23 | 09 | 2018

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BUCHTIPP: "Kirche öffne Dich" - Autor Harald Glööckler

Bewertung:  / 16
SchwachSuper 

"Prince of POMPÖÖS" erzählt seine Lebensgeschichte

von Karin Hurrle

Harald Glööckler hat in seinem Buch "Kirche öffne Dich" nicht nur über seine Kindheit erzählt. Er war heute im Sender des SWR 1 Rheinland-Pfalz, hat dort auch über seine Einstellung zu Gott und der Kirche berichtet.  Harald Glööckler gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten Deutschlands: Kaum ein anderer ist so bekannt für Glamour und spektakuläre Auftritte wie der "Prince of POMPÖÖS". Er ist aber auch eine Person der über Dinge berichtete, die man hinter seiner Fassade nicht vermutet hätte. Er erzählt, dass sein Vater dem Alkohol verfallen war, er seine Mutter oft blutend sah, weil sein Vater sie geschlagen habe. Das habe seine Kindheit sehr geprägt. Wie so viele habe Harald Glööckler als Kind an Gott geglaubt - doch ein unsensibler Pfarrer schreckte ihn ebenso davon ab, diesen Gott in der Kirche zu suchen, wie so mancher Kirchgänger, der Wasser predigte und Wein trank. Und so suchte er sich seinen ganz eigenen Weg zum Glauben. Mit seinem Buch "Kirche öffne Dich" spricht er all die Tabus an, die von der Kirche gerne und absichtlich verschwiegen werden. Mit seinem Buch appelliert er aber auch an alle Kirchenvertreter, endlich ein offenes Ohr zu haben. Er sagt: "Wir brauchen eine Kirche, die uns auffängt, wenn wir stürzen, die uns hält, wenn wir stolpern, die uns wärmt, wenn wir an der Kälte der Welt frieren, die uns zu essen gibt, wenn wir hungern, und die uns umarmt, wenn wir versagt haben". Hier ein Auszug aus seiner Lektüre:

Kapitel 1:
Nein zur Kirche, ja zu Gott!


Ich bin in einem beschaulichen Ort in Baden-Württemberg mit damals etwa 1000 Einwohnern aufgewachsen. Sowohl mein Elternhaus als auch das Haus der Großeltern väterlicherseits lagen direkt neben der zauberhaften Kirche, also circa zehn Meter entfernt. Diese ehrwürdige Kirche stand mitten im Dorf, sie wurde vor rund 1000 Jahren erbaut, für Nonnen und Mönche, die ein Leben des Gebets, der Lesung und der Arbeit führen wollten. Die Kirche war schlicht; klein, aber fein. Es war keine der opulenten, reich geschmückten Barockkirchen, wie man sie im katholischen Bayern kennt. Sie war puristisch, aber schön.

Ich verbrachte fast jeden Sonntag dort. Es gab einen Kindergottesdienst, an welchem ich immer teilnahm, nicht zuletzt um unserem Haus zu entfliehen, denn mein Zuhause war leider nicht so idyllisch. Mein Vater hatte ein Alkoholproblem, war gewalttätig. Nicht mir, aber meiner Mutter gegenüber. Seine Gewalttätigkeit ging so weit, dass meine Mutter eines Tages nicht mehr aus dem Krankenhaus nach Hause kam.

Ich wurde im lutherischen Glauben erzogen. Allerdings hatte mich niemand danach gefragt, ob ich lutherisch, katholisch oder gar nicht getauft werden wollte. Da ich schon als Kind sehr freidenkerisch und selbstbewusst war, machte ich mir so meine Gedanken, ob die Zugehörigkeit zum evangelischen Glauben am Ende genauso ein Fehlgriff war wie die „Inkarnation“ in meine Familie, in welcher ich mich als Fremder unter Fremden fühlte. In diese Familie passte ich meiner Meinung nach genauso gut wie ein Lamm in ein Wolfsrudel. Also gar nicht.

Doch zurück zur Kirche meiner Kindheit, in der ich auch getauft wurde. Ich muss zugeben, dass mir die Notwendigkeit der Taufe ganz grundsätzlich nicht so recht einleuchtet. Sowohl unser Körper als auch unser Geist sind eine Sensation! Beides sind ausgefeilte Instrumente, die in Perfektion arbeiten und nur von einem allerhöchsten Geist ausgedacht sein können. Ich frage mich: Wieso sollte jemand wie Gott, der in der Lage ist, Unikate in derartiger Präzision zu kreieren, sich im Nachgang einer Institution wie der Kirche bedienen müssen, um sein Werk danach noch segnen zu lassen? Man sollte doch denken, dass ein solcher Schöpfer diesen Akt auch selbsttätig durchführen könnte. Deshalb erscheint es mir eher so, dass die Kirche clever auf den Zug aufgesprungen ist, um Menschen glauben zu machen, es sei eine Notwendigkeit, durch sie, da sie selbst göttlich und quasi der verlängerte Arm Gottes sei, dessen Werk zu vollenden, Handlungen wie die nicht zuletzt um unserem Haus zu entfliehen, denn mein Zuhause war leider nicht so idyllisch. Mein Vater hatte ein Alkoholproblem, war gewalttätig. Nicht mir, aber meiner Mutter gegenüber. Seine Gewalttätigkeit ging so weit, dass meine Mutter eines Tages nicht mehr aus dem Krankenhaus nach Hause kam.

Ich wurde im lutherischen Glauben erzogen. Allerdings hatte mich niemand danach gefragt, ob ich lutherisch, katholisch oder gar nicht getauft werden wollte. Da ich schon als Kind sehr freidenkerisch und selbstbewusst war, machte ich mir so meine Gedanken, ob die Zugehörigkeit zum evangelischen Glauben am Ende genauso ein Fehlgriff war wie die „Inkarnation“ in meine Familie, in welcher ich mich als Fremder unter Fremden fühlte. In diese Familie passte ich meiner Meinung nach genauso gut wie ein Lamm in ein Wolfsrudel. Also gar nicht.

Doch zurück zur Kirche meiner Kindheit, in der ich auch getauft wurde. Ich muss zugeben, dass mir die Notwendigkeit der Taufe ganz grundsätzlich nicht so recht einleuchtet. Sowohl unser Körper als auch unser Geist sind eine Sensation! Beides sind ausgefeilte Instrumente, die in Perfektion arbeiten und nur von einem allerhöchsten Geist ausgedacht sein können. Ich frage mich: Wieso sollte jemand wie Gott, der in der Lage ist, Unikate in derartiger Präzision zu kreieren, sich im Nachgang einer Institution wie der Kirche bedienen müssen, um sein Werk danach noch segnen zu lassen? Man sollte doch denken, dass ein solcher Schöpfer diesen Akt auch selbsttätig durchführen könnte. Deshalb erscheint es mir eher so, dass die Kirche clever auf den Zug aufgesprungen ist, um Menschen glauben zu machen, es sei eine Notwendigkeit, durch sie, da sie selbst göttlich und quasi der verlängerte Arm Gottes sei, dessen Werk zu vollenden, Handlungen wie die Taufe in seinem Namen durchzuführen.

Produktdetails: Verlag: Adeo, Artikelnr. des Verlages: .835213, 835213, Seitenzahl: 205, Erscheinungstermin: 27. August 2018, Deutsch, ISBN-13: 9783863342135, ISBN-10: 3863342135, Artikelnr.: 52496715, PREIS: 22,50 Euro.

 

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