Bundespolizei-Professor mit schwerer Vergangenheit? – Springer-Verlag verliert vor Gericht wegen Falschbehauptungen gegen einen Journalisten von FragDenStaat
Das Gerichtsurteil des Landgerichts Lübeck muss seinerzeit ein Schlag ins Gesicht und niederschmetternd für den Bundespolizei-Professor Stephan Maninger gewesen sein. Laut Urteilsverkündung nach einer Verhandlung beim Landgericht Lübeck darf er als fremdenfeindlich bezeichnet werden. Das teilten die „Lübecker Nachrichten“ nach der Gerichtsverhandlung mit. Der Bundespolizei-Professor hatte den Verlag wegen einer Studie verklagt, die in seinen Schriften neurechte Tendenzen analysiert. Im Verfahren ging es um Rechte der Persönlichkeit und die Freiheit der Wissenschaft. FragDenStaat recherchiert jetzt weiter, nachdem der Springer Verlag vor Gericht gegen einen Journalisten von FragDenStaat verlor. Der Springer-Verlag darf Falschbehauptungen über einen FragDenStaat-Journalisten nicht länger verbreiten. Das haben Gerichte entschieden.
. Der Fall Stephan Maninger gerät inzwischen immer mehr in die Schlagzeilen. FragDenStaat recherchiert schon seit Jahren über seine Vergangenheit und hat jetzt einiges öffentlich gemacht, u.a., dass vor ihm gewarnt wird, insbesondere, weil man ihm rassistische, autoritäre und verfassungsfeindliche Positionen zuschreiben könne. Und weil Maninger Polizist*innen ausbildet. Er ist Professor für Sicherheitspolitik bei der Bundespolizei. Wie FragDenStaat in einem aktuellen Pressebericht schreibt „Wie es möglich ist, dass Maninger Polizist*innen ausbilden darf und sogar Professor auf Lebenszeit werden könnte, wissen wir auch nicht. Aber wir können dafür sorgen, dass alle davon erfahren“, https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/luebecker-landgericht-weist-klage-eines-bundespolizei-professors-ab-MYNHP2AY45CPDGOU7QOMC24RI4.html.
Springer unterstellt FragDenStaat Verstöße gegen journalistische Standards
Wegen mehreren Falschbehauptungen über einen Journalisten von FragDenStaat hatte dieser gegen den Springer-Verlag geklagt. Mehrere Falschbehauptungen, die das Narrativ einer gezielten Kampagne stützen und ihm Verstöße gegen journalistische Standards unterstellen, dürfen Die Welt und alle anderen Medien des Springer-Verlags nun nicht länger verbreiten. Das Oberlandesgericht Hamburg hat einem entsprechenden Antrag von FragDenStaat in vollem Umfang stattgegeben. Vorher hatte das Landgericht Hamburg bereits zwei der von FragDenStaat beanstandeten Passagen untersagt. Auch der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei konnte bereits vor Gericht durchsetzen, dass Teile der Berichterstattung entfernt werden, https://fragdenstaat.de/artikel/klagen/2026/03/springer-verliert-gegen-fragdenstaat-vor-gericht/.
Nun gehen die Recherchen von FragDenStaat in die nächste Runde. Auch NACHRICHTEN REGIONAL wurde über den Fall informiert und zur Veröffentlichung freigegeben. FragDenStaat informiert wie folgt: „Maninger meidet die Öffentlichkeit. Vor unserer ersten Recherche war es kaum möglich, Informationen über ihn zu finden. Wir zeichnen Maningers Geschichte jetzt für die Öffentlichkeit nach – von seinen Aktivitäten in Südafrika während des rassistischen Apartheidsregimes über seine Publikationen in rechten Medien wie der Jungen Freiheit bis hin zu seiner Rolle bei der Gründung des Instituts für Staatspolitik (IfS), dem wichtigsten Think Tank für die Neue Rechte. Trotz allem sitzt Maninger weiterhin auf seinem Posten als Professor für Sicherheitspolitik bei der Bundespolizei und spricht im Hörsaal über Migration, Extremismus und Innere Sicherheit“.
Die Recherchen von FragDenStaat im „Fall Maninger“ laufen auf Hochtouren
Zwar habe die Hochschule Maninger 2021 vorübergehend aus der Lehre abgezogen. Doch die Innenrevision der Bundespolizei habe seine Vergangenheit in einem Prüfbericht als „unkritisch” bezeichnet. Seit Anfang 2025 unterrichte er wieder. Maninger selbst habe die Einordnung einiger Ergebnisse der Recherchen von FragDenStaat übrigens zurückgewiesen. Die Veranstaltung mit NSU-Anhängern habe er schnell verlassen. Aus dem neurechten Think Tank sei er ein Jahr nach Gründung wieder ausgetreten. „Ob seine Professur auf Lebenszeit verlängert wird, ist noch offen. Die Entscheidung fällt in den kommenden Wochen“, teilt FragDenStaat mit, https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2026/04/der-fall-stephan-maninger/?pk_campaign=mailing-202604250400-672
Wer die Recherchen von FragDenStaat finanziell unterstützen möchte, kann gerne spenden, hier die Möglichkeiten dazu: https://fragdenstaat.de/spenden/?pk_campaign=blog-klagen











