Digitale Teilhabe bis ins hohe Alter – Ehrenamtliche Technikbegleiter*innen gesucht
Das Modellvorhaben im Raum Bad Kreuznach soll digitale Teilhabe und Medienkompetenz in Pflegeeinrichtungen fördern. Ziel ist zum einen, praxisnahe, alltagsbezogene Lernangebote rund um digitale Medien zu gestalten. Zum anderen Senior*innen, Ehrenamtliche und Mitarbeitende von Pflegeeinrichtungen zu vernetzen. Gemeinsam sollen sie Zugang zu Information und Kommunikation sicherstellen und bei der Nutzung technischer Geräte unterstützen. Dazu werden Ehrenamtliche im Projekt als Technikbegleiter*innen ausgebildet. Das Projekt beginnt in Pflegeeinrichtungen an den Standorten Bad Kreuzhnach, Fürfeld, Kirn und Meisenheim. Ein Auftakttreffen am Montag, den 1.6.2026 findet gemeinsam mit Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach statt, die den offiziellen Startschuss für das Modellvorhaben gibt, das an die Erkenntnisse und Materialien aus einem Vorgängerprojekt anknüpft.
Das Modellvorhaben in den Verbandsgemeinden Nahe-Glan und Bad Kreuznach sowie im Landkreis Bad-Kreuznach soll digitales Leben in Pflegeeinrichtungen bringen. Denn mediale Teilhabe fördert nicht nur Selbstbestimmung und soziale Bezugsräume, sie kann auch die Versorgungslandschaft entlasten. Zum Auftakt des Projekts treffen sich in Bad Kreuznach Projektpartner*innen und interessierte Ehrenamtliche, die sich innerhalt dieses Projektes engagieren wollen. Ziel ist zum einen, praxisnahe, alltagsbezogene Lernangebote rund um digitale Medien zu gestalten. Zum anderen Senior*innen, Ehrenamtliche und Mitarbeitende von Pflegeeinrichtungen zu vernetzen. Gemeinsam stellen sie Zugang zu Information und Kommunikation sicher und unterstützen bei der Nutzung technischer Geräte.
In der Kreisverwaltung Bad Kreuznach kommen die Projektpartner*innen, Vertreter der Pflegeinrichtungen, Verbandsbürgermeisterin Andrea Silvestri und Verbandsbürgermeister a. D. Marc Ullrich zusammen. Für die Medienanstalt RLP ist Frank Frühauf, Stellv. Versammlungsvorsitzender, und Dr. Marc Jan Eumann, Direktor, vor Ort. Besonders eingeladen sind auch interessierte Bürger*innen und Vereine, die sich ein ehrenamtliches Engagement im Projekt vorstellen können. Bei diesem Auftakttreffen wird das Projekt vorgestellt, Beteiligte lernen sich kennen und es ist Raum für Fragen.
Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betont anlässlich des Auftakttreffens: „Digitale Teilhabe kann die Lebensqualität und die Versorgungssituation von Menschen mit Pflegebedarf auch im hohen Alter verbessern, wenn sie klug konzipiert ist und das Wohl der Betroffenen konsequent in den Vordergrund stellt. Ich bin überzeugt, dass auch diejenigen profitieren, die sich professionell einbringen oder sich ehrenamtlich als Technikbegleiterinnen und Technikbegleiter engagieren. Deshalb freue ich mich, dass das Modellprojekt an den Start geht, und wünsche ihm einen guten Verlauf“.
Frank Frühauf, Stellv. Versammlungsvorsitzender der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, ergänzt: „Digitale Zugänge für alle Altersgruppen zu schaffen, ist ein wichtiger Aspekt kommunaler Daseinsvorsorge. Sie ermöglichen Information und Teilhabe, unabhängige Meinungsbildung und fördern Selbstständigkeit. Die Gemeinden und Pflegeeinrichtungen haben diese Bedarfe erkannt. Wir sind dankbar für so motivierte Projektpartner*innen in der Region. Gemeinsam stärken wir so Medienkompetenz und Demokratiekompetenz für Senior*innen“.
„Vor dem Hintergrund der Veränderung unserer Gesellschft müssen Potenziale älterer Menschen stärker als früher aktiviert und genutzt werden, um ihnen eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Mit Initiativen wie dem Modellprojekt zur digitalen Teilhabe können Senior*innen Digitalkompetenzen aufbauen oder erweitern und dadurch ein selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung führen. Soziale Vernetzung schützt dabei vor Einsamkeit. Weiterhin können die Angehörigen der zu Pflegenden durch die entstehenden lokalen Netzwerke aus Ehrenamtlichen und geschulten Kräften spürbar entlastet werden. Wir freuen uns, das Projekt und die wertvolle Arbeit der Helferinnen und Helfer zu unterstützen“, sagt Dirk Wieser von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, der im Projekt die Interessen der Landesverbände der Pflegekassen vertritt.
Ehrenamtliche Technikbegleiter*innen gesucht
Wichtiger Baustein des Projekts sind Ehrenamtliche, die mit Geduld und auf Augenhöhe Zugänge zu Geräten und digitalen Räumen für die Senior*innen schaffen. Dafür sucht das Projektteam interessierte, technikaffine Menschen aus der Region. Nähere Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten erhalten sie bei der Aufktaveranstaltung oder unter dibiwohnplus@medienanstalt-rlp.de.
Über DiBiWohn+
DiBiWohn+ ist ein Nachfolger des forschungsorientierten Projekts DiBiWohn und soll als Modellvorhaben digitale Sorgestrukturen und Bildung im Quartier und in Pflegeeinrichtungen stärken. Das Modellvorhaben ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Es wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend sowie den Landesverbänden der Pflegekassen. Die Website www.dibiwohnplus.de befindet sich derzeit noch im Aufbau.
Über die Medienanstalt Rheinland-Pfalz
Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und ermöglicht mediale Teilhabe in Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen unter www.medienanstalt-rlp.de.













