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SPD Pfalztreffen auf der Haßlocher Rennbahn: Reden, Prominenz aus Berlin – Partei voller Hoffnung?

by Karin Hurrle
18.08.2026
in Hassloch
Lesezeit: 13 mins read
Die „Reichsbürger“ breiten sich aus wie eine Krake – Szene im Raum Neustadt, Lambrechter Tal und der Südlichen Weistrasse aktiv
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Haßloch und das politische Stimmungsbild – Und das „Sommermärchen“? -Fachjournalistische Analyse des Recherche-Teams NACHRICHTEN REGIONAL

Das diesjährige Pfalztreffen der SPD am 16. August 2026 auf der Haßlocher Pferderennbahn bot neben den prominenten Gästen und ihren Reden, eine politische Kulisse, die auf einer Galopprennbahn ansonsten nicht üblich ist. Diskussionen um die Bundespolitik und die Koalitionsarbeit war Gesprächsstoff an den Tischen. Das Pfalztreffen in Haßloch zeigt eine rheinland-pfälzische SPD zwischen Traditionsstolz, Regierungsverantwortung und Identitätskrise. Die Berliner Koalition hat den Absturz beschleunigt – verursacht hat sie ihn nicht allein. Und Alexander Schweitzer fehlt weniger das Profil als ein politisches Angebot, das auch ohne überragenden Personenbonus trägt. Hier Tagesschau-Bericht https://www.tagesschau.de/video/video-1632356.html

SPD auf der Rennbahn, aber nicht mehr vorn – Haßloch als Stimmungsbild

Die Haßlocher Galopprennbahn lieferte am Sonntag, 16. August, die passende Kulisse für eine Partei, die aufholen muss. Mehr als 350 Gäste kamen nach Angaben des SPD-Landesverbandes zum traditionellen Pfalztreffen. Auf der Bühne standen Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil sowie Alexander Schweitzer, der frühere Ministerpräsident, heutige Fraktionschef und kommissarische Landesvorsitzende. Schweitzer beschwor eine „starke, lebendige und vielfältige“ pfälzische Sozialdemokratie – fügte aber den entscheidenden Satz hinzu: Im demokratischen Kompromiss müsse der „sozialdemokratische Kern“ erkennbar und spürbar bleiben.[1]

Dass genau daran Zweifel bestehen, zeigte die Atmosphäre. Nach Beobachtung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung fiel der Empfang für Klingbeil zunächst verhalten aus; den lautesten Beifall erhielt er, wenn er sich gegen die AfD wandte. Der rheinland-pfälzische Generalsekretär Gregory Scholz begrüßte den Gast mit dem Hinweis, es gebe „auch das eine oder andere zu besprechen“.[2] Klingbeil verteidigte die Berliner Regierungsbeteiligung: „Wir müssen Kompromisse machen, liebe Leute.“ Schweitzer warb seinerseits gegen innerparteiliche Selbstzerlegung und kündigte für das Jahresende einen Landesparteitag zur Aufarbeitung, Erneuerung und Veränderung an.[3]. Haßloch war damit mehr als ein sommerliches Familientreffen. Es war eine Bestandsaufnahme: Die SPD besitzt noch Milieu, Mandate und Regierungsmacht. Aber sie hat ihre Selbstverständlichkeit verloren.

BEFUND: Die Bundespolitik war Brandbeschleuniger der Niederlage. Der tiefere Schaden entstand jedoch aus landespolitischem Kompetenzverlust, einer erodierten Arbeitnehmerbindung und der Gewöhnung an 35 Jahre Führung aus der Staatskanzlei.

