20 | 09 | 2019
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Wie sauber ist die Luft im Norden?

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Die Ergebnisse der großen NDR-Messaktion liegen vor
 
Die Zuschauerinnen und Zuschauer des NDR haben im November 2018 im gesamten Sendegebiet die Luft gemessen, um herauszufinden: Wie sauber ist die Luft in Norddeutschland? Nun liegen die Ergebnisse der größten Luftmessaktion Norddeutschlands vor. Dabei ging es um die Stickstoff¬dioxid-Werte (NO2) – nicht von den gut 80 offiziellen Messstationen, sondern mit rund 1000 Luftmessröhrchen genau dort, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen wollten: vor ihrer Haustür, auf dem Schulweg oder an der Durchgangsstraße ihres Dorfes. Den niedrigsten Wert hat ein Zuschauer im schleswig-holsteinischen Tönning gemessen. Die höchste Belastung stellte ein Teilnehmer in Hamburg an den Landungsbrücken fest. 
 
Ergebnisse: 
 
Aufatmen können die Menschen in vielen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Denn hier waren die Stickstoffdioxid-Werte im Schnitt am niedrigsten. Den geringsten Einzelwert hat ein Zuschauer in Tönning in Schleswig-Holstein gemessen. Mit nur zwei Mikrogramm pro Kubikmeter lag der Stickstoffdioxidanteil hier weit entfernt von dem EU-Grenzwert von 40µg/m3.Der Zuschauer hat seiner Luftprobe an einer kleinen Straße in der Nähe des Eider-Sperrwerks genommen. 
 
Niedrige Werte (zwischen 0-20µg/m3) sind vor allem in den ländlichen Gebieten in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu finden. Erhöhte Werte (20-30µg/m3) traten auf dem Land fast ausschließlich an Bundesstraßen und Durchgangsstraßen auf. Hohe Werte (>30µg/m3) ergaben die Proben aus den Städten Osnabrück, Hannover, Bremen, Lübeck, Kiel, im Raum Hamburg und in der Nähe von Autobahnen. In Hamburg gab es etliche Grenzwertüberschreitungen (>40µg/m3). 
 
An den Hamburger Landungsbrücken ist die Luft besonders stark mit Stickstoffdioxid belastet. Hier wurden 149µg/m3 gemessen, mehr als dreimal so viel wie die EU erlaubt. Verantwortlich ist dafür vermutlich der rege Schiffsverkehr im Hamburger Hafen. Die Stadt Hamburg will deshalb auf verschiedenen Wegen die Emissionen im Hafen reduzieren.
 
Die Ergebnisse der Messaktion ergeben insgesamt ein ähnliches Bild wie die der offiziellen Messstationen des Umweltbundesamtes und der zuständigen Landesämter. Dabei fällt auf, dass die NO2-Werte im November 2018 in vielen Regionen und an vielen Stationen niedriger waren als die Jahresmittelwerte. Dies kann vor allem mit den Wetterbedingungen im November zu tun haben: Wind, Niederschlag und hohe Luftfeuchtigkeit senken die Abgaskonzentration in der Luft.
 
Schwerpunkttag: Alle Ergebnisse sind ab Montag, 25. Februar 2019 (6.00 Uhr) auf einer interaktiven Karte unter www.NDR.de/wasatmestdu zu sehen. Dort finden sich dann nicht nur sämtliche Messwerte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sondern auch die der offiziellen Messstationen. Per Postleitzahlsuche kann man herausfinden, wie die Werte in der näheren Umgebung ausgefallen sind.
 
Den ganzen Tag über wird in verschiedenen Sendungen des NDR im Fernsehen, im Radio und bei www.NDR.de über die Zuschaueraktion sowie über Hintergründe zum Thema Luftverschmutzung berichtet. Um 21.00 Uhr sendet das NDR Fernsehen ein „45Min spezial“ mit dem Titel „Was atmest du – wie sauber ist die Luft in Norddeutschland?“ und um 22.00 Uhr „45 Min: Dreckige Luft vom Traumschiff?“. Darin kommen führende Experten und Wissenschaftler zu Wort und ordnen die Ergebnisse wissenschaftlich ein.  
 
Hintergrund der Aktion
 
Der NDR wollte wissen: Wie gut oder schlecht ist die Luft in Norddeutschland? Dafür hatte die Redaktion der Doku-Reihe „45Min“ im Oktober 2018 zur größten norddeutschen Luftmessaktion aufgerufen. Das Interesse war überwältigend: Mehr als 5000 Norddeutsche wollten sich an der Aktion beteiligen, an rund 1000 von ihnen hat der NDR ein Messröhrchen (auch Passivsammler genannt) geschickt. An Hunderten von Orten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Röhrchen aufgehängt, die dann den ganzen November über Stickstoffdioxid in der Luft gemessen haben. Anfang Dezember wurden die Röhrchen dann an das Umweltlabor Passam in der Schweiz geschickt und ausgewertet. (red.)
 

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