• News
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Impressum
  • Datenschutz
NR | Nachrichten Regional
DPV
  • Startseite
  • News
    • Regional
      • Hassloch
      • Neustadt/Weinstrasse
      • Speyer
      • Landau
      • Landkreis Bad Dürkheim
      • Landkreis Germersheim
      • Ludwigshafen
      • Rhein-Pfalz-Kreis
      • Südwestpfalz und Westpfalz
      • Elsass Oberrhein Metropolregion
      • Nordbaden / Baden Württemberg
      • Rheinland-Pfalz
      • Leserbriefe
    • Nachrichten
    • Politik
    • Recht
    • Wirtschaft
    • Kultur
    • Sport
    • Veranstaltungen
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Kontakt
keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Startseite
  • News
    • Regional
      • Hassloch
      • Neustadt/Weinstrasse
      • Speyer
      • Landau
      • Landkreis Bad Dürkheim
      • Landkreis Germersheim
      • Ludwigshafen
      • Rhein-Pfalz-Kreis
      • Südwestpfalz und Westpfalz
      • Elsass Oberrhein Metropolregion
      • Nordbaden / Baden Württemberg
      • Rheinland-Pfalz
      • Leserbriefe
    • Nachrichten
    • Politik
    • Recht
    • Wirtschaft
    • Kultur
    • Sport
    • Veranstaltungen
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Kontakt
keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
NR | Nachrichten Regional
keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
Startseite Wissenswertes

„Weil wir anders waren“ – Ausstellung der Lebenshilfe Bad Dürkheim über die NS-Zeit

by Karin Hurrle
02.02.2026
in Wissenswertes
Lesezeit: 4 mins read
„Weil wir anders waren“ – Ausstellung der Lebenshilfe Bad Dürkheim über die NS-Zeit
Share on FacebookShare on Twitter

Ernüchternde Einblicke in psychiatrische Anstalten – Über 70.000 Menschen von Ärzten und Pflegepersonal ermordet

Vor über 100 Jahren meinten einige Wissenschaftler, Menschen mit Beeinträchtigungen seien weniger Wert wie andere Menschen. Viele vertraten damals die Meinung, dass kranke oder behinderte Menschen viel Geld kosten und seien deshalb eine Belastung für alle. Bis Hitler und die Nazis 1933 kamen. Die Nazis und Wissenschaftler hielten solche Menschen für lebensunwert, deshalb keine Kinder bekommen und am besten sterben sollten. 1934 trat das Gesetz „zur Verhütung erkrankten Nachwuchses“ in Kraft. In der „Aktion T4“, wo Massenmorde des damaligen Regimes zwischen 1939 und 1941von Ärzten*innen und Pfleger*innen an über 70.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen, Beeinträchtigungen oder Pflegebedürftigkeit begangen wurden.

Die „Aktion 4“ wurde von Beginn an streng geheim durchgeführt und war selbst nach NS-Recht illegal. Als „Ballastexistenzen“ stigmatisiert, traf es besonders in Einrichtungen untergebrachte Pflegebedürftige. Ärztliche Gutachter entschieden per Meldebögen über Leben und Tod, ohne die Betroffenen zu sehen. Rotes Plus hieß Ermordung, blaues Minus Verschonung.

Zwei Hasslocherinnen mussten durch „Euthanasie“ ihr Leben lassen. Es waren Katharina Numrich und Rosa Wenz.

Rosa Wenz wurde 1914 in Haßloch geboren und hatte in ihrer Kindheit und Jugend keine Anzeichen einer Beeinträchtigung. Sie besuchte die Volksschule. Ab Dezember 1934 zeigte sie psychische Probleme, wurde nervös und hatte Sprachstörungen. Sie wurde 1935 in die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster eingewiesen. Die Ärzte*innen in der NS-Zeit stellten die Diagnose „organisch bedingte Geisteskrankheit/Schizophrenie“, die zu weitgehendem Verfall der Persönlichkeit geführt hat. Rosa konnte sich nicht mehr alleine anziehen, pflegen oder essen. Sie benötigte in allen Bereichen Hilfe und Anleitung. Rosa blieb in der Anstalt Klingenmünster, bevor sie 1939 in die Anstalt Günzburg verlegt wurde. 1940 wurde sie in Grafeneck in der Gaskammer ermordet.