Eine Zäsur, kein Betriebsunfall

Das Wahlergebnis vom 22. März war historisch. Die SPD fiel von 35,7 Prozent im Jahr 2021 auf 25,9 Prozent – ein Minus von 9,8 Punkten und ihr schlechtestes Ergebnis bei einer rheinland-pfälzischen Landtagswahl. Die CDU gewann mit 31,0 Prozent; die AfD erreichte 19,5 Prozent. Im 105 Sitze großen Landtag verfügt die SPD noch über 32 Mandate, die CDU über 39, die AfD über 24 und die Grünen über zehn.[4]. Damit endete nach 35 Jahren die ununterbrochene Reihe sozialdemokratischer Regierungschefs. Dennoch ist die SPD nicht in der Opposition gelandet. Seit Mai regiert sie als kleinerer Partner unter Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU). Sie stellt fünf der zehn Fachministerien: Finanzen; Arbeit und Soziales mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Sabine Bätzing-Lichtenthäler; Wirtschaft; Kommunen, Bauen und Wohnen; Wissenschaft und Gesundheit.[5]

Institutionell ist das beachtlich. Politisch ist es ambivalent. Die Ressorts geben der SPD reale Gestaltungsmacht über Haushalte, Industrie, Arbeit, Wohnen, Kommunen und Versorgung. Zugleich ist der Wechsel vom jahrzehntelangen Führungsanspruch zum Juniorpartner schwer sichtbar zu erklären. Gelungene Regierungspolitik kann dem CDU-Ministerpräsidenten zugerechnet werden; unpopuläre Kompromisse belasten beide Partner. Weil die AfD nun die größte Oppositionsfraktion stellt, überlässt die SPD ihr außerdem weitgehend das Feld des grundsätzlichen Protests.

Die Lage in fünf Zahlen

IndikatorWertEinordnung
SPD bei der Landtagswahl 202625,9 %−9,8 Punkte; historisches Landestief
SPD-Mandate32 von 105Zweitgrößte Regierungsfraktion
SPD bei Arbeitern21 %AfD: 39 %
Kommunalwahl 202420,2 %Erosion bereits vor der Merz-Koalition
Bundesweite Sonntagsfrage, August 202612 %Dauerhafte Belastung der Landespartei

Quellen: Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz; Infratest dimap; SWR; ARD-DeutschlandTrend.

Berlin hat geschadet – messbar, aber nicht allein entscheidend

Der Einfluss der schwarz-roten Bundesregierung lässt sich ungewöhnlich klar belegen. In der Nachwahlbefragung von Infratest dimap waren drei Viertel der rheinland-pfälzischen Wahlberechtigten mit der Bundesregierung unzufrieden. 64 Prozent meinten, die SPD habe vor der Bundestagswahl viel versprochen und wenig gehalten. Unter den Menschen, die in Rheinland-Pfalz nicht SPD gewählt hatten, sagten 38 Prozent, sie würden die Landes-SPD wählen, wenn die Partei im Bund eine andere Politik machte.[6]

Solche Gegenfragen sind keine eins zu eins umrechenbare Wahlprognose. Sie zeigen aber die Richtung: Die Bundesmarke SPD senkte die erreichbare Obergrenze der Landespartei. Daran hat sich seit der Wahl wenig geändert. Im ARD-DeutschlandTrend vom 6. August lag die SPD bundesweit bei zwölf Prozent; nur 13 Prozent waren mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 85 Prozent unzufrieden.[7] Wer an Haustüren oder Infoständen für die Landes-SPD wirbt, muss deshalb nicht nur Mainzer Entscheidungen erklären, sondern die gesamte Berliner Bilanz mitverteidigen.

Diese Bilanz ist nicht leer. Schwarz-Rot hat ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für Infrastruktur auf den Weg gebracht, das Rentenniveau bis 2031 stabilisiert und bei Bundesaufträgen die Tariftreue verankert. Genau diese Punkte hob Klingbeil in Haßloch hervor. Gleichzeitig wurden das Bürgergeld verschärft, ein Sparpaket im Gesundheitswesen vorbereitet und weitere Sozialreformen in konfliktreiche Kommissionen verschoben.[8] Im Sommer verschärften geplante Kürzungen beim Wohngeld die Kritik aus der SPD selbst.[7]

Das Problem ist deshalb größer als mangelhafte Kommunikation. Im Kabinett eines CDU-Kanzlers kann die SPD zwar Einzelvorhaben durchsetzen, doch öffentlich verschwimmt, welche Richtung sie selbst verfolgt. Sie trägt die Verantwortung für Einschnitte mit, während Erfolge häufig als Produkt der Gesamtregierung erscheinen. Für eine Partei, deren Existenzberechtigung auf Schutz, Aufstieg und Anerkennung von Arbeit beruht, ist diese Unschärfe besonders gefährlich.

