Bis zum 24. September 2025 muss sich der Verurteilte in der JVA Frankenthal melden
Der Landauer „Plakatekleber“ muss seine Haft bis zum 24. September 2025 in der Justizvollzugsanstalt in Frankenthal antreten. Verurteilt wurde er zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und 10 Monaten ohne Bewährung. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Umgesetzt wird nunmehr das Urteil, nachdem dies der Rechtspfleger S. der Landauer Staatsanwaltschaft so entschieden und dem Verurteilten am 08.09.2025 mitgeteilt hat. Sollte sich der Landauer Plakatekleber nicht rechtszeitig in der JVA in Frankenthal einfinden, wurde ihm von dem Rechtspfleger angedroht, dass er dann einen Haftbefehl von ihm erhält. „Durch einen Antrag, dass die Vollstreckung unterbleiben oder aufgeschoben werden soll oder durch ein Gnadengesuch, wird die Vollstreckung nicht gehemmt“, teilt der Rechtspfleger weiter mit.
Seit mindestens 10 Jahren ist der Plakatekleber in Landau unterwegs. Seine rechtskräftige Verurteilung gab das rheinland-pfälzische Justizministerium am 12.08.2025 durch eine Pressemitteilung bekannt: https://justiz.rlp.de/aktuelles/detail/landgericht-landau-in-der-pfalz-urteil-gegen-sogenannten-plakatekleber-rechtskraeftig. Einige Medien hatten darüber berichtet, auch NACHRICHTEN REGIONAL das letzte Mal am 14.08.2025, siehe LINK https://nachrichten-regional.de/aufschub-der-verhaftung-fuer-den-landauer-plakatekleber-wegen-terminverschiebung
Inzwischen ist unsere Redakteurin von NR vom verurteilten Plakatekleber legitimiert, mit seinem saarländischen Rechtsanwalt den Kontakt aufzunehmen, der sich noch in Urlaub befindet, jedoch vor dem Haftantritt des Verurteilten wieder aus dem Urlaub zurück ist. Auf Wunsch des Beschuldigten wird unsere Redakteurin sich um seinen Fall kümmern und ihn auch in der JVA Frankenthal besuchen.
Die Redakteurin von NR setzt sich seit vielen Jahren für Inhaftierte, ob im Gefängnis oder in der Psychiatrie, ein, um über ihre Geschichte hinter „Gittern“ mehr zu erfahren oder um nach Möglichkeiten einer geordneten Unterbringung zu sorgen. Auch interessiert die Redaktion von NR, warum Betroffene überhaupt in Haft genommen wurdenAn einer entsprechenden Veranstaltung hatte unsere Redakteurin in Dresden teilgenommen, wo auch über Täter-Opfer-Ausgleich diskutiert wurde, https://nachrichten-regional.de/taeter-opfer-ausgleich-im-erwachsenenbereich-evaluationsstudie-der-uni-leipzig-liegt-vor. Ein Kontakt besteht seit dieser Zeit mit zwei Redaktionen von Gefängniszeitungen, u.a. DER RIEGEL https://www.hammerweg.eu/pages/projekte/der-riegel.php und dem LICHTBLICK https://www.deutschlandfunk.de/der-lichtblick-die-einzige-unzensierte-gefaengniszeitung-100.html. Nach einer Razzia im Berliner Gefängnis Tegel und einer Zwangspause drohte dem LICHTBLICK sogar das Aus. Seit 12.06.2023 ist die „Knastzeitung“ wieder zurück. Inzwischen wurde unsere Redaktion auch auf die Gefängniszeitung DIE BRÜCKE in Freiburg aufmerksam gemacht, worüber der SWR am 17.02.2022 berichtet hatte, und zwar über einen ehemaligen Inhaftierten, der nach seiner Entlassung Karriere gemacht und zwei „Bestseller“ veröffentlicht hatte, eine Geschichte, die man sich in der Mediathek des ARD unbedingt ansehen sollte, was man auch nach einer Inhaftierung karrieremäßig erreichen kann, https://www.ardmediathek.de/video/swr-retro-abendschau/gefaengniszeitung/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNzMyMDM.
Wie es mit dem Landauer Plakatekleber weitergeht werden wir im Auge behalten und unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten. Wer seine Geschichte loswerden möchte, kann sich direkt an die Redaktion unter redaktion@nachrichten-regional.de oder unter der Tel.Nr. 0170/2784 150 in Verbindung setzen.











