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Startseite Regional Ludwigshafen

Manfred H. Schmitt: Ein ehemaliger städtischer Beamter und seine Liebe zu Krimis und Geschichte

by Karin Hurrle
10.05.2026
in Ludwigshafen
Lesezeit: 3 mins read
Manfred H. Schmitt: Ein ehemaliger städtischer Beamter und seine Liebe zu Krimis und Geschichte
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Erzählungen seiner Mutter über die damaligen Kriegszeiten erinnern an aktuelle Kriegstreibereien

Die Geschichten von Manfred H. Schmitt, gebürtiger Ludwigshafener und geboren in den „Kriegswirren“ 1944, könnten nicht aktueller sein, wenn er über diese Zeiten erzählt. Auch wenn er diesen Krieg von Hitler als Kind nicht selbst wahrgenommen hat, so haben ihm seine Mutter, sein älterer Bruder und seine inzwischen verstorbene Schwester davon erzählt. Als kleines Kind kann er sich nicht an diese Zeit erinnern, doch was er von seiner Familie erfahren hat, hat er in seinem Buch „Kriegsschäden“ niedergeschrieben. Eine Geschichte, die nicht aktueller sein könnte und an den derzeitigen „Russland-Krieg“ gegen die Ukraine erinnert, ein Krieg, der anscheinend nicht enden will.

Doch dieses Buch war nicht das Alleinige, was Schmitt als Autor veröffentlicht hat. Er hat einige Kriminalromane geschrieben. Er sei Autor aus Leidenschaft geworden, erzählt der rüstige Senior. Die Idee Krimi-Romane zu schreiben, sei ihm gekommen durch viele Dinge, die im Alltag passieren.

Bereits vor seiner Pensionierung hat Manfred H. Schmitt zum Schreiben gefunden. Er kam über seine Arbeit auf einen Stoff: Bei einem Seminar im Jahre 2002, bei dem er als Referent eingeladen war, entstand auch der Gedanke: „Warum nicht einen Roman schreiben über einen Kriminalfall in einem Hotel mit Personen der Stadtverwaltung?“.  Mit dem Schreiben begann bei ihm die neue Aufgabe, die ihn ausfüllt und ihm inzwischen auch lebenswichtig ist. Der Roman „Tod im Seminar“ war dann auch sein größter Erfolg. Dieses Seminar im Buch endete dann mit dem Auffinden einer Leiche. Ein Schock für alle Teilnehmer. Spannend beschreibt Schmitt den Roman: „War es Mord und wer kommt als Täter in Frage?“ Kommissar und Abteilungsleiter des Personalamtes erkennen seltsame Zusammenhänge. Hinter der Fassade einer korrekten Verwaltung tun sich Abgründe auf, über die früher höchstens gemunkelt wurde, steht in dem Roman.

Doch was treibt einen Autor um, gerade solche Geschichten nieder zu scheiben“  fragen wir ihn. Schmitt lacht und erzählt seine „blühenden“ Phantasien weiter. „Wenn man so viel wie ich täglich u.a. in den Tageszeitungen liest, kommen einem die tollsten Gedanken zum Schreiben“. Die täglichen Berichte über Mord und Totschlag in der Zeitung reichten aus, um Material für einen Krimi zu machen, schmunzelt der Autor und sagt „natürlich hilft die Phantasie ein wenig mit“.

Manfred H. Schmitt hat darüber hinaus schon vor Jahren einen dritten Kriminalroman geschrieben mit dem Titel „Tod im Rathaus“, u.a. geht es dabei um einen Sturz vom Ludwigshafener Rathaus. Durch den Abbruch des Rathauses ist dieser Roman inzwischen „Geschichte“ geworden. Der Autor hat ihn deshalb 2025 mit Prolog und Epilog aktualisiert, hat aber keine große Hoffnung, dafür einen Verlag zu finden. Mehr interessiert wäre Schmitt an der Veröffentlichung der historischen Kriminalgeschichte mit dem Titel „Ruinengrab oder Ruinen, Schwarzmarkt und ein Toter“, weil das eine Art Fortsetzung des Romans „Kriegsschäden“ wäre, wo es im Jahre 1946 um das zerbombte Ludwigshafen geht. Auch an der Erzählung „Kriegerwitwe – Ein Tag im Leben der Ina B.“, die das Leben seiner Mutter an einem Tage im Jahre 1948 nach der Währungsreform schildert, hat Schmitt großes Interesse an der Herausgabe durch einen Verlag. Die bisher erschienenen Bücher zeigen, dass sein Interesse an Geschichte besonders ausgeprägt ist.

Bereits seit der Geburt der ersten Enkel schreibt Manfred H. Schmitt seine Erinnerungen nieder, die inzwischen über 1.100 Seiten umfassen. Sie sind nicht unbedingt zur Veröffentlichung gedacht, sondern eher als Informationsquelle für die Kinder, wie er und seine Familie „früher“ gelebt haben. Auch an einem Mundart-Wettbewerb hat Schmitt erfolgreich teilgenommen. Zu seinen weiteren Hobbys gehören Lesen, Hören von klassischer Musik und Reisen, die er mit seiner Ehefrau Doris gerne unternimmt. Der rüstige Senior hat zwei Kinder und vier Enkelkinder, die sich freuen, wenn der Opa seine Geschichten erzählt.

Über den Autor:

Manfred H. Schmitt ist 1944 in Ludwigshafen geboren. Er hat die städtische Handelsschule Ludwigshafen besucht. 1961 wurde er bei der Stadt Ludwigshafen eingestellt. Im Jahre 1967 wurde er zum Stadtinspektor ernannt. Innerhalb seiner Karriere hat er es bis zum Leiter des Städtischen Personalamtes geschafft. Bei seiner Pensionierung am 31.10.2009 war er Verwaltungsdirektor. Beim kommunalen Studieninstitut war er jahrelang Dozent.

Seine bisher veröffentlichten Bücher:

„Tod im Seminar“, Wellhöfer-Verlag Mannheim, 2008, ISBN 978-3-95428-138-1,

„Ein Todesfall“, Leinpfad-Verlag Ingelheim, 2011, ISBN 978-3-942291-26-2,

„Kriegsschäden“ 2013. Wellhöfer-Verlag Mannheim, ISBN 978-3-95428-138-1.

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Schlagworte: Erzählungen seiner Mutter über die damaligen Kriegszeiten erinnern an aktuelle KriegstreibereienManfred H. Scmitt: Ein ehemaligeer städtischer städtischer Beamter und seine Liebe zu Krimis ud Geschichte
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