Foto: Rosa Wenz

Katharina Numrich wurde ebenfalls in Haßloch geboren, zeigte schon als Kleinkind Entwicklungsverzögerungen und epileptische Anfälle. Mit neun Jahren lernte sie sprechen, besuchte kurz die Schule und half anschließend zu Hause. Mit 26 kam sie erstmals für wenige Monate in Anstaltspflege. Ihre Mutter erkundigte sich oft nach ihr. Nach ihrer Entlassung brachte sie 1928 ein uneheliches Kind zur Welt, dessen Verbleib bei ihrer erneuten Einweisung 1930 unklar ist. 1934 erfährt sie in der Anstalt vom Tod ihres Kindes und versucht daraufhin, sich das Leben zu nehmen. 1937 wurde sie sterilisiert und nach Hause entlassen. Kurz darauf, aus Heimweh nach Klingenmünster, kehrte sie dorthin zurück. Zwei Monate nach Ende des zweiten Weltkrieges, im August 1945, verschlechterte sich ihr Zustand, am 20. August starb sie stark abgemagert an Lungentuberkulose. Die Diagnose der Ärzte*innen in der NS-Zeit lautete „Idiotie nach Syphillis“.

Foto: Katharina Numrich

Nach dem offiziellen STOPP der „Aktion T4“ endete die Ermordung von Menschen mit Beeinträchtigungen nicht, sondern sie wurden dezentral fortgesetzt. Ärzte*innen und Pflegepersonal entschieden nun direkt in den Anstalten über Leben und Tod. Die Bedingungen verschlechterten sich drastisch: Pflegesätze wurden gekürzt, Nahrung rationiert und „Entzugsdiäten“ verordnet. Viele Menschen starben an Überdosierungen (z.B. mit dem Bariturat Luminal), Vernachlässigung oder Hunger. 1940 wurde Luminal gezielt zur Tötung eingesetzt: Nach einem vom sächsichen Psychater Hermann Paul Nitsche entwickelten Schema erhielten Patienten*innen wiederholt hohe Dosen, kombiniert mit Mangelernährung. Dies führte zu tödlichen Lungenentzündungen, was die Verschleierung der Morde mit vermeintlich natürlichen Todesursachen ermöglichte.

Foto: Tötungsmttel Luminal

In der pfälzischen Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster starben alleine zwischen 1943 und 1945 über 1.800 Menschen, von denen viele zuvor aus anderen Einrichtungen dorthin verlegt waren. Insgesamt fielen rund 300.000 Menschen den „Euthanasie“-Morden zum Opfer.

Die Täter als Experten in der Nachkriegszeit

Die Ermordung von Menschen mit Beeinträchtigung im Nationalsozialismus wurde von Menschen in verschiedensten Berufsfeldern getragen. Nach 1945 setzten viele ihre Karriere fort, auch in der Behindertenhilfe. Werner Villinger und Hermann Stutte,1958 Mitbegründer der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats, waren wenige Jahre zuvor noch an den Zwangssterilisationen und Krankenmorden beteiligt. Villinger meldete in Bethel bis 1936 rund 2.854 Bewohner zur Zwangssterilisation, er war Richter am Erbgesundheitsgericht und „T4“-Gutachter. Nach dem Krieg wurde er Professor, er erhielt 1952 das Große Bundesverdienstkreuz. 1961 verunglückte er unter unbekannten Umständen, als Ermittlungen wegen seiner NS-Verbrechen gegen ihn liefen.

Foto: Werner Villinger

Stutte, SA- und NSDAP-Mitglied sowie Sterilisationsbefürworter, sagte nach 1951: „Der Idiot ist unerziehbar“. Er wurde nie angeklagt, war Professor in Köln und viele Jahre Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marburg. Er starb 1982 unbehelligt.

