Auszeichnung für beste Absolventinnen und Absolventen der Zweiten juristischen Staatsprüfung
Das Justizministerium wird künftig die jeweils beste Prüfungsleistung der zweimal jährlich durchgeführten Zweiten juristischen Staatsprüfung mit dem Herbert-Mertin-Preis würdigen. Erstmals wird die mit einem Geldpreis verbundene Auszeichnung nach Abschluss der nächsten Prüfungskampagne im Mai 2026 an die beste Absolventin bzw. den besten Absolventen verliehen werden.
Benannt ist der Preis nach dem im letzten Jahr im Amt verstorbenen Herbert Mertin, der von 1999 bis 2006 und von 2016 bis 2025 Justizminister des Landes Rheinland-Pfalz war. Sein Todestag jährt sich am Samstag, den 21. Februar, zum ersten Mal. Die hinterbliebene Ehefrau Hiltrud Pfahlert-Mertin beteiligt sich an der erstmaligen Verleihung des Herbert-Mertin-Preises persönlich. Justizminister Philipp Fernis erklärt dazu: „Hervorragende juristische Leistung verdient Anerkennung. Wer das zweite Staatsexamen mit Spitzenleistungen abschließt, zeigt nicht nur außergewöhnliche fachliche Expertise, sondern auch ein besonderes Durchhaltevermögen und Engagement. Diese Qualitäten unserer juristischen Talente aus Rheinland-Pfalz wollen wir noch sichtbarer machen und besonders fördern.“
„Mit dem Preis möchte ich außerdem an meinen im letzten Jahr viel zu früh verstorbenen Amtsvorgänger Herbert Mertin erinnern. Ich freue mich besonders, dass mit der Beteiligung an der erstmaligen Preisverleihung auch seine Familie ihre Verbundenheit zu unserer Justiz zum Ausdruck bringt. Herbert Mertin hat nicht nur die rheinland-pfälzische Justiz der letzten Jahrzehnte geprägt wie kein Zweiter. Gerade für den juristischen Nachwuchs hat er sich in besonderer Weise eingesetzt. Ganz wesentliche Maßnahmen der Modernisierung und Digitalisierung der juristischen Staatsprüfungen gehen auf ihn zurück. Insbesondere das elektronische Verfassen der Klausuren auf Laptops hat Rheinland-Pfalz unter Mertin als eines der ersten Bundesländer überhaupt möglich gemacht. Herbert Mertin zeichnete zudem eine besondere Nähe zu unseren Studierenden und Referendarinnen und Referendare aus. So war es ihm besonders wichtig, die Ausbildung im Vorbereitungsdienst zu vereinheitlichen und ein Team von jungen Richterinnen und Richtern zu gründen, das sich seit Jahren erfolgreich um die Belange der Referendarinnen und Referendare einsetzt. Herbert Mertin bewunderte das Engagement der nächsten Generation der jungen Juristinnen und Juristen und ist der ideale Namensgeber für den Preis, mit dem wir ab sofort herausragende Prüfungsleistungen würdigen wollen“, so Fernis weiter.












