16 | 10 | 2018

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BDS gibt Selbständigen eine Stimme

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Interview mit der Präsidentin Liliana Gatterer

von Karin Hurrle

Der Bund der Selbständigen (BDS) Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. verfolgt das Ziel, seine Mitgliederzahl kontinuierlich zu steigern. Er vertritt die Interessen der Selbständigen gegenüber der Politik, bietet verschiedene Veranstaltungen an und versteht sich als Dienstleister für kleine und mittlere Unternehmen. Das teilt die Präsidentin Liliana Gatterer NACHRICHTEN REGIONAL Ende März bei einem Interview in der Neustadter Geschäftsstelle mit. Die Aktivitäten des Landesverbandes konzentrierten sich auf wirtschafts-, steuer-, sozial-, gesellschafts- und kommunalpolitische Interessenvertretung des selbständigen Mittelstandes, erklärt Gatterer weiter. Der Verein könne außerdem bereits auf eine mehr als 150-jährige Tradition zurückblicken. In einem sehr offen geführten Gespräch erzählt Liliana Gatterer nicht nur über die Zusammenarbeit mit dem Haßlocher Gewerbeverein, der Anfang des Jahres 2018 einen neuen Vorstand gewählt hat, sie erklärte auch die Vorteile für Selbständige, wenn sie dem Bund der Selbständigen angehören. Beim Haßlocher Gewerbeverein sei sie deshalb auf der Mitgliederversammlung gewesen, um für die zurückliegende Zusammenarbeit zu danken und dem neuen Vorstand die Unterstützung durch den BDS anzubieten. Mehr als zehn Jahre steht Liliana Gatterer dem Verband mittlerweile vor und konnte in dieser Zeit einige positive Ideen umsetzen. Was sie weiter für den BDS erreichen will, darüber hat sie mit NACHRICHTEN REGIONAL gesprochen.

Frage 1
Der Bund der Selbständigen (BDS) ist ja das Dach von Gewerbevereinen. Der Haßlocher Gewerbeverein ist sogar Gründungsmitglied beim BDS gewesen.  Der neue Vorsitzende Christian Scheib will auch weiterhin ganz eng mit dem BDS zusammen arbeiten. Einen guten Kontakt pflegten Sie ja  auch mit seinem Vorgänger Christoph Watolla. Wie wird die künftige Zusammenarbeit mit Haßloch sein?

Der Bund der Selbständigen hat mit Christoph Watolla gut zusammengearbeitet. Bei allen Fragen, die der Haßlocher Gewerbeverein an uns herangetragen hatte, haben wir geholfen. So war es und so wird es auch bleiben, wenn uns Haßloch braucht. Der „Dreck-weg-Tag“ und der Haßlocher Wirtschaftsmarkt (WIMA) ist von uns finanziell unterstützt worden. Auch der Landesverbandstag wurde in Haßloch durchgeführt. Da jedes Mitglied des Gewerbevereins Haßloch auch gleichzeitig Mitglied im BDS ist, profitieren die Selbständigen von allen Dienstleistungen des BDS. Dies reicht von Rabatten auf Autos und Telefonverträge über einen Nachlass bei den GEMA-Gebühren bis hin zu Vergünstigungen bei Stromanbietern. Außerdem bieten wir den Mitgliedern eine kostenlose Erstberatung bei Rechts- und Steuerfragen sowie zahlreiche Veranstaltungen.

Frage 2
Sie sind inzwischen im elften Jahr Präsidentin des BDS. Was sind Ihre größten Erfolge in dieser Zeit gewesen und welche Schwerpunkte setzen Sie als Präsidentin?

Wichtig für den BDS ist das Ziel, zu wachsen und unsere Arbeit transparent zu machen. Ein gutes Einvernehmen mit unseren Mitgliedern ist unser vorrangiges Bestreben. Das ständige Wachsen unserer Mitgliederzahl ist der Beweis, dass wir auf dem richtigen Wege sind. Wir haben viel getan, gerade für das Handwerk. Der BDS hat auch Vorschläge während der Koalitionsverhandlungen unterbreitet und sich für eine Altersvorsorge für Selbständige eingesetzt, was auch inhaltlich im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde. Gerade für die Jungunternehmen haben wir gekämpft, dass deren Beiträge gesenkt werden.

Frage 3
Sie engagieren sich beim BDS in vielfältiger Weise. Liest man ein wenig auf Ihrer Homepage, so sieht man, dass Sie sich auch in die große Politik einmischen. Als Bund der Selbständigen hatten Sie sich auch zur Weiterführung der GroKo geäußert. Sehen Sie in den derzeitigen politischen Entwicklungen für Gewerbetreibende und Unternehmen eine Gefahr der Abwanderung in andere Länder?

In die Weltpolitik mischt sich der Bund der Selbständigen nicht ein. Wir beschränken uns eher auf das, was in unserem engen Umfeld passiert. Für uns ist es wichtig, dass es faire Wettbewerbsbedingungen und die Möglichkeit für möglichst freien Handel mit anderen Staaten gibt.

Frage 4
Gerade die Steuersenkungen in den USA treiben deutsche Unternehmen nach Amerika. Wie man am Beispiel von Appel sieht, wird Trump durch seine initiierte Steuerreform 235 Milliarden US $ aus dem Ausland nach Amerika zurückholen und auch dort investieren. Dies kritisiert gerade die FDP bei den derzeitigen Koalitionsverhandlungen. Wie könnte man aus Ihrer Sicht Unternehmen in Deutschland unterstützen?

Die allzu hohen Steuern in unserem Land ist auch immer wieder ein Thema, das an den Bund der Selbständigen herangetragen wird. Der BDS will sich allerdings vorwiegend der Innenpolitik widmen und kann zu Trumps Steuerplänen wenig sagen. Es geht uns bei unseren Bestregungen vorrangig um funktionierende Basisarbeit. Alleine dies steht bei uns im Focus. Wir setzen uns für das ein, was realistisch machbar ist und wollen damit erreichen, dass uns die Politik mehr Gehör schenkt. Wir sind zuversichtlich, dass wir dies schaffen können und deshalb auf dem richtigen Wege sind.

Frage 5
Was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft?

Auch wenn unser Landesverband bereits auf einige Erfolge, wie zum Beispiel die erfolgreiche Einführung des Unternehmensfrühstückes oder unzählige Informationsveranstaltungen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes zurückblicken kann, so haben wir dennoch noch viele Ziele, die Gehör finden müssen. Diese wollen wir weiterhin an die Politik herantragen und dafür werben, dass sie umgesetzt werden können. So sind wir auch im neu gegründeten Mittelstandsbeirat des Landes Rheinland-Pfalz vertreten, wo sich der BDS für gesellschaftspolitische Themen stark machen will. Wir sind auch auf Landesebene unterwegs, wo wir die direkte Kommunikation mit der Politik suchen. Durch die Beteiligung des BDS an lokalen, regionalen und bundesweiten Entscheidungen kommuniziert der BDS Rheinland-Pfalz und Saarland die länderübergreifende Kompetenz ihrer Mitglieder und ihrer Unternehmer in besonderer Weise an die Regierungsparteien. Und hier wollen wir weiterhin am Ball bleiben.

NACHRICHTEN REGIONAL bedankt sich recht herzlich für das offene Gespräch bei Präsidentin Liliana Gatterer und ihrem Geschäftsführer Tim Wiedemann und wünscht, dass der Bund der Selbständigen weiterhin auf Erfolgskurs bleibt.


 

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