27 | 06 | 2019
Hinweis
  • Fehlende Zugriffsrechte - Datei 'http:/www.nachrichten-regional.de/images/stories/Anzeigen/hautnah.jpg'

WERBE-LINKS:

Hier könnte Ihre
Werbung stehen!

Rufen Sie uns an und
sichern Sie sich
Frühbucherpreise!

06324-981504

Kirchen warnen vor Scientology

Bewertung:  / 97
SchwachSuper 
Schulklasse aus Baden-Württemberg diskutiert bei einer Informationsveranstaltung mit
 
von Karin Hurrle
 
Das Thema "Scientology" in unserer Gesellschaft erhitzt immer noch die Gemüter, insbesondere der Bürgerinnen und Bürger von Stuttgart, die im März dieses Jahres gegen das Ansiedeln von Scientology in der Heilbronner Straße in Stuttgart-Nord protestierten. Dennoch konnten sie nicht verhindern, dass das Scientology-Zentrum in der Stuttgarter Innenstadt im September 2018 eröffnet und von einem Kran das Scientology-Kreuz an der Haus-Fassade angebracht wurde. Die Stuttgarter Nachrichten berichteten am 09.09.2018 ausführlich darüber. Mitte Oktober 2018 fand dann eine Informationsveranstaltung im Gemeindehaus der Erlöskirche statt, zu der die evangelische und katholische Kirche eingeladen hatte, um hundert Zuhörer über die Deutschlandpräsenz von Scientology in Stuttgart zu informieren. Auch eine Schulklasse des St. Agnes Gymnasium beteiligte sich an dieser Diskussion. Viele Anwesenden würde die Frage laut Stuttgarter Nachrichten vom 20.10.2018 beschäftigen: Ist die Organisation bedrohlich oder nicht? Wie der katholische Stadtdekan Christian Hermes bei dieser Infoveranstaltung erläutert hat, halte er die Organisation gesellschaftlich nicht für gefährlich, "aber gefährlich für diejenigen, die in ihre Fänge geraten". 
 
In der Vergangenheit wurde immer wieder über Scientology-Strukturen in verschiedenen Medien aufgeklärt. Auch das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg hatte im November 2016 in einer Mitteilung bekannt gemacht, dass die Scientology-Organisation bereits seit 20 Jahren unter Beobachtung steht. In dieser Mitteilung heißt es weiter: "Die ergiebigsten Geldquellen weltweit sind Spendeneinkünfte und die Vermarktung von Publikationen, Seminaren und Lizenzen. In verschiedenen Ländern, wie Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westphalen verfügt Scientology über gefestigte Strukturen und eine größere Zahl von Mitgliedern. Etwa die Hälfte aller Scientologen in Deutschland lebt in Baden-Württemberg und im Freistaat Bayern". Über die Neueröffnung des Scientoloy-Zentrum berichtete auch NACHRICHTEN REGIONAL am 16.09.2018. In dem am 15.07.2014 ausgestrahlten Dokumentarfilm des BR Fernsehens "Die Spitzel von Scientology - Der Sektengeheimdienst" wird ebenfalls auf die Gefahren dieser Strukturen, wie z.B.  "Wozu braucht eine Glaubensgemeinschaft einen Geheimdienst?", aufmerksam gemacht. Dieser Frage gingen Frank Nordhausen und Markus Thöß in ihrer Dokumentation über das OSA nach, das "Office of Special Affairs", das für die Scientology-Organisation Informationen über Abweichler und Kritiker sammelte. Der Dokumentarfilm, für den die Autoren mehr als ein Jahr lang in Europa und den USA recherchiert haben, ist der weltweit erste ausführliche Film über den Geheimdienst der Scientology-Kirche, die in verschiedenen Ländern Europas als extremistische Sekte eingestuft wird.
 
In dem Verfassungsschutzbericht vom November 2016 steht weiter: "Nach Beginn der Beobachtung 1997 verhielt sich die SO-Frühung zunächst abwartend, weil sie wohl von einer nur vorübergehenden Tätigkeit des Verfassungsschutzes ausging. Danach begann die Organisation jedoch, Klage gegen die Beobachtung in Berlin und im Saarland zu erheben, wobei sie überaus taktisch vorging. So richtete sich die Klage in Berlin zunächst lediglich gegen den Einsatz sogenannter Vertrauenspersonen ("V-Leute"). Schließlich erhob die "Scientology Kirche Deutschland e.V." (SKD) Klage auf Einstellung der Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Das Verwaltungsgericht Köln wies die Klage mit Urteil vom 11. November 2004 ab (Az.: 20 K 1882/03); die SO legte dagegen Berufung ein. Am 12. Februar 2008 entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass die Beobachtung der SO durch das BfV rechtmäßig sei, und wied die Berufung der SO in vollem Umfang zurück. Zur Begründung wurde angefüht, dass sich in den zum Teil nicht allgemein zugänglichen SO-Richtlinien zahlreiche Belege dafür fänden, dass Scientology eine Gesellschaft anstrebe, in der zentrale Werte der Verfassung - Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Recht auf Gleichbehandlung - außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden sollen. Zudem stellte das Gericht fest, dass die verstärkten Expansionsaktivitäten der SO eine Gefahrenlage begründeten, die auch den Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel rechtfertige (Az.: 5 A 130/05). Diese Entscheidung ist rechtskräftig". (red.)
 
 
 
 
 
 

1. FC 08 Haßloch

partnerdervereine.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen OK- Einverstanden