicht zurück. Der Leidensweg des Mädchens war mit dem Freispruch ihrer Eltern immer noch nicht zu Ende.
Was ihren Eltern vorgeworfen worden sei, habe sie im Heim erlebt, wo sie nach dem Freispruch ihrer Eltern untergebracht wurde. Dort sei sie jahrelang vom Heimleiter missbraucht worden, erzählt sie in der Dokumentation. Eine unglaubliche Geschichte, was Jaqueline in diesem Heim erleben musste, auch andere Kinder seien dort missbraucht worden. Die Original-Dokumentation kann man unter folgendem LINK aufrufen: https://www.zdf.de/video/dokus/true-crime-ermittler-spektakulaere-kriminalfaelle-100/missbrauch-worm-prozess-skandal-jugendamt-true-crime-100. Ein Beitrag, der sich lohnt ihn anzuschauen, um auch der Öffentlichkeit die Augen zu öffnen.












