Jürgen Hurrle vom Förderverein verspricht verstärkte Unterstützung
In gewohnter Weise fand das letzte Treffen der Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“ statt, viele sind gekommen, um sich über die Gruppenarbeit zu informieren. Eingeladen war auch der Förderverein der Selbsthilfegruppe. Vorstandsmitglied Jürgen Hurrle lobte die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen und er brachte viele neue Ideen ein. Auch versprach er, künftig die Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“ verstärkt zu unterstützen.
Es wurde bei dieser Gelegenheit auch mitgeteilt, dass am 1. Oktober 2025 Vorstandswahlen beim Förderverein stattfinden. Jürgen Hurrle warb dafür, sich in der Selbsthilfegruppe zu engagieren, er erklärte allen Anwesenden, wie wichtig das Engagement gerade für Menschen mit Depressionen und psychischen Erkrankungen sind. Psychiatrische Kliniken seien überfüllt, erklärten Betroffene, so dass der Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen eine wichtige Alternative sei. Moniert wurde, dass das Amtsblatt der Gemeinde die Treffen der Haßlocher Selbsthilfegruppe nicht veröffentliche. Das werde sich ändern, versprach Jürgen Hurrle, der seit einem Jahr auch Ansprechpartner im Behindertenbeirat der Gemeinde Haßloch ist. Der Behindertenbeirat hat regelmäßige Sprechstunden, so dass auch Vertreter der Haßlocher Selbsthilfegruppe einmal dort vorsprechen wollen.
In der Runde wurde darüber diskutiert, ob eine psychische Erkrankung auch eine Behinderung ist. Als ehemaliger Sozaildezernent verweist Jürgen Hurrle auf das Sozialgesetzbuch SGB IX §2, wonach eine psychische Erkrankung als Behinderung angesehen werde, wenn eine langfristige und wesentliche Einschränkung bei der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben nicht mehr möglich sei. Dabei werde eine Krankheit generell dann zu einer Behinderung, wenn sie länger als sechs Monate anhalte.
Karin Hurrle informierte über einen VDK-Bericht vom 01.11.2023, worin zu lesen war, dass psychische und seelische Einschränkungen für Betroffene zu gravierenden Auswirkungen auf den Lebensalltag haben können. Sie könnten eine Behinderung darstellen und unter Umständen sogar als Schwerbehinderung anerkannt werden. https://www.vdk.de/aktuelles/tipp/psychische-und-seelische-behinderung/
Im neu aufgelegten Flyer der Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“, die von einem Gruppenmitglied gemeinsam mit Teilnehmern der Gruppe erarbeitet wurde heißt es: „Der Besuch der Selbsthilfegruppe ist immer freiwillig und vor allem kostenfrei. Wir bieten Dir Raum und Zeit Dich zu öffnen und um Dir Tipps zu holen. Aber auch anderen Tipps und Hilfe zu geben. Als Gruppe bieten wir eine Ergänzung zu Therapien und können Dich unterstützen“.
Wer eine Anlaufstelle wegen Depressionen sucht, kann sich bei der Selbsthilfegruppe „Lebensfreude“ unter der Tel.Nr. 0170/2784 150 melden. Jeder Betroffene ist herzlich Willkommen. „Vertrauen und Verschwiegenheit sind unsere Eckpfeiler“, heißt es weiter im neuen Flyer. (jh.)