Die Krise begann vor der jetzigen Bundesregierung

Berlin allein erklärt die rheinland-pfälzische Niederlage allerdings nicht. Schon bei der Kommunalwahl im Juni 2024 – fast ein Jahr vor dem Amtsantritt der Regierung Merz – kam die SPD landesweit nur auf 20,2 Prozent. Die CDU lag bei 31,5 Prozent, die AfD bei 14,0 Prozent.[9] Die Erosion war also längst im Gang.

Entscheidend waren bei der Landtagswahl zudem landeseigene Defizite. Nur 16 Prozent trauten der SPD am ehesten zu, die Wirtschaft voranzubringen; bei der CDU waren es 34 Prozent. Beim Thema Arbeitsplätze lag die SPD mit 20 zu 32 Prozent zurück, bei Bildung mit 25 zu 27 Prozent. Selbst bei der sozialen Gerechtigkeit, ihrem stärksten Feld, erreichte sie nur noch 30 Prozent. 71 Prozent der Befragten sagten, die SPD stehe nicht mehr eindeutig auf der Seite der Arbeitnehmer.[6]

Am härtesten ist der Bruch in der früheren Kernklientel. Unter Arbeitern sank die SPD von jeweils 36 Prozent in den Jahren 2016 und 2021 auf 21 Prozent; die AfD stieg in dieser Gruppe auf 39 Prozent.[6] Das ist kein bloßes Imageproblem. Es verweist auf die Wahrnehmung, dass die Partei Arbeitsplatzsicherheit, industrielle Transformation, Energiepreise, berufliche Bildung und sozialen Schutz nicht mehr zu einer glaubwürdigen Erzählung verbindet.

Hinzu kommt Verschleiß nach langer Regierungszeit. 51 Prozent stimmten der Aussage zu, die SPD regiere so lange, dass sie nicht mehr klar zwischen Landes- und Parteiinteressen unterscheide.[6] Die Kritik der rheinland-pfälzischen Jusos nach der Wahl – zu wenig Selbstkritik, „Stillstand und Versorgungslogik“ statt Erneuerung – zielte auf genau diesen Eindruck. Dass Schweitzer anschließend zugleich Fraktionschef und kommissarischer Landesvorsitzender wurde, stabilisierte die Partei, verstärkte aber auch den Eindruck personeller Kontinuität.[10]

Schweitzer selbst hat die alleinige Schuldzuweisung an Berlin inzwischen relativiert. Im SWR-Sommerinterview räumte er „eigene Fehler“ ein. Die SPD sei in einem von der Wirtschaftslage geprägten Wahlkampf „nicht stark genug in der Präsenz der Menschen“ gewesen.[11] Diese Selbstkritik trifft den Kern: Wer seit Jahrzehnten regiert, wird nicht nur an seinen Absichten, sondern an der erfahrbaren Lage von Schulen, Betrieben, Verwaltungen, Kliniken und Kommunen gemessen.

Fehlt es an Profil und Charisma?

„Charisma“ ist eine unscharfe journalistische Kategorie. Messbar sind Bekanntheit, Vertrauen, Zufriedenheit und die Bedeutung einer Person für die Wahlentscheidung. Danach ist die These, Alexander Schweitzer sei profillos, nicht haltbar. Am Wahltag waren 45 Prozent mit seiner politischen Arbeit zufrieden – mehr als mit jedem Konkurrenten. Bei einer fiktiven Direktwahl hätte er Gordon Schnieder mit 40 zu 30 Prozent geschlagen. Für 44 Prozent der SPD-Wähler war Schweitzer der wichtigste Grund ihrer Entscheidung.[6]

Der Personenfaktor funktionierte also. Er war nur nicht stark genug, um den Verlust an Partei- und Sachvertrauen auszugleichen. Bereits zehn Tage vor der Wahl bewerteten 44 Prozent Schweitzer positiv; Malu Dreyer hatte fünf Jahre zuvor 66 Prozent erreicht.[12] Schweitzer führte die Landesregierung zudem erst seit Juli 2024. Ihm fehlte die Zeit, jenen parteiübergreifenden Vertrauensvorrat aufzubauen, den Dreyer und zuvor Kurt Beck über Jahre angesammelt hatten.

