16 | 09 | 2019
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TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt gewinnen Basketball-Krimi bei Travel & Dream Jahn München in der Overtime 89:90

Bewertung:  / 7
SchwachSuper 

DBBL : Hitchcock stand Pate im letzten Saisonspiel

Mit den letzten verbliebenen acht einsatzfähigen Spielerinnen, zwei Unterstützerinnen und einem Coach reisten die TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt zum letzten Spiel der Saison nach München zu  den Damen der Travel & Dream Jahn München. Es war das berüchtigte Spiel um die goldene Ananas, da es für beide Teams um nichts mehr ging, dennoch wollten sich beide Teams mit einer guten Partie in die Sommerpause verabschieden.  Die Gastgeberinnen, die zu einer großen Saisonabschlussparty geladen hatten und von 200 Fans frenetisch angefeurt wurden,  fanden den besseren Start, während die TOWERS anfangs keinen Zugriff auf das Spiel fanden. Den 13:0-Lauf beendete TOWERS-Coach Harald Roth mit einer frühen Auszeit.

Erst danach lief es besser und endlich konnten sich auch die TOWERS mit Punkten auf der Anzeigetafel zeigen. In der Folge konnten die TOWERS den Rückstand verkürzen und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Es war die Zeit der beiden Center  Martina Kraus und Philippa Faul, die immer wieder gut in Szene gesetzt wurden und zu leichten Punkten kamen. So schmolz der Rückstand allmählich und beim mit 26:21 für München ging es in die Viertelpause.

Im zweiten Viertel verteidigten beide Mannschaften nun konsequenter,  jeder Korb musste sehr hart erarbeitet werden. Die Gastgeberinnen, angeführt von einer sehr treffsicheren Magdalena von Geyr, konnten sich jedoch mehr freie Würfe erarbeiten, welche sie auch hochprozentig verwandelten. Auf Seite der TOWERS sorgte nun Michèle Weynandt mit einem erfolgreichen Dreier für Aufbruchstimmung. Dass der  Rückstand nicht noch weiter verringert wurde war  einer Durstphase von vier Minuten geschuldet, in denen den TOWERS kein einziger Korb glückte, so dass Jahn völlig verdient mit einer 43:34 Führung in die Umkleide ging.

In der Halbzeitpause wurde nun die Spielweise der Münchnerinnen analysiert, seziert und neue Pläne vorgegeben. Diese sollten die TOWERS auch später hervorragend umsetzen. Auf die gegnerischen Scorerinnen wie gegen die druckvollen Verteidigungsvarianten der Gastgeberinnen besser eingestellt,  schafften es die TOWERS den Ausgleich zu erzielen. Mit immensem Kraftaufwand und vielen Fastbreaks kreierten sie viele Überzahlsituationen und erzielten einfache Körbe. Desweiteren sorgte eine sehr guten Ballbewegung im Halbfeld-Setplay für viele freie Dreipunktewürfe, die nun  hochprozentig verwandelt wurden. Sechs Dreier im dritten Viertel (Fischbein 4, Weynandt 1, Lüpertz 1) stellten den 60:60 Ausgleich zu Viertelende dar.

Im letzen Durchgang bauten die TOWERS ihren Run sogar weiter aus und führten zwischenzeitlich mit 62:69. Kurz sah es danach aus, als habe man es geschafft, den Jahnlerinnen den Zahn zu ziehen.

Leider folgte die Ernüchterung schnell: angefeuert von ihren Fans und einer schwer bis gar nicht zu stoppenden Jezabel Ohanion holten die Gasteberinnen den Rückstand wieder auf und gingen ihrerseits wieder mit 75:70 (39. Min) in Führung. Die TOWERS versäumten es in dieser Phase ihre Freiwurfe zu verwandeln und es sah so aus, als wäre die Partie verloren. Ein And-One von Towers Kapitänin Uta Gelbke verkürzte noch einmal auf 75:73. Im Gegenzug punktete München jedoch wieder. Zwei Punkte von Pippa Faul und wieder nur noch zwei Zähler Rückstand bei noch 23 Sekunden zu spielen und Ballbesitz München.

Spielfilm:
In der Auszeit beschließen die TOWERS nicht zu faulen und probieren einen "Defensetrick", der tatsächlich gelingt! Ballbesitz TOWERS -  Foul München, Kathryn Verboom geht an die Linie und trifft leider nur einen Versuch zum 77:76. Noch etwas mehr als 10 Sekunden auf der Uhr und erneut Ballbesitz der Gastgeberinnen. Schnell foulen diesmal die TOWERS und schicken Nicole Schmidt an die Linie. Sie trifft nur den ersten und verwirft den Zweiten, die TOWERS holen den Rebound und rennen ein letztes Mal nach vorne auf dem Korb der Heimmannschaft: Grace Fischbein steckt auf Martina Kraus durch, die den Ball 2 Sekunden vor Spielende im Münchener Korb versenkt. Ein letzter Distanzwurf, der sein Ziel verfehlt bedeutet 78:78 und somit Verlängerung.

