21 | 08 | 2018

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Großer „Bahnhof“ beim FDP-Spargelessen in Dudenhofen

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Hoher Besuch aus Berlin – Alexander Graf Lambsdorff  kritisiert Bundespolitik

von Karin Hurrle

Zum traditionellen Spargelessen hatte die FDP vergangenen Sonntag in das Turnerheim in Dudenhofen eingeladen. Zu Gast waren außer vielen ehemaligen Politikern auch der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, der  rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin, Rainer Brüderle, Wirtschaftsminister a.D. von Rheinland-Pfalz und Landrat a.D. des Rhein-Pfalz-Kreises, Werner Schröter, um nur einige zu nennen. Prominentester Gastredner war Alexander Graf Lambsdorff, der die derzeitige Europa-und Bundespolitik von Berlin kritisierte. In seiner Begrüßung ging der Vorsitzende des FDP-Verbandsgemeindeverbandes von Römerberg-Dudenhofen, Dr. Hartmut Lardon, nochmals auf die zurückliegende Bundestagswahl ein. Das Ergebnis sei genau so ausgegangen, wie sich die FDP dies gewünscht habe. Zufrieden sei man daher über die politische Entwicklung der FDP. Nun heiße es, mit voller Kraft in den Kommunalwahlkampf zu gehen. Mit Fotogalerie!

Seit 40 Jahren finde dieses FDP-Spargelessen in Dudenhofen statt, berichtete der ehemalige FDP-Europaabgeordnete Jürgen Creutzmann, der daran erinnerte, wer seit dieser Zeit schon alles zu Gast in Dudenhofen war. Seine Liste an Prominenten war groß, die von Guido Westerwelle, über Hans-Dietrich Genscher bis hin zu Christian Lindner reichte. Besonders erfreut äußerte er sich auch über den heutigen Gast Alexander Graf Lambsdorff, der den weiten Weg nach Dudenhofen nicht gescheut habe. Creutzmann lobte die gute Zusammenarbeit mit ihm zur Zeit seiner Tätigkeit im EU-Parlament, die immer konstruktiv und zielorientiert gewesen sei. Sein Grußwort galt auch allen rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten, insbesondere dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, dem auch das gute Wahlergebnis der FDP in Rheinland-Pfalz zu verdanken sei.

Alexander Graf Lambsdorff spannte in seiner Begrüßungsrede den politischen Bogen von Berlin nach Europa. „In absehbarer Zeit werden wir einen Fachkräftemangel haben, daher muss die Zuwanderung organisiert werden“, kritisierte er die derzeitige chaotische Vorgehensweise der GroKo in Berlin.  Mit der FDP werde es auch keine nationale Ausgrenzung geben, denn Europa müsse eng zusammenarbeiten. Er lobte in diesem Zusammenhang den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron, der für einen starken Zusammenhalt in Europa kämpfe. „Wir sind mit einer starken Mannschaft bei der Bundestagswahl angetreten“, betonte Lambsdorff und so müsse die FDP auch in den nächsten Kommunalwahlkampf gehen. Er kritisierte den ständigen Streit in Berlin innerhalb der GroKo, der die politische Arbeit lähme. Kaum sei der Koalitionsvertrag unterzeichnet gewesen, schon habe man sich über noch zu installierende Ministerien gestritten. Deshalb gehe in Berlin nichts voran. Lambsdorff erinnerte auch daran, wie wichtig die Digitalisierung für Europa sei. Die diesbezüglichen Forderungen der FDP seien mit den großen Parteien nicht möglich gewesen. Als vorbildlichstes Beispiel nannte er das Land Estland, das seit Jahren von Liberalen regiert werde. Skype sei zum Beispiel eine Erfindung von Estland. In der Bamf-Affäre fordere die FPD einen Untersuchungsausschuss. Er verstehe daher nicht die ablehnende Haltung der GRÜNEN, die er als „Flankenschutz“ der Kanzlerin sehe. „Wir müssen den Verschwörungstheoretikern den Boden unter den Füßen wegziehen und für mehr Transparenz sorgen“, schloss er seine Rede und riet der örtlichen FDP, die Wirtschaft voranzutreiben und zu stärken.

Auch Volker Wissing schloss sich der Rede seines Vorredners an und betonte noch einmal ausdrücklich, wie wichtig gerade Handwerksbetriebe für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Lande sind. Auch müsste man nicht ständig behaupten, dass Deutschland finanziell „angezapft“ werde. Deutschland sei nicht nur Mitgliedsstaat von Europa, sondern auch in einer globalisierten Welt, das auch regional zusammenarbeiten müsse. Er lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit innerhalb der Koalition von Rheinland-Pfalz. „Wir haben uns entschieden, im Gegensatz zu Berlin, nicht zu streiten, sondern lösungsorientiert zu arbeiten“, betonte Wissing. Die Arbeit mache die FDP mit großer Geschlossenheit, und dies Schritt für Schritt. „Wir sind auch zuversichtlich, dass die FDP ein viel besseres Ergebnis als 2014 einfahren wird“.  Er berichtete über die großen Erfolge im Straßenbau. Eine halbe Milliarde Euro sei im vergangenen Jahr in Straßen von Rheinland-Pfalz investiert worden. Die FDP strebe ebenfalls an, die Wasserstraße Rhein, auszubauen und  die Infrastruktur dafür zu schaffen. Die BASF sei deshalb so erfolgreich, weil diese Verbindung zu Rotterdam eine Lebensader für die Industrie darstelle. Werde eine solche Infrastruktur nicht in Ordnung gebracht, werde man als Land schnell abgehängt. Mit der FDP seien im Jahre 2017 20.000 neue Arbeitsplätze entstanden, lobte Wissing.  Einen Dank richtete der Wirtschaftsminister an dieser Stelle an Daimler Benz, die ihre Forschung von Mercedes-Benz-Lastwagen nach Wörth verlegen werden. Dies werde weitere 100 Arbeitsplätze am Südpfälzer Standort schaffen. Ein besonderes Augenmerk lege die FDP auch auf die Bildungspolitik, sei daher auch Förderer von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Seine Rede wurde am Ende mit viel Beifall belohnt.

Danach ging es in den gemütlichen und eigentlichen Teil des Treffens, nämlich zum kulinarischen Spargelessen. Einen großen Dank richtete Hartmut Lardon an die Familie Münzer und ihre Mitstreiter, die bestens für das leibliche Wohl gesorgt hatten.
 

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