22 | 03 | 2019
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Derzeit ideale Wetterbedingungen für Ausspflanzen der ersten "Pfälzer Grumbeere"

Bewertung:  / 10
SchwachSuper 
Erzeuger können eine Woche früher mit der Arbeit beginnen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Neustadt  – Das anhaltend milde und trockene Wetter der letzten beiden Wochen sorgt dafür, dass bereits die ersten Frühkartoffeln in der Pfalz ausgepflanzt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die ersten der 300 Erzeuger von „Pfälzer Grumbeere“ rund eine Woche früher auf dem Acker unterwegs. Schätzungen der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“,  zufolge wird die Anbaufläche für Frühkartoffeln im Südwesten mit etwa 4.000 ha auf dem Vorjahresniveau liegen.  Vorfreude ist die schönste Freude: Frühlingsboten aus der Pfalz sind deutschlandweit beliebt! Dank der natürlichen, sehr guten Klima- und Bodenbedingungen besitzt der Frühkartoffelanbau in der Pfalz eine gewachsene Tradition. Im Verbund mit der Spezialisierung und der Erfahrung der Erzeuger zählt der Südwesten zu den frühesten Anbaugebieten in Deutschland. Frühkartoffeln aus der Pfalz sind ein Kulturgut und Wahrzeichen und werden deswegen deutschlandweit geschätzt. Genießer der „besonders feinen Frühlingsspezialitäten“ dürfen sich schon einmal vorfreuen. (Hier mit Rezeptvorschlag von Landwirt Johannes Zehfuß).
 
Kommt es zu keinen Wetterkapriolen, werden voraussichtlich ab Mitte Mai die ersten „Pfälzer Grumbeere“ als Frühkartoffeln – zunächst ab Hofverkauf – erhältlich sein. 
 
 
Ernteverfrühung für Annabelle, Berber und Colomba: Vorkeimen und unter Folie anbauen … 
 
Um den natürlichen Erntevorsprung der Pfalz möglichst zu verlängern und auszubauen, nehmen die Erzeuger von „Pfälzer Grumbeere“ jedes Frühjahr viel Arbeit auf sich. Hartmut Magin, 1. Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ sagt: „Im Wechsel zwischen Tag und Nacht kommt es aktuell zu großen Temperaturschwankungen auf dem Kartoffelacker. Deswegen werden die jetzt ausgepflanzten Frühkartoffeln der Sorten Annabelle, Berber, Colomba oder Sunita ausnahmslos mit Folie oder Vlies abgedeckt. Damit die zarten Keime nicht abbrechen, ist auch beim Auspflanzen – trotz maschineller Unterstützung – besondere Sorgfalt gefragt!“ Damit die „Pfälzer Grumbeere“ sich im Acker wohlfühlen und gut anwachsen, brauchen sie Sonne. Die schützenden Auflagen auf den Dämmen speichern die Sonnenenergie und die Böden erwärmen sich schneller.
 
2019 werden rund 1.200 ha „Pfälzer Grumbeere“ unter Folie oder Vlies abgebaut: Auspflanzungen erfolgen in Wellen, damit die Pfalz bis zum Ende der Frühkartoffelsaison am 10. August liefern kann.
 
Im Hauptanbaugebiet zwischen Speyer und Gimbsheim – nördlich von Worms – geschieht das Auspflanzen schrittweise bis Ende März. Die „Pfälzer Frühkartoffeln“ können dann bis zum Abschluss der Frühkartoffelsaison am 10. August bedarfsgerecht auflaufen. Bei den ersten – noch loseschaligen – Frühkartoffeln handelt es sich um eine Spezialität, die ungeschält genossen wird. Deswegen werden zunächst kleinere Mengen „Pfälzer Frühkartoffeln“ angeboten, die Verbraucher in Hofläden und auf Wochenmärkten kaufen können. Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es „Pfälzer Grumbeere“ dann etwas später auch deutschlandweit zu kaufen. In der Regel beginnt die Ernte größerer Mengen für den bundesweiten Absatz ab Mitte Juni. Auf dem Erntehöhepunkt Ende Juni und Anfang Juli beträgt die tägliche Erntemenge über 3.000 Tonnen „Pfälzer Grumbeere“. Damit die Erzeuger bis Juni eine Ernteverfrühung – im Idealfall von bis zu drei Wochen gegenüber anderen Regionen in Deutschland – erzielen können, werden auch 2019 schätzungsweise rund 1.200 ha „Pfälzer Grumbeere“ unter Folie oder Vlies angebaut. (red.)
          
Bildunterschriften
Die Erzeuger von „Pfälzer Grumbeere“ läuten den Frühling ein: Damit die vorgekeimten Pflanzkartoffeln möglichst schonend in den Damm gelangen, ist Sorgfalt lebenswichtig für die empfindlichen Keime. Zur Bodenschonung verwendet Erzeuger Hartmut Magin aus Mutterstadt (links oben im Bild) – neben vollautomatischen Legemaschinen – aktuell auch sogenannte Handpflanzmaschinen. Hier ist der Zeitaufwand für das Auspflanzen ungleich höher. (Fotos: EZG „Pfälzer Grumbeere“)
 

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