Durchatmen und weiter geht’s! Wieder erwischen die Münchnerinnen  den besseren Start: zwei schnelle Dreier und zwei verwandelte Freiwürfe sorgen für das 86:78. Für die TOWERS heißt es: Ruhe bewahren! Erneut wird die Verteidigung auf  umgestellt und erneut funktioniert es. Der Münchner Offensivdrang kommt zum erlahmen und die TOWERS punkten und treffen nun auch wieder sicher von der Linie, der Rückstand schmilzt auf 86:82 (43. Min). Die Jahnlerinnen bekommen nun wichtige Pfiffe, zeigen aber an der Linie Nerven und treffen nur zwei von vier Versuche zum 88:82 (44. Min). Verboom zieht zum Korb und trifft bei noch vier Zählern Rückstand – Turnover und  erneut TOWERS in Ballbesitz, Gelbke wird gefoult und trifft einen von zwei. Nun spielen die TOWERS spielen „Stopp the Clock“ und schicken Ohanion an die Linie, die ebenfalls nur einen trifft (89:85). Kraus wird unter dem Korb angespielt, wird dabei gefoult und verwandelt beide sicher bei nur noch 9 Sekunden auf der Uhr (89:87). Foul an Vera Huerter, diese zeigt 7 Sekunden vor der Schlussirene Nerven und verwirft beide. Den lebenswichtigen Rebound fangen die TOWERS! Noch 5 Sekunden: Schneller Ballvortrag, Pass zu Verboom unter den Korb, kurze Täuschung und Drehung zum Korb, drei Verteidigerinnen stehen um sie herum und versuchen sie am Korbwurf zu hindern, die Zeit läuft, sie wirft, Foul, der Ball ist unterwegs, das Signal ertönt und der Ball fliegt ein letztes Mal durch die Reuse! Ein letztes Mal? Kurzes Zögern, was haben die Schiedsrichter entschieden?
Beide Unparteiische beraten sich kurz und geben schließlich  den Korb (89:89), entscheiden zurecht auf Foul und so erhält Kathryn Verboom den verdienten Bonusfreiwurf.

Alle Zuschauer begeben hinter den Korb und versuchen sie lautstark zu verunsichern.  Kalt wie eine Hundeschnautze versenkt Verboom den Freiwurf bei Höllenlärm in der Halle zum Towerssieg! Alle TOWERS rennen auf das Spielfeld und feiern Kathryn Verboom, den Sieg, sich und einen versöhnlichen Abschluß! Dass ausgerechnet die im letzten Spiel der Vorsaison schwer verletzte Kanadierin nach unglaublich schnellem Comeback den letzten Punkt der TOWERS erzielte, bleibt eine der Geschichten, die eben nur der Basketball schreibt, oder eben Alfred Hitchcock, der an Drehbuch der Partie seine helle Freude gehabt hätte.

Ein großes Dankeschön sprechen die TOWERS und ihre Verantwortlichen den Münchnerinnen aus, die fair zu einem Sieg gratulierten, den am Samstag sicherlich beide Teams gleichermaßen verdient gehabt hätten. Besonders schöne Szenen spielten sich im Anschluss ab, als beide Mannschaften in der Halle die Fans mit einer gemeinsamen Tanzeinlage erfreuten. Die Einladung zur Saisonabschlussparty nahmen Harald Roth und seine Schützlinge gerne an!

Die TOWERS verabschieden sich nach einer durchwachsenen und leider von Verletzungen gezeichneten Saison und bedanken sich ganz herzlich bei all ihren Helferinnen und Helfern, ihren Sponsoren und natürlich ihren Fans!  Vielen Dank für Eure Unterstützung und bis hoffentlich zahlreich zur nächsten Saison, so das Trainerteam!

Für die TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt spielten:
Philippa Faul (12 Punkte / 5 Rebounds), Grace Fishbein (17 / 3), Uta Gelbke (14 / 10),  Anja Jalalpoor (4 / 7), Martina Kraus (17 / 10), Regine Lüpertz (3 / ),  Kathryn Verboom (12 / 4) und Michèle Weynandt (11 / 2) (red.)
 

1. FC 08 Haßloch

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