Der historische Vergleich zeigt zugleich, dass ihre Erfolge nicht auf Charisma allein beruhten. Beck führte die SPD 2006 mit 45,6 Prozent zur absoluten Mehrheit. Eine wissenschaftliche Wahlanalyse beschreibt sein Image als bodenständig und volksnah – betont aber ebenso die breite programmatische Aufstellung der Landes-SPD.[13] Beck selbst sprach damals vom „Dreiklang aus Partei, Programm und Person“.

Dreyer gewann 2016 mit 36,2 Prozent, obwohl die SPD am selben Tag in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt massiv verlor; 54 Prozent hätten sie direkt zur Ministerpräsidentin gewählt.[14] 2021 erreichte die Landes-SPD 35,7 Prozent, während die Bundespartei in Umfragen nur bei 16 bis 17 Prozent lag. Der Wahlkampf war vollständig auf Dreyer und den Slogan „Wir mit ihr“ zugeschnitten – der viel zitierte „Malu-Effekt“ beruhte aber auch auf einer geschlossenen, pragmatisch und breit auftretenden Landespartei.[15]

Die eigentliche Differenz lautet deshalb nicht: früher Charisma, heute keines. Sie lautet: Beck und Dreyer verbanden außergewöhnlich hohe persönliche Zustimmung mit einem erkennbaren landespolitischen Leistungsversprechen. Schweitzer besaß 2026 einen deutlichen Personenvorsprung, stand aber vor einer Partei, deren Kompetenzwerte in Wirtschaft, Arbeit und Bildung eingebrochen waren. Auch ein guter Kandidat kann eine schwache politische Marke nicht unbegrenzt kompensieren.

Für die übrige Spitze gilt: Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Doris Ahnen, Michael Ebling, Sven Teuber und Clemens Hoch verfügen über Ressort- und Regierungserfahrung. Ein pauschales Urteil über ihr „Charisma“ wäre spekulativ. Politisch feststellbar ist jedoch, dass die landesweite Identifikation weiterhin stark auf Schweitzer konzentriert ist. Das erleichtert Geschlossenheit, erhöht aber das Risiko einer erneuten Ein-Personen-Strategie und erschwert sichtbare personelle Erneuerung.

Regieren und trotzdem erkennbar bleiben

Die neue Mainzer Konstellation kann für die SPD Rettungsanker oder Profilfalle werden. Der Koalitionsvertrag gibt ihr mit Wirtschafts-, Sozial-, Finanz-, Kommunal- und Gesundheitsressort Hebel in fast allen Feldern, auf denen sie 2026 Vertrauen verloren hat.[5] Ob daraus ein „starker Fußabdruck“ wird, wie Schweitzer in Haßloch versprach, entscheidet sich nicht an der Zahl sozialdemokratischer Minister, sondern an zurechenbaren Ergebnissen.

Drei Bewährungsproben zeichnen sich ab. Erstens muss die SPD den Begriff der Arbeitnehmerpartei neu füllen: nicht als Gegensatz von Beschäftigten und Leistungsempfängern, sondern als Verbindung von sicheren Industriearbeitsplätzen, Tarifbindung, Qualifizierung, bezahlbarer Energie und verlässlicher sozialer Absicherung. Gerade im Chemie-, Pharma- und Automobilzulieferland Rheinland-Pfalz wird Wirtschaftspolitik zur sozialen Frage.

Zweitens braucht sie ein Alltagsprofil. Verlässliche Kitas und Schulen, erreichbare Ärzte, bezahlbares Wohnen, funktionierende Verwaltungen und finanziell handlungsfähige Kommunen sind keine kleinen Themen; an ihnen bildet sich Staatsvertrauen. Die SPD muss zeigen, welcher konkrete Unterschied in diesen Bereichen auf ihre Regierungsarbeit zurückgeht.

