Der „Fall Kuwalewsky“ wird wegen Kindesentzug neu verhandelt

Bewertung:  / 77
SchwachSuper 
Kategorie: NEUSTADT/WSTR.
Veröffentlicht am Freitag, 15. Mai 2020 01:07
Wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft Frankenthal falsch ermittelt? - Und mit Christian W. der "Falsche" wegen Kindesentzug angeklagt und verurteilt?
 
Von Karin Hurrle
 
Von verschiedenen Anzeigenerstattern hat unsere Redaktion vor einigen Tagen erfahren, dass die ehemalige Polizistin Andrea Kuwalewsky wegen Kindesentzug angezeigt wurde und dieses Strafverfahren im Juni vor dem Amtsgericht Neustadt verhandelt wird. Um keinen FakeNews aufzusitzen hatte NACHRICHTEN REGIONAL, die über den Fall Kuwalewsky schon seit 2014 in regelmäßigen Abständen berichtete, eine diesbezügliche Presseanfrage an das Amtsgericht Neustadt gerichtet, um den Wahrheitsgehalt dieses Hinweises zu erfragen. Vom Pressesprecher, Matthias Frey, wurde unserer Redakteurin folgendes bestätigt: „Beim Amtsgericht Neustadt finden in dem von Ihnen angesprochenen Verfahren nach dem derzeitigen Stand der Dinge, mündliche Verhandlungen am 18.6., 25.06. und 02.07.2020 jeweils ab 9 Uhr im Sitzungssaal 10 des Amtsgerichtes Neustadt statt. Der derzeitige Referatsrichter ist Richter AMATO. Weitere Angaben kann ich aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen nicht machen. Änderungen sind jederzeit möglich“. Was ist also passiert, dass die ehemalige Polizistin wegen Kindesentzug angeklagt wird? Hinweisen zufolge soll es sich nicht nur um ihren Sohn Max handeln , der damals von Christian W. versteckt worden sein soll, damit er nicht mehr in das Silzer Heim zurückmuss. Es soll auch um Kinderhandel gehen, in den Andrea Kuwalewsky verwickelt sein soll. Christian W., der wegen Kindesentzug ihres Sohnes Max von der Frankenthaler Staatsanwaltschaft angeklagt und zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, wurde unterstellt, er habe Kenntnis davon gehabt, dass Max in diesem Heim sexuell missbraucht und misshandelt worden sein soll. Wurde damals etwa gegen den „Falschen“ ermittelt? Und wurde dem „Falschen“ eine unberechtigte Straftat angehängt? Zumindest behaupten das Insider, die auch der Meinung sind, dass nun die „Richtige“ und zwar Andrea Kuwalewsky wegen dieses Kindesentzugs angeklagt werden muss. Christian W., der mittlerweile an einem Herzinfarkt im Neustadter Krankenhaus „Hetzelstift“ verstorben ist, wurde wegen dieses Kindesentzugs von Rechtsanwalt Michael Langhans vertreten, angeklagt wurde er von Staatsanwalt Torsten Lenz, der eine hohe Geldstrafe u.a. wegen der Suchaktion von Polizei und Feuerwehr seinerzeit forderte, die er allerdings nicht selbst, sondern Andrea Kuwalewsky für ihn zahlte. Christian W. hatte sich auch kurz vor seinem Tode noch mit NACHRICHTEN REGIONAL getroffen, um unserer Redaktion einige Unterlagen zu übergeben und weitere Hinweise zu liefern. Weil es ihm bei unserem Treffen bereits gesundheitlich nicht sehr gut ging, suchte er danach seinen Arzt auf. In ganz engem Kontakt stand er zu diesem Zeitpunkt auch mit Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker, der am 03.11.2017 bei einen Autounfall tödlich verunglückte.
 
