14 | 11 | 2018

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Jubiläum: Der "Neue Pfalzbau" wird 50 - Feierliche Begehung am 29. September 2018

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Doppeltes Jubiläum - Vor 90 Jahren erstmals erbaut - Vor 50 Jahren wiederaufgebaut

 

 

 

 

 

 

 

Der Pfalzbau feiert in diesem Jahr doppeltes Jubiläum: Am 29. September 1928 – vor 90 Jahren – wurde der `erste´ Pfalzbau eingeweiht und im Jahr 1970 wieder abgerissen. Der `neue Pfalzbau´ wurde am 21. September 1968 – vor 50 Jahren – feierlich eröffnet. Im März 1962 beschloss der Stadtrat den Neubau des Pfalzbaus, im Juni 1964 erfolgt die Grundsteinlegung. Bis zur Eröffnung kam es wegen Finanzierungsproblemen zu einem zeitweiligen Baustillstand. Am 21. September 1968 wurde der heutige Pfalzbau mit Mozarts `Zauberflöte´, einer Aufführung des Mannheimer Nationaltheaters eröffnet. Schon damals setzte man auf das Prinzip der Gastspiele, da ein eigenes Ensemble nicht finanzierbar war. In den folgenden Jahrzehnten fanden zahlreiche bedeutende Kongresse, Auftritte von Bundespolitikern und große Konzerte statt. Der Pfalzbau wurde in den Jahren 2007 bis 2010 aufwändig saniert, die Neueröffnung war am 12. September 2009.

Nahezu von Anfang an war die LUBEGE, die Ludwigshafener Betriebsgesellschaft mbH, aus der später die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH hervorging, Betreiber des Pfalzbau: „Am 10. April 1969 wurde `Stadtreklame-Gesellschaft mbH´ zur LUBEGE umfirmiert und der Betrieb wurde um den `Neuen Pfalzbau´ und anderer Veranstaltungshäuser erweitert“, erklärt Michael Cordier, Geschäftsführer der LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH die Historie der `guten Stube´ Ludwigshafens, wie das Gebäude schon in der ersten Variante genannt wurde. „Der Pfalzbau hat eine bewegte Geschichte in Ludwigshafen: Zwei Mal gebaut, zwei Mal saniert, zwei Mal wiedereröffnet. Die Veränderung und Neuerfindung der Stadt hat auch der Pfalzbau erfahren, zunächst am Jubiläumsplatz, heute Berliner Platz – später am Theaterplatz in Nachbarschaft des Wilhelm-Hack-Museums und der Philharmonie. Die Veränderung und Neuerfindung dauern bis heute an. Habe ich zu meinem Antritt als LUKOM-Geschäftsführer ein neu saniertes Haus übernommen, haben wir in den letzten Jahren permanent in die Technik investiert:  Gerade sind wir mitten drin, das Haus als `Digitales Kongresshaus´ am Markt zu platzieren und damit konkurrenzfähig zu halten. Hierzu stehen wir im Dialog mit unserer Gesellschafterin Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und dem Aufsichtsrat unter dem Vorsitzenden Beigeordneten und Kämmerer Dieter Feid.“

 1928 bis 1970: Der `erste´ Pfalzbau

„Am 13. Februar beschloss der Stadtrat die Errichtung des Pfalzbaus am Jubiläumsplatz, am 29. September des gleichen Jahres wurde er mit dem Festwiesenakt aus Wagners `Meistersingern´ feierlich eingeweiht. Entscheidend für den Grundsatzbeschluss (…) war die große städtebauliche Veränderung, die auf Ludwigshafen in den Jahren 1927/28 zukam. (…) Dadurch bekam die Bismarckstraße einen direkten Zugang zur Rheinbrücke und wurde somit neben der Ludwigstraße die zweite Hauptstraße der Stadt.“ (Siegfried Fauck, Neuer Pfalzbau, 1968)

Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude, vor allem der große Saal, schwer beschädigt. Im September 1945 wurde das Kino im halbzerstörten Pfalzbau wiedereröffnet. 1952 erfolgte die Wiedereröffnung mit der Verdi-Oper Don Carlos, aufgeführt vom Pfalzorchester. Wenige Jahre darauf gab es bereits erste Kritiken: das Gebäude verfügte über keinen Schallschutz. 1970 erfolgte der Abriss.