Drittens muss die angekündigte Aufarbeitung mehr sein als ein moderierter Stimmungsabbau. Mitgliederbefragung, Basiskonferenzen und der Landesparteitag zum Jahresende sind nur dann ein Neubeginn, wenn sie Entscheidungen hervorbringen: Welche drei Prioritäten stehen über Ressortlogik und Koalitionsroutine? Wie wird Erfolg gemessen? Und welche Personen verkörpern neben Schweitzer den nächsten Abschnitt?[3][11]

Die Abgrenzung von der AfD bleibt notwendig, aber sie ersetzt kein eigenes Angebot. Dass in Haßloch der stärkste Beifall gegen die AfD kam, zeigt die moralische Geschlossenheit der Partei. Das Wahlergebnis zeigt zugleich, dass Warnungen allein die verlorene Arbeitnehmerbindung nicht zurückholen.

Urteil

Die rheinland-pfälzische SPD ist im August 2026 weder erledigt noch gesund. Sie ist organisatorisch verwurzelt, institutionell stark und weiterhin regierungsfähig – zugleich aber historisch geschwächt, in ihrer traditionellen Wählerschaft erodiert und programmatisch nicht scharf genug erkennbar.

Die Berliner Koalition hat diesen Zustand deutlich verschärft. Die Nachwahlbefragung belegt einen erheblichen Bundeseffekt, die bundesweiten zwölf Prozent halten den Druck aufrecht. Aber die schwachen Kommunalwahlergebnisse von 2024, die landespolitischen Kompetenzverluste und der Einbruch bei Arbeitern zeigen: Berlin ist nicht die Ausrede, die alles erklärt.

Auch das Personalproblem ist differenzierter, als der Vergleich mit Beck und Dreyer nahelegt. Schweitzer hatte Profil und war klar beliebter als sein Herausforderer. Was ihm fehlte, war der außergewöhnliche Vertrauensüberschuss seiner Vorgänger – und was seiner Partei fehlte, war deren Dreiklang aus Person, Programm und glaubwürdig zugeschriebener Leistung.

Auf der Haßlocher Rennbahn konnte die SPD an ihre Tradition erinnern. Für die nächste Etappe reicht Tradition nicht aus. Sie muss wieder erkennbar machen, für wen sie regiert, was sie anders macht und warum ihre Regierungsbeteiligung das Leben messbar verbessert. Erst dann wird aus dem Ruf nach einem klareren Profil mehr als die nächste Selbstbeschreibung.

Methodischer Hinweis

Wahl- und Umfragedaten beschreiben Einstellungen zum jeweiligen Erhebungszeitpunkt; insbesondere hypothetische Direktwahl- und Gegenfragen sind keine Prognosen. Aussagen zur Stimmung beim Pfalztreffen beruhen auf gekennzeichneten Medienbeobachtungen. Die Teilnehmerzahl und ein Teil der Veranstaltungszitate wurden als Mitteilung des SPD-Landesverbandes veröffentlicht und werden entsprechend als Veranstalterangaben behandelt.

Quellen

Auswahl der im Text verwendeten Primärquellen, Wahldaten, Umfragen und Medienanalysen. Die Verweiszahlen im Artikel sind mit dieser Liste verknüpft.

[1] Speyer-Kurier / SPD-Landesverband Rheinland-Pfalz: „Mehr als 350 Gäste beim Pfalztreffen 2026 in Haßloch“, 17.08.2026. https://www.speyer-kurier.de/region/bad-duerkheim/artikel/mehr-als-350-gaeste-beim-pfalztreffen-2026-in-hassloch

[2] Frankfurter Allgemeine Zeitung, Luca Neuschaefer-Rube: „Lars Klingbeil erhält beim Pfalztreffen der SPD einen verhaltenen Empfang“, 16.08.2026. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/lars-klingbeil-erhaelt-beim-pfalztreffen-der-spd-einen-verhaltenen-empfang-accg-201130976.html