Der „Fall Kuwalewsky“ ging bereits 2013 durch alle Medien, außer SWR, RTL und RNF hatte auch NACHRICHTEN REGIONAL mehrmals darüber berichtet, nachdem Andrea Kuwalewsky als ehemalige Polizistin wegen der Inobhutnahme ihrer vier Kinder an die Öffentlichkeit ging. Die Inobhutnahme ihrer Kinder wurde seinerzeit von Amtswegen über das Jugendamt Bad Dürkheim eingeleitet. Vorausgegangen ist eine Auseinandersetzung mit einer Gutachterin sowie der Neustadter Rechtsanwältin Monika M, die Kuwalewsky dafür verantwortlich macht, dass sie in der Psychiatrie gelandet ist. Dort hat sie auch Christian W., den angeblichen Lebensretter ihres Sohnes Max kennengelernt. Umfangreiche Unterlagen über diesen Sachverhalt und die Streitigkeiten liegen unserer Redaktion vor. Nur durch ein Gegengutachten konnte damals erreicht werden, dass sie ihre Kinder wiederbekam und aus der Psychiatrie entlassen wurde. Seit dieser Zeit kämpft die ehemalige Polizistin nicht nur in eigener Sache gegen Ungerechtigkeiten der Jugendämter, sondern sie kämpft auch gegen Ungerechtigkeiten der Justiz. Der wirft sie nämlich vor, dass die Misshandlungen ihrer Kinder im Kinderheim Silz immer wieder vertuscht wurden. Um auf solche und andere Justiz-Skandale aufmerksam zu machen, fand im Mai 2015 eine DEMO auf dem Münchner Marienplatz statt, wo außer dem Psychiatrie-Opfer Gustl Mollath auch Norbert Blüm und die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Gastredner waren. Andrea Kuwalewsky engagierte sich zu diesem Zeitpunkt auch bereits für andere Betroffene, denen das Jugendamt ihre Kinder weggenommen hatte, so auch für eine alleinerziehende Mutter, die von ihrem in Elmstein lebenden Ehemann ins Frauenhaus in der Nähe von Augsburg flüchten konnte. Auf diesem Weg nach Gerechtigkeit hat die suspendierte Polizistin viele Rechtsanwälte zerschlissen, der letzte, der sie wegen ihrer Kinder vertreten hatte, war Michael Langhans, der vor längerer Zeit seine Zulassung an die Rechtsanwaltskammer München abgegeben hat und mit ihr in Lambrecht zusammengezogen ist. Laut Informanten soll Langhans inzwischen in Nordrhein-Westphalen leben, auch weiterhin nicht mehr als Rechtsanwalt tätig sein. Ein weiterer Anwalt der sich wegen der Inobhutnahme ihrer Kinder und mit ihrem Gutachten befasst hatte, war Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker, der am 03.11.2017 durch einen Autounfall ums Leben kam. Informationen zufolge soll die Kripo Neustadt nun gegen die ehemalige Polizistin im Auftrag der Frankenthaler Staatsanwaltschaft ermittelt haben. Wer Ankläger in diesem Strafverfahren ist, konnte NR bisher nicht erfahren. Der Name des ermittelnden Neustadter Kripobeamten ist NR allerdings bekannt, der wegen des laufenden Strafverfahrens derzeit nicht genannt werden soll. Nur so viel: Es sollen viele Zeugen in diesem neuen Strafverfahren aussagen.
 