Foto: Hermann Stutte

Wer noch nicht in der Bad Dürkheimer Ausstellung der Lebenshilfe war, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Die Ausstellung findet im Stadtmuseum Bad Dürkheim, Römerstraße 20/22 statt. Der Eintritt ist kostenlos. Öffnungszeiten Dienstag – Sonnta, 14:00 bis 17:00, montags geschlossen.

image_pdfimage_print
Schlagworte: Ernüchternde Einblicke in psychiatrische Anstalten - Über 70.000 Menschen von Ärzten und Pfegepersonal ermordetWeil wir anders waren - Ausstellung der Lebenshilfe Bad Dürkheim über die NS-Zeit
letzten Beitrag

Aktive Haßlocher Skatspieler – Norbert Petry bleibt Vorsitzender

nächster Beitrag

Wanderausstellung des Pfalzklinikums Klingenmünster: NS-Psychiatrie in der Pfalz

nächster Beitrag
Wanderausstellung des Pfalzklinikums Klingenmünster: NS-Psychiatrie in der Pfalz

Wanderausstellung des Pfalzklinikums Klingenmünster: NS-Psychiatrie in der Pfalz

Neuste Beiträge

Ausstellung zur NS-Geschichte in Landau sehr gut besucht

Ausstellung zur NS-Geschichte in Landau sehr gut besucht

9. Februar 2026
Neustart der Haßlocher Seniorenprunksitzung in der Aula des Hannah-Arendt-Gymnasiums

Neustart der Haßlocher Seniorenprunksitzung in der Aula des Hannah-Arendt-Gymnasiums

8. Februar 2026
Fortsetzung der Kooperation zwischen Musikschule Haßloch und Musikverein

Fortsetzung der Kooperation zwischen Musikschule Haßloch und Musikverein

8. Februar 2026
Sparkasse Vorderpfalz: Einladung zur närrischen Autogrammstunde mit den Eulen Ludwigshafen

Sparkasse Vorderpfalz: Einladung zur närrischen Autogrammstunde mit den Eulen Ludwigshafen

8. Februar 2026
Politische-Werbung-Transparenz-Gesetz: Entscheidung im Bundesrat

Politische-Werbung-Transparenz-Gesetz: Entscheidung im Bundesrat

8. Februar 2026
DRK Haßloch verbreitet Fake News im WOCHENBLATT

Treffen der Haßlocher SHG „Lebensfreude“

7. Februar 2026
TSG Haßloch: Aktionstag Inklusion – Am Samstag, den 28. Februar 2026 im Sportzentrum

TSG Haßloch: Aktionstag Inklusion – Am Samstag, den 28. Februar 2026 im Sportzentrum

7. Februar 2026
DRK Haßloch verbreitet Fake News im WOCHENBLATT

Haßloch: Jugendeinwohnerversammlung 2026 – Neuwahl des Jugendbeirats

7. Februar 2026

Ihre regionale Online-Zeitung.

Nachrichten Regional

Wir bringen Ihnen Neuigkeiten und Informationen aus Ihrer Region.

Folgen Sie uns

Informationen

  • News
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Impressum
  • Datenschutz

Zum Newsletter anmelden

loader

E-Mail Addresse*

Vorname

Nachname

  • News
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Impressum
  • Datenschutz

© 2026 Nachrichten Regional

keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Startseite
  • News
    • Regional
      • Hassloch
      • Neustadt/Weinstrasse
      • Speyer
      • Landau
      • Landkreis Bad Dürkheim
      • Landkreis Germersheim
      • Ludwigshafen
      • Rhein-Pfalz-Kreis
      • Südwestpfalz und Westpfalz
      • Elsass Oberrhein Metropolregion
      • Nordbaden / Baden Württemberg
      • Rheinland-Pfalz
      • Leserbriefe
    • Nachrichten
    • Politik
    • Recht
    • Wirtschaft
    • Kultur
    • Sport
    • Veranstaltungen
  • Werbeflächen
  • Weblinks
  • Kontakt

© 2026 Nachrichten Regional

Wir finanzieren uns über Werbung.

Vorheriger Slide
Nächster Slide

Sie suchen nach einem bestimmten Beitrag?

keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen

Wenn Sie einen bestimmten Beitrag aus der Vergangenheit erfolglos suchen, kontaktieren Sie gerne die Redaktion

Cookie Consent mit Real Cookie Banner