Kreisbeigeordneter Timo Jordan tritt aus der SPD aus

Ein Austritt mit „Geschmäckle“ – Rückzug auf Raten? – Steht GLOGGER für die Nachfolge schon in den Startlöchern?
Nach 18 Jahren SPD-Mitgliedschaft ist der Kreisbeigeordnete Timo Jordan aus der SPD ausgetreten. Doch das hat inzwischen ein „Geschmäckle“. Timo Jordan ist als Mitarbeiter der Stadt Lampertheim, u.a. damals zuständig für den Bereich „Controlling“ als Erster Kreisbeigeordneter nach Bad Dürkheim gewechselt. Zuvor hatte er bei der Landratswahl in Bad Dürkheim gegen den Amtsinhaber, Landrat Hans Ulrich Ihlenfeld, kandidiert. Auch wenn er diese Wahl nicht gewinnen kann, wusste er, das Amt des Kreisbeigeordneten zu diesem Zeitpunkt war ihm bereits sicher. Denn schon seit vielen Jahren besteht im Landkreis Bad Dürkheim eine Koalition zwischen CDU und SPD, die den Landrat und den Ersten Kreisbeigeordneten stellen.
Am 17.02.2021 berichtet die SPD Bad Dürkheim auf ihrer Homepage: „Der Kreistag des Landkreises Bad Dürkheim hat unseren Timo Jordan in der Sitzung am 17.02.2021 zum neuen Ersten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten gewählt. Wir freuen uns sehr, dass Timo in den kommenden 8 Jahren die Zukunft unseres Landkreises mitgestalten wird“. Trotz SPD-Bürgermeister in Lampertheim, ist Timo Jordan zum Landkreis Bad Dürkheim als neuer Amtsträger gewechselt. Timo Jordan hat in Mannheim Betriebswirtschaft studiert und wurde 2021 zum hauptamtlichen Ersten Beigeordneten des Landkreises Bad Dürkheim auf Vorschlag der SPD Bad Dürkheim gekürt. Er bekam 32 Ja- und zwölf Nein-Stimmen. Er folgte auf Claus Potje (SPD), dessen Amtszeit mit der Wahl Jordans endete. Jordan hatte am 1. Juli 2021 das Amt von Potje übernommen.
Aus gut unterrichteten Kreisen hat NACHRICHTEN REGIONAL erfahren dass das Verhältnis zwischen der SPD in Bad Dürkheim und dem SPD-Unterbezirk auch sehr angespannt sein soll? Mit Jordans Austritt aus der SPD, könnte auch sein Beigeordneten-Posten beim Landkreis in Gefahr geraten. Denn die Koalition im Landkreis heißt CDU und SPD, kein „Parteiloser“ hat eine Chance, diesen Posten nach der nächsten Wahl zu bekommen. Eine Chance, die vermutlich auch GLOGGER widdert. Die Amtszeit von Timo Jordan ist also begrenzt, läuft auch erst in drei Jahren ab. Ob er den Druck auf ihn bis zu seinem Amtsende durchhält, ist abzuwarten, denn GLOGGER stehe schon in den Startlöchern, war zu hören. Er ist im Juni 2023 – totz Amtsbonus – nicht mehr als Bürgermeister von Bad Dürkheim wiedergewähllt, sondern von der CDU-Mitbewerberin Natalie Bauernschmitt abgelöst worden. Eine Tatsache, die für einen Scheiternden sehr schwer hinzunehmen ist?
Bei seiner Verabschiedung als Bürgermeister sagte GLOGGER: „Ich glaube an ehrliche und transparente Politik und daran, dass wir gemeinsam mehr erreichen und es dafür nicht nötig ist, andere schlecht zu machen oder politische Spielchen zu spielen. So bin ich mir über die Jahre immer treu geblieben und gehe mit einem guten Gefühl, weil ich glaube, dass es gute acht Jahre waren. Für mich und für die Stadt Bad Dürkheim. Gemeinsam haben wir viel erreicht. Ich meine damit vor allem den Geist der Veränderung, den frischen Wind in der Verwaltung, das gute Miteinander in den Gremien, die ehrliche Beteiligung der Menschen in der Stadt – das Bekenntnis zu Klimaschutz und Artenvielfalt, zum sozialen Zusammenhalt und zu unserer Verantwortung dafür, dass alle Menschen in dieser Stadt gut leben. Es war mir eine Freude und Ehre, Euer Bürgermeister zu sein“.
Timo Jordan ist als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter zuständig für die Bereiche Jugend, Gesundheit und Soziales. Auch wenn sich GLOGGER mit dem Austritt von Timo Jordan aus der SPD eine große Chance erhofft, wird es sicherlich noch andere Interessenten für das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten bei der nächsten Wahl in drei Jahren geben. NR wurden auch schon einige Namen genannt. Zu hoffen ist allemal, dass sich Jordan nicht aus seinem Amt drängen lässt und die Zeit bis zu seinem Amtsende durchhalten wird?