26 | 05 | 2018

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Am 5. Mai soll "Neues Hambacher Fest" auf dem Hambacher Schloss gefeiert werden!!

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Hambach-Gesellschaft und Siebenpfeiffer-Stiftung lehnen diese Vereinnahmung ab!!

Am 5. Mai 2018 soll auf Initiative des Ökonomen und Mitglieds der „Werte-Union“ Prof. Dr. Max Otte ein „Neues Hambacher Fest“ gefeiert werden. Die Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung in Neustadt an der Weinstraße sowie die Siebenpfeiffer-Stiftung mit Sitz in Homburg/Saar protestieren gegen diese Vereinnahmung des Hambacher Festes von 1832.  Die Motive, die vermutlich mehr als 1000 selbsternannte „Patrioten“ am 5. Mai „hinauf aufs Schloss“ marschieren lassen, fanden sich auf der vom Einlader bis vor kurzem verbreiteten Homepage „Das Neue Hambacher Fest“ aufgeführten „Hambacher Erklärung 2018“; mittlerweile stehen sie dort nicht mehr.  Distanziert sich der Organisator damit von der ursprünglichen Programmatik? An die Stelle der vehementen Kritik an der vergangenen wie gegenwärtigen Koalitionsregierung ist eine Fülle „guter Wünsche“ – meist formelhafte, auf eine Teilnahme-Absage folgende Schlusswendungen – von Mitgliedern der Bundestagsfraktion der CDU, von zwei CDU-Bundesministern und einem  Mitglied der FDP getreten, die dem ganzen Unternehmen wohl den Anschein bundespolitischer Akzeptanz geben sollen. „Man merkt die Absicht und man ist verstimmt…“ (frei nach J.W.v.Goethe, T. Tasso).

Dass sich an der politischen Zielrichtung des „Neuen Hambacher Fests“ nichts geändert hat, das beweist die unveränderte Liste der Redner, die in den letzten Jahren durch vehemente Kritik an der europäischen Währungs- und Einigungspolitik sowie an der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik immer wieder für Aufsehen sorgten.

Kritik an den herrschenden Verhältnissen übten natürlich auch die Redner von 1832: am repressiven System Metternichs, an der Zensurpraxis der Karlsbader Beschlüsse, an der Verfolgung von Journalisten und vermeintlichen Demagogen. Das Hambacher Fest von 1832 war jedoch auch ein Fest der deutschen wie europäischen Solidarität, die Redner beklagten die Kleinstaaterei des Deutschen Bundes, brandmarkten die bestehenden (Zoll-)Grenzen und feierten – wie in den Wochen zuvor – die politischen Flüchtlinge aus Polen, die Freiheitskämpfer Belgiens und die Straßburger Volksfreunde aus dem benachbarten Frankreich.

Der wissenschaftlichen Analyse der damaligen Ereignisse, der Tradierung des Vermächtnisses der Hambacher, der Verbreitung der demokratischen Traditionen Deutschlands und der Förderung des Europagedankens fühlen sich die unterzeichnenden Organisationen zutiefst verpflichtet; davon zeugen unsere zahlreichen Veranstaltungen und Publikationen.

Gewiss kann es kein Monopol der Interpretation Hambachs oder des Hambacher Erbes geben. Das Hambacher Fest 1832 war nicht zuletzt eine Manifestation der Redefreiheit. Dennoch fragen wir, wie ernst die Redner des „Neuen Hambacher Fests“ das zentrale Anliegen ihrer „Vorväter“ nehmen, besonders das Bekenntnis zu Europa und die Solidarität mit aus ihrer Heimat Vertriebenen.

Die Homepage-Mimikry verrät die Anstrengungen, den eigenen konservativen (?) Anschauungen ein historisches wie aktuelles schwarz-rot-goldenes Mäntelchen umzuhängen und sich das Image von Hambach zunutze zu machen. Das sollten Demokraten in Deutschland und Europa entschieden zurückweisen.

Für die Ablehnung eines "Neuen Hambacher Festes" stehen: Prof. Dr. Wilhelm Kreutz, Vorsitzender der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel.: 0621-151841 und Landrat Dr. Theophil Gallo, Vorsitzender der Siebenpfeiffer-Stiftung (red.)
 

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