RSF-Report macht Nahaufnahmen im Jahr 2026 – Norwegen wieder an der Spitze!
Die Delegitimierung journalistischer Arbeit wird von vielen Reporter*innen als große Bedrohung für den Journalismus in Deutschland wahrgenommen, wie die jetzt veröffentlichte Nahaufnahme 2026: RSF-Report zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland zeigt. Diese wird befeuert durch politische Akteure, digitale Hetze und neue publizistische Milieus, die mit Zuspitzung und Desinformation immer mehr Reichweite erzielen, so die neuesten Recherchen von Reporter ohne Grenzen. Besonders dramatisch werde dies, wo die zunehmende Polarisierung und ein rauer werdendes gesellschaftliches Klima zu Sicherheitsrisiken führen: Reporter ohne Grenzen (RSF) hat insgesamt 55 Angriffe auf Medienschaffende und Redaktionen dokumentiert und verifiziert. Im Vorjahr lag die Zahl bei 89. Besonders gefährlich sei erneut die Berichterstattung auf Demonstrationen sowie bei Recherchen und Filmaufnahmen in rechtsextremen Milieus gewesen. Vereinzelt seien auch Angriffe aus der linksextremen Szene gemeldet, so ROG weiter.
Laut Tagesschau vom 30.04.2026 sei die Pressefreiheit weltweit unter Druck – auch Deutschland. Deutschland ist in der Rangliste der Pressefreiheit weiter abgerutscht, von Platz 11 auf jetzt Platz 14. Erstmals schätzt die Organisation Reporter ohne Grenzen die Lage in mehr als der Hälfte aller untersuchten Länder als „schwierig“ oder „sehr ernst“ ein. Journalistinnen und Journalisten sehen sich laut Bericht zunehmend Bedrohungen im Netz und auf der Straße ausgesetzt. Spitzenreiter in der Ranglliste ist erneut Norwegen, das zum zehnten Mal in Folge den ersten Platz belegt. Dahinter folgen unter anderem die Niederlande und Estland. Am Ende der Rangliste stehen wie in den vergangenen Jahren Eritrea, Nordkorea und China. In Syrien verbesserte sich die Lage nach politischen Veränderungen am stärksten – das Land steigt von Rang 177 auf 141 -, während Niger den größten Absturz um 37 Plätze auf den 120. Rang verzeichnete.
Warum ist Norwegen wieder an der Spitze?
RSF sieht vor allem im rechtlichen Bereich deutliche Rückschritte. In vielen Staaten werde Journalismus zunehmend kriminalisiert, etwa durch Gesetze unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung oder nationalen Sicherheit. Gleichzeitig wirkten sich Kriege und Konflikte weiterhin massiv auf die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten aus. Die Rangliste vergleicht die Lage der Pressefreiheit in 180 Ländern und Territorien anhand mehrerer Kriterien, darunter Sicherheit, politisches Umfeld, rechtliche Rahmenbedingungen sowie wirtschaftliche und gesellschaftliche Faktoren. Sie wird jährlich von RSF veröffentlicht. Hier ein Bericht über die Pressefreiheit in Norwegen: https://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio-3241678.html










