18 | 06 | 2019
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Karnevalverein Neustadt als Ausrichter der 38.Vorderpfalzer Prunksitzung

Bewertung:  / 6
SchwachSuper 

Närrische Sternstunde mit bombastischer Stimmung im vollbesetzten Saalbau Neustadt - Grandioses Fasnachts-Spektakel mit Höhepunkten am laufenden Band - 30 Tollitäten feiern kräftig mit

 

 

 

 

 

 

 

Es war schon ein prachtvolles Bild, als sich am Ende eines mehr als vierstündigen furiosen Fasnachts-Spektakels, der 38.Vorderpfälzer Prunksitzung im wunderschönen vollbesetzten Saalbau von Neustadt, in der „gut Stubb“ der „Perle der Weinstraße“ 30 Tollitäten - bezaubernde Lieblichkeiten und stattliche Prinzen auf der Bühne zu einem letzten großen Gruppenbild zur Erinnerung an diesen tollen Nachmittag versammelten. Man sah zurecht nur strahlende Mienen und die Stimmung im Saal war einfach grandios. Andreas Muess, Bezirksvorsitzender Vorderpfalz und Detlef Valnion, Sitzungspräsident des Ausrichters dieser Traditionsveranstaltung, des 176 Jahre jungen KVN (Karnevalverein 1840 Neustadt), führten mit viel Power, Schwung und Temperament durch das Programm. Zusammen mit einem gemischten Elferrat aus unterschiedlichen Vereinen präsentierte das närrische Komitee ein tolles Programm, wobei der Bezirksvorsitzende gleich zu Beginn betonte, dass er seine Hauptaufgabe eher in Aktivitäten im Hintergrund sieht und die Sitzungsleitung dann gerne an den dynamischen KVN-Vollblutfasnachter übergab.

Der machte seine Sache einmal mehr hervorragend, bedankte sich bei den anwesenden Tollitäten, allen Mitwirkenden, den Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne und einem schlichtweg fantastischen närrischen Publikum.

Dann heiß es für alle noch einmal für ein paar Minuten: Party pur mit der excellenten Sitzungskapelle Jens Huthoff & Band mit der stimmgewaltigen Sängerin Tamara Schwetasch und vor allem die Lieblichkeiten hätten vermutlich noch eine ganze Weile weiterfeiern können.

Sie durften sich in diesem Jahr über eine überraschende Neuerung der beiden Veranstalter freuen, die sich als Volltreffer herausstellte. Die Tollitäten saßen nämlich nicht auf der Bühne (wo sie das Programm meist nur von hinten oder bestenfalls von der Seite sehen konnten und weit weg waren von ihren Vereinen, sondern mitten im Publikum.

Das hielt sie aber keinesfalls davon ab, im Laufe des Nachmittags immer mal wieder die Bühne zu stürmen, um eine spontane Polonaise zu starten oder sich in eine Elferrats-Polonaise einzureihen oder mit Peter Lingenfelder, „de Tal Ötzi“(aus Frankeneck), den Saal zum kochen zu bringen und gehörig abzufeiern.

Auch die Ehrengäste aus der hohen Politik, die Andreas Muess mit Freuden begrüßen durfte, hatten ihren großen Spaß an dem bunten Fasnachts-Cocktail und ein paar schwangen sogar das Tanzbein, ebenso auch der Sitzungspräsident auf der Bühne zusammen mit dem reizenden Prinz Vino Palatino 71, Carina I.

An der Spitze der Ehrengäste Neustadts Bürgermeister Röthlingshöfer (Oberbürgermeister Hans Georg Löffler ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen),der beim Empfang bereits die Bedeutung des Karnevals betont hatte, der immer mehr Menschen anziehe, der sich sicher verändern, aber auf jeden Fall auch in Zukunft eine feste Größe bleiben wird.

Die Stadt Neustadt hatte den Fasnachtern dieses wunderschönen Saal für diese besondere Veranstaltung übrigens kostenfrei überlassen, dafür bedankte sich auch Peter Hoffmann, Präsident des KVN, der noch einmal an das Jahr 1832 erinnerte, als 30 000 Menschen von hier aus zum Hambacher Schloss hinaufzogen: Hambach als „Wiege der Demokratie“ (Volksherrschaft) und Fasnacht, das sei eben die Herrschaft der Narren in der „Fünften Jahreszeit“.

Zum Mitfeiern waren auch gekommen Johannes Steininger, MdB, Dirk Herber, MdL und Ortsvorsteher von Mußbach, Brigitte Hayn vom Bezirkstag Rheinland-Pfalz (auch Senatorin beim KVN) und Stadträtin, Claus Schick, Ortsvorsteher von Lachen-Speyerdorf und Stadtrat, sein Kollege Pascal Bender und der Beigeordnete Dieter Klohr.

