Ein Geschäftsmodell das heute noch funktioniert – Auch beim Jugendamt Bad Dürkheim?
Mit Kindern Kasse machen, das war im Jahre 2015 ein gängiges Geschäftsmodell der Jugendämter, was auch im Landkreis Bad Dürkheim praktiziert wurde. Es wurden Heimkinder ins Ausland verbracht, wenn die Jugendämter Kinder aus den Familien genommen hatten, um Geld zu kassieren. Damit schlug die Stunde der privaten Träger, die sich um die Unterbringung der Kinder kümmern sollten. Ein riesiger Markt, der damals kaum kontrollierbar war und zum Geschäftsmodell wurde. Kinder wurden über die Tschechische Grenze verbracht, wo die Unterbringung kostengünstiger als in Deutschland ist. MONITOR Recherchen deckten seinerzeit dieses System auf, wo jugendliche in dubiosen Einrichtungen im Ausland verwahrlosten, statt pädagogisch betreut zu werden. Die Verantwortlichen kassierten in Deutschland dafür viel Geld. Und es hat sich seither nichts geändert. Und vieles läuft im Untergrund?
Was passiert mit den Kindern, die Inobhut genommen werden?
Die Jugendämter sind noch immer für die Unterbringung von Kindern in Heimen oder in Pflege-Familien zuständig, wenn die Inobhutnahmen von den Gerichten angeordnet wird. Dies wird auch beim Jugendamt in Bad Dürkheim so praktiziert. Das Jugendamt Bad Dürkheim geriet 2013 wegen dem „Kuwalewski-Skandal“ und der Inobhutnahme ihrer vier Kindern in die Schlagzeilen, als sie in ein Heim in der Südpfalz untergebracht wurden. Das Jugendamt Bad Dürkheim arbeitet inzwischen mit dem privaten Träger, der ABC-Erziehungshilfe, Inhaberin Susanne Imo, zusammen, die Büros in Bad Dürkheim und Lambrecht betreibt. Als regionaler Anbieter kooperieren ABC im Sozialraum mit Trägern, Beratungsstellen, Kindertagesstätten, Schulen, Frühförderzentren, Kinderärzt:innen und weiteren Institutionen zusammen. Mit Hilfe ihres weit gespannten Netzwerkes bieten sie vielfältige Lösungen für schwierige Situationen an. Doch immer noch läuft einiges schief. Zumindest wurde dies vor ein paar Tagen unserer Redaktion berichtet. Auf eine Presseanfrage an den Ersten Kreisbeigeordneten Jordan hat NACHRICHTEN REGIONAL keine Antwort erhalten.
Der Erste Kreisbeigeordneter und sein Geschäftsbereich
Zum Geschäftsbereich des Ersten Hauptamtlichen Kreisbeigeordneten gehören die Bereiche: Gesundheitsamt, Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie, Kreisjugendamt und das Sozialamt.
Der Haßlocher Timo Jordan hatte sein Amt als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter am 01. Juli 2021 in Bad Dürkheim angetreten, er wurde von der SPD für dieses Amt nominiert. Im Landkreis Bad Dürkheim regiert seit vielen Jahren die CDU gemeinsam mit der SPD, so dass beide Parteien den Landrat und den Ersten Kreisbeigeordneten stellen. Am 30.03.2026 hat die RHEINPFALAZ berichtet, dass Timo Jordan aus der SPD ausgetreten ist. Obwohl die klare Regelung besteht, dass CDU und SPD beide Ämter besetzen, habe Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld keine Probleme damit, dass er sein Amt weiterhin behält. Fragt sich nur: WIE LANGE NOCH? Wie die RHEINPFALZ am 04. April 2023 berichtete, muss der Amtsleiter des Jugendamtes vom Landkreis Bad Dürkheim „Viel Druck“ aushalten, https://www.rheinpfalz.de/lokal/bad-duerkheim_artikel,-neuer-jugendamtsleiter-muss-viel-druck-aushalten-_arid,5489131.html
Unsere Redaktion hat erfahren, dass die Lage bei der Kreisverwaltung Bad Dürkheim seit längerem mehr als angespannt ist. Auch die Situation beim Jugendamt scheint zu eskalieren und sich nicht verbessert zu haben? Wir bleiben weiterhin am Ball und werden unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten.













