Gerichte und Staatsanwaltschaft in Frankfurt seit Jahren mit gegenseitigen Strafanzeigen und Klagen der Mitglieder beschäftigt – Wer kommt für diesen finanziellen Schaden auf?
Man dachte anfangs, es handele sich um ein „Kasperletheater“ beim Frankfurter Verein gegen Rechtsmissbrauch (VGR), weil sich Vereins- und Vorstandsmitglieder seit dem Tode des ehemaligen Vorsitzenden Horst Treiflingern gegenseitig mit Vorwürfen und Klagen überfrachteten. Doch es kam noch schlimmer: Seit der Mitteilung, dass der VGR von einem verstorbenen Mitglied ein Erbe in Millionenhöhe vermacht bekam, geht es so richtig kriminell zur Sache. NACHRICHTEN REGIONAL verfolgt die Vereinsgeschichte seit Jahren besonders akribisch seit dem Tode des ehemaligen Vorsitzenden Horst Trieflinger im Juni 2019. Seit dieser Zeit geht es „drunter“ und „drüber“ im Verein, einige VGR-Mitglieder glauben nun, sich das Erbe des Vereins unter den Nagel reißen zu können. Insbesondere die Manfred-Klagstiftung, die ihren Sitz in Rheinland-Pfalz hat. Manfred Klag hat seinen Wohnsitz mit seiner Ehefrau seit Jahren auf Zypern.
Nach einer Presseanfrage an das Registergericht Frankfurt im Sommer 2025 wurde unserer Redaktion von Richterin Kolonko des Amtsgerichts Frankfurt mitgeteilt, dass sie die Presseanfrage an den zuständigen Sachbearbeiter weiterleiten wird. Von ihm hat unsere Redaktion am 31.01.2026 die Nachricht erhalten, dass das Amtsgericht Frankfurt wegen den unzähligen Aktenzeichen (Strafanzeigen und eingereichten Klagen) meine Presseanfrage nicht mehr zuordnen könne. Der Verein scheint inzwischen in einem Labyrinth gefangen zu sein, dem Kriminelle, die sich dort „tummeln“, hoffentlich nicht mehr entkommen können?
So haben wir heute auch von Insidern erfahren, dass der selbst ernannte Vorstand (1. Vorsitzende Christine KERN, Stellvertreter Manfred KLAG und Schatzmeisterin Patricia HUDY) alle Behörden angeschrieben und u.a. bei dem Nachlassgericht in Bremervörde den Erbschaftsschein angefordert hätten, um an das Erbe des verstorbenen VGR-Mitgliedes zu kommen, der dem Verein ein beachtliches Vermögen vermacht hat, was derzeit von anderer Stelle verhindert wird. Inzwischen sei Christine KERN wegen Betruges angezeigt worden, die Strafanzeige sei bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft anhängig, war weiter zu erfahren. Staatsanwaltschaft Frankfurt deshalb, weil dort die Tat begangen worden sei. Ein Staatsanwalt sei vom Frankfurter Justizministerium bestellt worden, um nur den VGR Frankfurt abzuwickeln. Acht weitere Strafverfahren gegen verschiedene Vorstandsmitglieder des VGR seien ebenfalls anhängig, mit denen sich auch der neue Staatsanwalt befasse.
Der Höhepunkt sei gewesen, dass Handlungen vom neu gewählten Vorstand vollzogen worden seien ohne Befugnisse, da ohne Eintrag im Registergericht auch ein neu gewählter Vorstand handlungsunfähig ist. Der soll nämlich eine neue Satzung herausgebracht und beim Registergericht eingereicht haben, dass das Vermögen des VGR an die Manfred Klagstiftung gehen soll, sollte der Verein gegen Rechtsmissbrauch (VGR) aufgelöst oder aber die Gemeinnützigkeit verlieren. Weiteren Hinweisen zufolge soll der neu gewählte Vorstand bereits ein 2. Konto für den VGR eröffnet haben. Ob dieses Konto wieder bei der Sparkasse Frankfurt eröffnet wurde, ist derzeit nicht bekannt.
Mittlerweile sind unserer Redaktion einige Aktenzeichen bekannt, so dass eine weitere Presseanfrage nunmehr auch an die Staatsanwaltschaft Frankfurt gestellt werden kann. Über die weiteren Geschehnisse des VGR werden wir unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten. Wer unserer Redaktion weitere Hinweise geben kann, kann sich unter redaktion@nachrichten-regional.de oder per Mobil 0170/2784 150 melden.
Foto: Vorsitzender des VGR, Karl-Heinz Schuchardt, der einen Vortrag von Christine KERN ankündigt