Und natürlich war auch das Präsidium der Badisch-Pfälzischen Vereinigung ganz stark in Neustadt vertreten, mit Präsident Jürgen Lesmeister an der Spitze, Vizepräsident Pfalz Gerald Bleimaier, Schatzmeister Walter Egersdörfer, sein Stellvertreter, der 2.Schatzmeister Franz Kullack, Schriftführer und Archivar Ingo Bergold, Christian Grimm, Vorsitzender der Ordenskommission, Thomas G-Schwaab, Bezirksvorsitzender Mittelbaden, als einzige Dame Marietta Heid-Gensheimer, die für den karnevalistischen Tanzsport im Verband verantwortlich ist und dazu noch Kastellan Wolfgang Wagner.

Die in diesem Jahr neu dazugekommene zweite Dame im Präsidium, die Jugendbeauftragte Heike Unfricht, kam kaum zum Sitzen, denn sie war ausgesprochen aktiv im Orga-Team und ständig on Tour (die Baden-Pfalz Jugend war auch im Foyer mit einem informativen Stand vertreten).

Die Regie klappte einmal mehr wie am Schnürchen, liegt sie doch seit vielen Jahren in den bewähren Händen von Heribert Magin, assistiert von Moni Poignée.

Einige Vereine waren natürlich mit großen Abordnungen mit von der Partie. Andreas Muess begrüßte besonders einen Ludwigshafener Vollblutfasnachter, Gregor Seelinger, 1.Vorsitzender der KG Klotzgrumbeere und Präsident des „Großen Rates“, die im nächsten Jahr im Pfalzbau als Gastgeber fungieren werden.

Das Programm war eine perfekte Mischung aus allem, was Fasnacht zu etwas ganz Besonderem macht, ein bunter närrischer Cocktail aus tollen meisterlichen Tänzen, spritzigen Büttenvorträgen von alt und jung, ganz viel Musik und Gesang. In der Tat Höhepunkte am laufenden Band!

Es ging gleich fulminant los mit Pauken und Trompeten mit den „ Pfälzer Gugge Glucke“ (temperamentvolle Guggemusik aus Rülzheim) – ein idealer Auftakt, der die Gäste sofort in Stimmung brachte – gleich danach erfolgte das Defileé der Tolliäten, die einzeln vorgestellt wurden und jeweils eine weiße Rose überreicht bekamen.

Für Superstimmung sorgten außerdem neben bereits erwähntem „Tal Ötzi“ die 30 Jahre jungen „Hemshofkrähen“, die Supertruppe der „Farweschlucker“ mit ihren bekannten Fasnachtsliedern zum Mitsingen und Mitmachen.

Aber auch die Bütten sorgten für eine tolle Atmosphäre. Im ersten Teil durften sich die Gäste über bemerkenswerte Nachwuchstalente freuen. Die zehnjährige Lisa, Töchterchen des „Eule“-Sitzungspräsidenten „Michel“ Stein, begeisterte als putzige kleine Oma mit Rollator, die sich dann in eine kesse „Pälzer Krott“ verwandelte und die beiden kleinen Nachwuchs-Bütten-Stars der „Böhler Hängsching“ Jana und Jannik die als Prinzenpaar erfreuten, das aus dem Nähkästchen plauderte. Kräftiger Beifall belohnte die gelungenen Vorträge.

Dann waren die Großen an der Reihe und da hatten sich die Veranstalter für drei total unterschiedliche,  aber allesamt stürmisch gefeierte Bütten entschieden. Manfred  Baumann ,der „Mann mit dem Koffer“ – ein Mannheimer Bütten-Urgestein, jetzt bei den „Kranichen Birkenheide“, steht seit sage und schreibe 50 Jahren auf der närrischen Bühne (viele Jahre zusammen mit seinem Partner Horst Stock als „Fidele Nachbarn“), zwerchfellerschütternd sein Bauer auf Brautschau.

Bei Andreas Scherer, einem brillanten scharfzüngigen, sehr direkten „Pälzer“ Politfasnachter der Spitzenklasse der „Mußbacher Ausles“ mit stark kabarettistischen Zügen sollte man sehr genau zuhören, vieles steht auch zwischen den Zeilen. Aus seiner Meinung, ob über Bombenterroristen, den „Donald aus Amerika“ (den es ja eigentlich schon 60 Jahre gibt), die Rechtspopulisten oder den tätowierten Youngster Dustin Diego macht er keinen Hehl und erntet dafür nicht als einziger „Standing Ovation“.

