22 | 09 | 2019
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Neustadter Kulturpreis 2016 für „Frau Stiftskirche“ und Team

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Stadtverband ehrt Bau- und Förderverein Stiftskirche

Der Bau- und Förderverein Stiftskirche wird den Kultur-preis 2016 erhalten, den der Neustadter Stadtverband für Kultur verleiht. Am Samstag, 8. Oktober, wird Stadtver-bandsvorsitzender Hansjürgen Hoffmann um 19 Uhr in der Stiftskirche die Auszeichnung an die Vereinsvorsitzende Christiane Conrad übergeben. Die Laudatio hält der Pfäl-zische Kirchenpräsident Christian Schad. Am Anfang waren es 2006 gerade mal drei Personen, die ihre Idee „Wir brauchen einen Förderverein für den Aus-bau der Stiftskirche“ diskutierten. Der Kreis wurde größer – heute sind es 125 zahlende Mitglieder, die bis heute mit ihren Beiträgen allein rund 35.000 Euro einbrachten.  „Der Bau- und Förderverein Stiftskirche hat mit einer in der pfälzischen Landeskirche beispiellos erfolgreichen Aktion den größten Teil der Kosten für den neuen Boden aufgebracht“, formulierte Kirchenpräsident Christian Schad schon 2014. Er lobte damit den Einfallsreichtum der Fördervereins-Chefin Christiane Conrad, deren Lebensinhalt die Stiftskirche weitgehend geworden ist. Der Verkauf von Bodenplatten erbrachte rund 81.000 Euro von über 600 Spendern.

Die nächste Aktion „Werde Orgelpfeifenstifter“ spülte bis Mitte 2016 rund 90.000 Euro in die Vereinskas-se. „Eine Wahnsinnsarbeit“ war es für sie, die entspre-chenden Urkunden zu schreiben und zu verschicken. Ne-ben vielen Einzelspenden haben sich die Neustadter Ser-vicevereine „Lions-Club“ und „Rotary“ mit namhaften Summen von 55.000 (für das Deckengemälde) bzw. 20.000 Euro eingebracht. Spendengelder wurden auch für die neue Kanzel sowie den von Dorothée Aschoff gestalte-ten Altar verwendet.

„Frau Stiftskirche“, wie manche Neustadter Christiane Conrad nennen, sprudelt über vor Ideen, um „die bedeu-tendste gotische Kirche der Vorderpfalz“ weiter erneuern und verschönern zu können. Sie strebt bis Ende des Jah-res 2016 die 100.000-Euro-Grenze an – ein ambitioniertes Vorhaben. Und dazu sollen auch weitere ihre Aktionen mit der Christianes Kinderbackhaus, Bücher- und Postkartenverkauf, Konzerte und CD-Produktionen mit Orgelwerken von Instrumenten aus dem Dekanat beitragen. Erfolgreich war auch der Verkauf von Stühlen unter Einbeziehung Neustadter Künstler. Mitgearbeitet hat sie am Kirchenfüh-rer, Conrad kochte auch „biblische Suppe“ für die Vereins-kasse am Weihnachtsmarkt. Sie wünscht sich, dass das Engagement der Neustadter für ihr Wahrzeichen der Stadt weiter so bleibt. So einige haben Orgelpfeifen gestiftet und nicht den eigenen Namen, sondern „Christiane Conrad“ eintragen lassen.

„Frau Stiftskirche“ und ihr Team haben mit ihren schon zehn Jahre dauernden Aktionen der Kultur in Neustadt an er Weinstraßen einen herausragenden Dienst erwiesen, sagte Hansjürgen Hoffmann, der Vorsitzende des Stadtverbands für Kultur, der den Preis vergibt, bei der Jurysitzung. Schließlich sei die Stiftskirche in ihrer Funktion als „Grablege und Memoria der rheinischen Wittelsbacher ein Denkmal von nationaler Bedeutung“. Natürlich ist sie auch die Gemeindekirche – ein Grund mehr für Christiane Con-rad, 2017 die Ordination zur Prädikantin anzustreben, womit sie auch in den umliegenden Dörfern nicht nur pre-digen, sondern auch taufen, trauen, beerdigen darf.

Die Innenrenovierung des prot. Teils der Stiftskirche um-fasste das Langhaus mit dem Pfarrchor sowie die unteren Geschoße im Südturm. Den über zweijährigen Restaurie-rungsarbeiten mit Decken und Chorbild folgten Rekonstruktionen an den wieder entdeckten Malereien. Parallel wurde eine neue Gebäudetechnik eingebaut. Hinzu kamen archäologische Untersuchungen zur Lage der Vorgängerkirche St. Ägydius. Die neue Chororgel wurde 2015/16 vom holländisch-schweizerischen Orgelbauer Bernhardt H. Edskes mit 20 Registern gebaut.

Christiane Conrad: „Auch wenn die Orgel schon steht, dür-fen Sie gerne noch Orgelpfeifenstifter werden! Die An-schaffungskosten von rund 450.000 Euro müssen hauptsächlich durch private und öffentliche Spenden erwirt-schaftet werden. Ihre Unterstützung ist sehr willkommen“. (red.)
 

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