„MOBBING“ führt zu Depressionen und im schlimmsten Fall in den Suizid
Mobbing ist keine Krankheit, kann aber krank machen. Es verursacht Depressionen, Angst- und Schlafstörungen. Laut Aussage von Fachexperten sind besonders häufig Berufstätige am Arbeitsplatz betroffen sowie etwa jedes zehnte Schulkind. Forscher beobachten zumindest eine Zunahme der öffentlichen Wahrnehmung. Das hilft den Opfern indes wenig. Und der Blick auf die Täter kam bisher zu kurz. Die Auswirkungen von Mobbing belasten nicht nur den Sozialstaat, sondern zunehmend auch die Krankenkassen. Auch im AOK-Gesundheitsmagazin wurde am 28.01.2022 zu diesem Thema berichtet. Psychische Erkrankungen stellen mittlerweile eine Behinderung dar.
Laut VdK-Schreiben vom 21.07.2025 an seine Mitglieder, sind psychische und seelische Beeinträchtigungen eine Behinderung. Menschen mit solchen Diagnosen haben die Möglichkeit, den Grad der Behinderung feststellen zu lassen und Nachteilsausgleiche zu erhalten. Auch über Entschädigungen durch Täter/Opferausgleich bezüglich „Mobbing“ wird seit Jahren diskutiert, eine Entscheidung hierzu konnte bisher noch nicht erzielt werden. Dieser Meinung ist auch der Initiator mehrerer Netzwerke, u.a. „Aktiv gegen Mobbing“, Gerhard Schulze-Schröder, der sich seit der Wende, zunächst in Berlin und inzwischen in Lüneburg, aktiv gegen „Mobbing“ einsetzt. Viele Initiatoren sind auch der Meinung, dass „Mobbing“ – so wie Stalking § 238 StGB – im Strafgesetzbuch verankert werden sollte. Am 19. September 2025 hat Schulze-Schröder in einem 17-seitigen Schreiben an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, der SPD-Frau Bärbel Bas, mitgeteilt, dass der in Vorbereitung befindliche Mobbing-Report II noch einige Lücken aufweist, so dass Universitätsexperten der Universität Leipzig unbedingt gehört werden sollten. NACHRICHTEN REGIONAL wird noch gesondert darüber berichten.
Verschiedene Statistiken zeigen es: Psychische Erkrankungen nehmen in Deutschland immer weiter zu. Sie verursachen hohe Krankheitskosten, führen zu hohen Arbeitsausfällen und sind die häufigste Ursache für Erwerbsminderung. Psychische und seelische Einschränkungen können für die Betroffenen gravierende Auswirkungen auf den Lebensalltag haben. Sie können eine Behinderung darstellen und unter Umständen als Schwerbehinderung anerkannt werden. Sie sind nicht sichtbar, aber weit verbreitet: Psychische und seelische Erkrankungen nehmen in Deutschland zu.
So steigt beispielweise über die Jahre die Anzahl der Menschen, die sich wegen einer Depression stationär behandeln lassen. Laut Externer Link:statistischem Bundesamt (Meldung vom März 2025) waren Depressionen die häufigste Diagnose bei Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer Erkrankungen oder Verhaltensstörungen: In 2023 wurden rund 261.200 Menschen wegen wiederkehrender depressiver Störungen im Krankenhaus behandelt. Diese Zahl stieg in den letzten drei Jahren immer weiter an. Und vor allem im langfristigen Vergleich über 20 Jahre hinweg sind die Zahlen alarmierend: 2023 waren 76,8 Prozent mehr psychisch Erkrankte aufgrund von Depressionen in stationärer Behandlung als noch 2003 mit 147.800 Patientinnen und Patienten. Psychische Erkrankungen führen häufig in die Erwerbsminderung, das zeigen Externer Link:Zahlen der Deutschen Rentenversicherung: 41,8 Prozent der 2023 erstmals gezahlten Externer Link:Erwerbsminderungsrenten waren auf eine seelische Erkrankung zurückzuführen.
Über den Inhalt des 17-seitigen Schreibens von Gerhard Schulze-Schröder an Bundesministerin Bärbel Bas wird NR noch gesondert berichten.
Quelle: VdK