1956 bis 1968: Der Wunsch nach einem neuen Kulturhaus

Bereits 1956 wurde der Wunsch nach einem Neubau geäußert. „Im Rahmen der Neuplanung der Ludwigshafener Innenstadt am Beginn der sechziger Jahre wurde der alte Pfalzbau dann als Hindernis für eine repräsentative Gestaltung des `Südpols´ empfunden. (…) Ein neuer Bau für Theater, Konzerte und Veranstaltungen - ohne Kino (!) sollte auf dem Gelände der Aktienbrauerei entstehen. Im März 1962 beschloss der Stadtrat den wegen seiner Modernität bestechenden Entwurf für den `neuen Pfalzbau´.“ (Dr. Stefan Mörz. Leiter des Stadtarchivs Ludwigshafen Festschrift Pfalzbau, 2009))

„Im Juni 1960 wurde der Wettbewerb zur Errichtung des Neuen Pfalzbaues entschieden und der Entwurf von unserem Büro Koch + Steinhauer mit dem 1. Preis ausgezeichnet. (…) Unserem damaligen Erläuterungsbericht zum Wettbewerb stellten wir folgende Sätze voran: `Theater sind Kristallationspunkte des geistigen Geschehens einer Stadt. Sie gehören zu ihrem Leben und gestalten das Werden einer Gesellschaft mit. Sie heben sich in ihrem Zweck aber deutlich von anderen Trägern des geistigen Geschehens ab: Kirche, Rathaus, Marktplatz. Nur in der Wechselwirkung verschiedenartiger Kräfte bildet sich das Zentrum, das städtebaulich Mittelpunkt einer Stadt sein muss.“ (Alfred Koch, Architekt, Neuer Pfalzbau, 1968)

Die Architekten schlugen bereits damals den Bau einer Tiefgarage für 500 Fahrzeuge vor, die jedoch einer Sparmaßnahme zum Opfer fiel.

1968 bis 2007:

Der `neue Pfalzbau´ wurde von Anfang an in eine linke und eine rechte Hälfte aufgeteilt: Links das Theater mit rund 1.200 Sitzplätzen und einer der größten Deutschen Bühnen, rechts der Konzert- und Festsaal mit rund 1.100 Sitzplätzen, den Tagungsräumen und den Gaststätten. „Diese Raumzone ist für den Bedarf umfangreicher gesellschaftlicher Veranstaltungen gebaut. (…) Höhepunkte der Veranstaltungen werden wohl die großen Kongresse und Tagungen sein.“ (Günther Nörling, Der neue Pfalzbau, September 1968)

Der Konzertsaal wurde in Jahren regelmäßig für Konzerte aller Art genutzt und hat dafür eine ansteigende Tribüne erhalten. Bis heute ist der Konzertsaal die Heimspielstätte der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und ihrer Vorgänger.

2007 bis 2010: Die Sanierung des Pfalzbau

Ausgangssituation für die Sanierung in den Jahren 2007 bis 2010 waren die Prüfberichte der Unfallkasse Rheinland-Pfalz (2001) und des TÜV Süddeutschland (2002) zum technischen Zustand der Theaterbühne und der Bühnentechnik, die zu einer Einschränkung im Spielbetrieb führten. 2003 folgte eine Stellungnahme der Feuerwehr Ludwigshafen zum Brandschutz des gesamten Pfalzbau. Im November 2003 genehmigte der Bau- und Grundstücksausschuss die Vorplanung, der Stadtrat am 8. März 2004 die Sanierung des Pfalzbau. In den Jahren 2005 und 2006 wurde die Bühnenmaschinerie erneuert. Im Jahr 2007 wurde von der m:con ein Konzept vorgestellt, aus dem hervorgeht, dass der Kongressbereich verbessert werden muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Im Juni 2007 wurde der Pfalzbau entkernt, die Hauptsanierung begann, am 2. Juli 2017 beschloss der Stadtrat auch den Tagungs- und Kongressbereich umgestalten zu lassen. Der Pfalzbau wurde am 12. September 2009 wiedereröffnet, im Jahr darauf erfolgte die energetische Sanierung unter Betrieb.

2009 bis heute: Der Pfalzbau im Wandel des Marktes

Nach der Wiedereröffnung am 12. September 2009 war das Haus in mehrerer Hinsicht modernisiert: Der Brandschutz war neu, die Bühnentechnik auf dem neusten Stand, das Raumkonzept kam völlig neu daher. Im Jahr 2010 kam die energetische Sanierung hinzu. Inzwischen hat das Haus eine völlig neue Heizungsanlage erhalten.

Nach dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgerichteten Digital-Gipfel in Ludwigshafen steht der Pfalzbau dank seiner modernen technischen Ausstattung zunehmend mehr im Fokus für innovative Tagungen und Kongresse. „Der Pfalzbau erfüllt heute höchste Anforderungen an Netzwerktechnik und Konnektivität und ist für anspruchsvolle Fachkongresse und Produktpräsentationen ideal“, begründet Michael Cordier die Vermarktungsoffensive. „Der Pfalzbau bietet bedarfsorientierte IT-Lösungen, die den digitalen Kommunikationskanälen des Kunden entsprechen und der Veranstaltung einen Mehrwert bieten. Die redundante Versorgung, bestehend aus zwei Glasfaserhausanschlüssen, sorgt für höchste Ausfallsicherheit. Wir sind auch heute mittendrin im Wandel des Hauses. Eine neue Vermarktungssoftware wurde jüngst auf den Weg gebracht, der Pfalzbau muss sich auch in den nächsten Jahren immer wieder neu am Markt beweisen“, so der LUKOM-Chef. (red.)

Fotos: LUKOM, Alter und neuer Pfalzbau



 

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