Vorwürfe bei der Staatsanwaltschaft seit 2022 bekannt
Gegen Staatsanwalt Yashar G. wurde wegen Korruptionsverdacht ermittelt. Heute wird vor dem Landgericht Hannover verhandelt. Ihm wird zur Last gelegt, eine Drogenbande mit Ermittlungsinformationen versorgt zu haben – gegen Bezahlung. Acht Jahre und sechs Monate Haft forderten die Ermittler heute Vormittag laut NDR-Bericht vom 18.03.2026 in der Verhandlung für den angeklagten Yashar G. Im Plädoyer sei die Staatsanwaltschaft nochmals alle Taten durchgegangen. Nach einer Hausdurchsuchung des Landeskriminalamtes Niedersachsen und des Dienstzimmers des angeklagten Staatsanwaltes Yashar G. sitzt der Angeklagte seit dem 29.10.2024 in Untersuchungshaft. Die Beweismittel der Hausdurchsuchung wurden sichergestellt, berichtete der NDR weiter.
Eine entsprechende Erklärung wurde bereits von der Verteidigung des angeklagten Staatsanwalts verlesen. Darin habe Yashar G. neun der 14 Taten eingeräumt, die die Staatsanwaltschaft Osnabrück ihm vorwirft. Er gebe dabei auch zu, „pro Tat 2.500 Euro erhalten zu haben“. Zu weiteren Details habe er keine Angaben machen wollen. Noch zu Beginn des Prozesses hatte Yashar G. die Taten vollumfänglich bestritten. Konkret habe der Angeklagte unter anderem zugegeben, dass er eine Drogenbande vor einer Razzia gewarnt habe. Die Bande ist unter anderem für die Einfuhr von 16 Tonnen Kokain im Februar 2021 in den Hamburger Hafen verantwortlich. Der bis dato größte Drogenfund der europäischen Geschichte. Daraufhin konnten sich führende Köpfe ins Ausland absetzen und sind noch immer flüchtig. Brisant: Yashar G. war selbst Chefermittler in diesem Fall.
Wie der NDR am 14.01.2026 bereits berichtete, sei dies ein bundesweit einmaliger Fall: Hier zum Originalbericht: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/korrupter-staatsanwalt-plaedoyers-im-prozess-um-yashar-g,staatsanwalt-128.html