Von weiteren Informanten hat unsere Redaktion inzwischen erfahren, dass es in diesem Strafverfahren gegen Andrea Kuwalewsky nicht nur um Kindesentzug gehen soll, vielmehr werde ihr auch Kinderhandel vorgeworfen, den sie und weitere Aktivisten allerdings den Jugendämtern unterstellen. Von Hinweisgebern wurde NR auch darüber informiert, dass die Spuren von Rheinland-Pfalz über Bayern, Baden Württemberg nach Schleswig-Holstein bis hin nach Sachsen führen. Es wurde unsere Redaktion in diesem Zusammenhang auf den Fall Frank Engelen und den Verein Lichtblick in Chemnitz aufmerksam gemacht. NR berichtete am 27.04.2020 darüber, weil dort rätselhafte Dinge immer wieder passieren. Andrea Kuwalewsky soll inzwischen als „Turboquerulantin“ in Facebook unterwegs sein, wo Kontakte mit  Reichsbürgern eine Rolle spielen sollen. Vertraulichen Hinweisen zufolge soll den Kindesentzug von Max Kuwalewsky damals Christian W. auf sich genommen haben, damit sich seine Mutter als Polizistin nicht strafbar macht. Staatsanwalt Torsten Lenz war dann derjenige, der Christian W. anstatt Andrea Kuwalewsky angeklagt hatte und sie deshalb auch straffrei blieb. Weiter hat unsere Redaktion erfahren, dass ein Deal zwischen Polizei und dem sachbearbeitenden Staatsanwalt ausgehandelt worden sei, weil ihm von Andrea Kuwalewsky in einem anderen Strafverfahren ein sexuelles Verhältnis mit einer Richterin des Amtsgerichts Neustadt vorgeworfen worden sei. Dieser Richterin hatte die ehemalige Polizistin auch Korruption vorgeworfen, weil sie sich von ihr während ihrer Dienstzeit ein Pferd habe schenken lassen. Das war dann auch der Grund, weshalb ihr damaliger Rechtsanwalt Michael Langhans mit folgender Presseerklärung vom 17.11.2015 an die Öffentlichkeit ging: 
 
„Minister Lewentz lasse gegen seine Mandantin und Heldin der Sorgerechtsbewegung ermitteln. Zwingendes Verfahrensrecht werde hierbei vorsätzlich und hartnäckig verletzt. Am 14.11.2015 kam auf Vox die Dokumentation „In den Fängen der Justiz“, in der seine Mandantin Andrea Kuwalewsky Fehler des Systems aufzeigen konnte. Als Reaktion auf dieses objektive und durch Beweise dokumentierten Sendetermins lässt Minister des Innern Roger Lewentz nunmehr gegen Andrea Kuwalewsky, eine Heldin der Sorgerechtsbewegungen intern ermitteln. Dies könnte darin begründet sein, dass ggfls. verwandtschaftliche Beziehungen zwischen der kritisierten Nichtgutachterin und der Polizei bestehen könnten“. Weiter heißt es in der Presseerklärung von RA Langhans, „die notwendigen Informationen, die das Landesdisziplinargesetz vorsieht, würden hierbei vorsätzlich vorenthalten, zwingendes Verfahrensrecht werde willkürlich zugunsten einer Mobbingkampagne vernachlässigt, Akteneinsicht verwehrt. Es werde sogar wissentlich gegen den Sozialdatenschutz missbrauchter Kinder und deren Mutter verstoßen. Was daran verwerflich sein soll? Die Mutter eines sexuell missbrauchten Kindes zu unterstützen, weiß wohl Minister Lewentz nicht. Das Ministerium und seine willfähigen Helfershelfer scheinen sich insoweit keiner Schuld bewusst zu sein. Er habe daher heute alle strafrechtlichen und disziplinarischen Maßnahmen eingeleitet, auch gegen Minister Lewentz persönlich. Sein Dank gilt all den internen, aufrechten Beamten, die uns mit ausreichenden Informationen versorgen, um ansatzweise Rechtsstaatlichkeit zu garantieren – was Minister Lewentz und Herr Ebling als Polizeipräsident offenkundig zu garantieren nicht in der Lage und nicht willens sind“. NR hatte am 19.11.2015 darüber berichtet. 
 
In diesem Sorgerechtsstreit hatte Rechtsanwalt Langhans für seine Mandantin später auch eine Schadenersatzklage gegen das Land Rheinland-Pfalz angekündigt. Diese und weitere Schreiben liegen ebenfalls unserer Redaktion vor. Sobald uns nähere Informationen über die drei Verhandlungstage im Strafprozess gegen Andrea Kuwalewsky vorliegen, werden wir darüber berichten und unsere Leserinnen und Leser auf dem Laufenden halten.
 
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen OK- Einverstanden