[3] WELT/dpa: „Wir müssen Kompromisse machen, liebe Leute – Klingbeil kämpft um Rückhalt in der SPD“, 16.08.2026. https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a81c326169e8e32c0aea4be/pfalztreffen-wir-muessen-kompromisse-machen-liebe-leute-klingbeil-kaempft-um-rueckhalt-in-der-spd.html

[4] Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: „Ergebnisse der Landtagswahlen“, endgültiges Ergebnis 2026 und historische Reihe 1947–2026, festgestellt am 02.04.2026. https://www.wahlen.rlp.de/landtagswahl/ergebnisse

[5] Landesregierung Rheinland-Pfalz: „Ministerpräsident Gordon Schnieder: Ein Rheinland-Pfalz, auf das wir gemeinsam stolz sein können“, Ernennungen vom 18.05.2026; ergänzend: Koalitionsvertrag CDU/SPD 2026–2031. https://www.rlp.de/service/pressemitteilungen/detail/ministerpraesident-gordon-schnieder-ein-rheinland-pfalz-auf-das-wir-gemeinsam-stolz-sein-koennen-1 ; https://www.spd-rlp.de/wp-content/uploads/sites/1649/2026/04/KoaV_2026-2031.pdf

[6] tagesschau.de / Infratest dimap, Holger Schwesinger: „Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Ein CDU-Sieg mit vielen Warnsignalen“, 22.03.2026. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/landtagswahl-rheinland-pfalz-analyse-102.html

[7] tagesschau.de: „ARD-DeutschlandTrend: AfD legt zu, Union verliert weiter“, 06.08.2026; „Das Grummeln wird lauter“, 15.08.2026. https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-august-100.html ; https://www.tagesschau.de/inland/spd-lage-vor-wahlen-100.html

[8] DIE ZEIT/dpa: „Ein Jahr Schwarz-Rot – Was ist geschafft?“, 04.05.2026. https://www.zeit.de/news/2026-05/04/ein-jahr-schwarz-rot-was-ist-geschafft

[9] SWR Aktuell: „CDU auch bei der Kommunalwahl in RLP deutlich vorne“, 11.06.2024. https://www.swr.de/swraktuell/wahlen/kommunalwahl/ergebnis-entwicklung-analyse-kommunalwahl-rheinland-pfalz-2024-100.html

[10] SWR Aktuell: „Schweitzer neuer SPD-Chef in Rheinland-Pfalz“, 27.05.2026. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/alexander-schweitzer-neuer-kommissarischer-spd-landesvorsitzender-100.html

[11] SWR Aktuell, Frederik Merx: „Schweitzer im Sommerinterview: SPD arbeitet Wahlniederlage auf“, 19.06.2026. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/swr-aktuell-sommer-interview-alexander-schweitzer-spd-100.html

[12] SWR Aktuell / Infratest dimap, Dirk Rodenkirch: „Landtagswahl RLP: CDU und SPD laut Umfrage weiter Kopf an Kopf“, 12.03.2026. https://www.swr.de/swraktuell/wahlen/landtagswahl/spd-und-cdu-in-umfrage-fast-gleichauf-vor-landtagswahl-in-rlp-100.html

[13] Zeitschrift für Parlamentsfragen, Heiko Gothe: „Die rheinland-pfälzische Landtagswahl vom 26. März 2006: ‚König Kurt‘ erringt die absolute Mehrheit“, 38. Jg., Heft 1/2007, S. 34 ff. Abstract: https://zparl.de/inhaltsverzeichnisse/38-jg-2007/abstracts-1-2007-de/

[14] DER SPIEGEL: „Wie die SPD Rheinland-Pfalz verteidigt“, 14.03.2016. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/landtagswahl-2016-wie-die-spd-rheinland-pfalz-verteidigt-a-1081495.html

[15] DER SPIEGEL, Christian Teevs: „Der ‚Malu-Effekt‘“, 14.03.2021. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ltw-rheinland-pfalz-malu-dreyer-sieht-rueckenwind-fuer-die-bundes-spd-a-b4029dbc-b3e3-47b8-b39b-7d37d5dcc4ad

Alle Onlinequellen zuletzt abgerufen am 18.08.2026.

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