Und als einer der absoluten Höhepunkte wird der Reigen der Vorträge beschlossen von zwei Jungs, deren umjubelte Auftritte längst in der Region Kultcharakter haben: Das Duo „Inflagranti“ mit dem frechen und manchmal schon sehr direkten Eisbären, den aber gerade deshalb auch viele lieben und der so gerne mit den hübschen Prinzessinnen oder anderen weiblichen Gästen im Publikum flirtet – eine absolute Paraderolle für Ex-Prinz Fabian Wilhelm – und sein Bühnenpartner „Elvis“ (Marcel Preßler), dem es immer ziemlich schwer fällt , die Ruhe dabei zu bewahren. Sie sind die Stars vom „Herxemer Wind“ und ohne Zugabe kommen sie nie von der Bühne. Sie brachten zu früher Abendstunde den Saal als Schlussnumer noch einmal so richtig zum Brodeln.

Augen –und Ohrenschmaus zugleich waren einmal mehr die Tanzdarbietungen (da ist die Vorderpfalz einfach Spitze). Es ging los mit den Lokalmatadorinnen, der Jugend- und Juniorengarde des KVN als zarte Elfen ähnliche zauberhafte Prinzessinnen. „Einmal Prinzessin sein“ wurde einstudiert von Juliana und Sabine Lembach.

Einen tollen Gardetanze zauberte die meisterliche „Princessgarde“ (amtierender Pfalzmeister) des TSV Royla Rülzheim auf die Bühne (Trainerinnen: Desirée Dolt, Christine Lehr und Maria Wünschel) und deutsche Spitzenklasse sind die akrobatischen tänzerisch exzellenten jungen Damen und Herren der Gemischten Garde der TSG Bellheim, die Deutschen Vizemeister und gerade frisch gekürten Baden-Pfalz Meister, trainiert von Meistertrainerin Lisa Hoffmann und Tina Hecky), Einfach grandios!

Wunderschön anzusehen die beiden Schautänze, die das Programm für Auge und Ohr abrundeten: Die Schautanzgruppe „Extreme“ von UNO Waldsee, die mitreißend und mit einem Augenzwinkern in die verrückte Welt der Azteken entführten (Trainer: Sascha Schmelz, Co-Trainerin: Evelyn Kessler).

Und der traumhaft schöne Schautanz der „KG Eule“, welche das Publikum auf die faszinierende Reise in 1001 Nacht mitnahmen, zu Aladin, seiner von ihm geliebten Prinzessin Jasmin, dem berühmten Flaschengeist Djinn und dem finsteren Kalifen, der am Ende für alles büßen muss und das Happy End nicht verhindern kann. Das war schon eine kleine Musical-Inszenierung mit wunderschönen Melodien und fantastischen farbenfrohen Kostümen, einstudiert von Simone Landwehr, die selbst den bösen Kalifen verkörperte.

Last but not least fällt im tänzerischen Reigen noch ein echtes Highlight und erneut eine meisterliche Supertruppe: Das famose Männerballett „Windboys“ vom „Herxemer Wind“ mit einem faszinierenden Schautanz „Forever young – Trip des Lebens“ (auf der Suche nach dem Jungbrunnen), mit tollen kreativen Einfällen in Szene gesetzt von Carina Föhlinger. Da gab es einmal mehr kein Halten mehr im Publikum. Alle tobten und erneut „Standing Ovation“. Und immer wieder stiegen närrische Raketen in den Fasnachtshimmel!

Im Rahmen des Empfanges vor der Sitzung durften sich Peter Hoffmann, Präsident des KVN und sein brillanter Sitzungspräsident Detlef Valnion noch über eine besondere Ehre freuen. Seit mehr als 100 Jahren verbindet den KVN als zweitältesten Pfälzer Karnevalsverein und den KVK Kaiserlautern, der 1838, also noch zwei Jahre früher aus der Taufe gehoben wurde, eine sehr enge Freundschaft. Als Zeichen dieser besonderen Beziehung wurde den beiden nun vom Vizepräsidenten des KVK, Ralf Szabelski, nun der „Casimir-Orden verliehen, den nur ganz wenige ausgewählte Persönlichkeiten erhalten und sie haben sie riesig darüber gefreut.

Die 38.Vorderpfälzer Prunksitzung im Saalbau von Neustadt gehört auf jeden Fall zu den absoluten fasnachtlichen Highlights dieser Kampagne und darf mit Fug und Recht als närrische Sternstunde bezeichnet werden, wer nicht dabei war, hat auf jeden Fall etwas verpasst.

Alle freuen sich jetzt schon auf die 39.Ausgabe dieser großen Traditionsveranstaltung der „Fünften Jahreszeit“ in Baden-Pfalz im nächsten Jahr im Pfalzbau in Ludwigshafen . Auf die 38.Vorderpfälzer Prunksitzung ein dreifach-donnerndes lautstarkes KVN Neu-Wei, Vereinigung A-hoi und Fasnacht in Baden-Pfalz A-hoi! (red.)

Fotos: Dieter Augstein
 

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