17 | 02 | 2020
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Köthener Tafelkonfekt zum Abschluss des Konzertwinters

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Gesamtaufführung aller Bachschen Sonaten für Violine und Cembalo - Am Sonntag, 30. März 2014

Am Sonntag, den 30. März 2014, findet um 17 Uhr das Abschlusskonzert des 23. Kirchheimer Konzertwinters statt. In der Protestantischen Kirche in Kirchheim an der Weinstraße sind Ryo Terakado, Violine, seines Zeichens Konzertmeister des Bach Collegium Japan, und die junge koreanische Ausnahmecembalistin Sungyun Cho zu Gast. Als Programm haben die beiden versierten Spezialisten für historische Aufführungspraxis sämtliche Sonaten von Johann Sebastian Bach für Violine mit obligatem Cembalo BWV 1014–1019 ausgewählt. Dieser Werkzyklus gilt als ein Prüfstein für alle Interpreten, die sich mit dieser Gattung auseinandersetzen.

Die Sonaten zählen laut Carl Philipp Emmanuel Bach zu den „besten Arbeiten des seeligen Vaters“, und sind wohl in der Köthener Zeit zwischen 1717 und 1723 entstanden, wo Bach als Leiter der Hofkapelle des Fürsten Leopold zu Anhalt-Köthen sich hauptsächlich der weltlichen Instrumentalmusik widmete. Der Werkzyklus wird nach dem Urteil des Bach-Biographen Johann Nikolaus Forkel als „erstes Meisterstück“ gewertet. Die Violine war das Anfangsinstrument, welches Johann Sebastian Bach zunächst erlernte. Er „verstand die Möglichkeiten aller Geigeninstrumente vollkommen“, wie Carl Philipp Emmanuel bezeugt. Sein zweites war das Cembalo. Die sechs Sonaten für Violine und Cembalo beziehen sich also auf die Instrumente, die Bach von frühester Jugend an kannte. Kein Wunder, dass das musikalische Genie mit diesen Sonaten Maßstäbe setzte.
Für den Musikwissenschaftler Malcolm Boyd generiert Bach gar „eine Sonatengestalt (…), die die charakteristische Schreibart Haydns, Mozarts und Schuberts vorwegnimmt.“ Bach hatte hier eine Vorreiterrolle inne, die seine Zeitgenossen Telemann und Rameau später zu eigenen Zyklen dieser Gattung inspirierte.

Besondere an diesen Sonaten ist die Emanzipation des Cembalos von einem reinen Begleitinstrument zu einem gleichberechtigten Partner der Violine. Bach wandelte damit in seinem „Köthener Tafelkonfekt“ auf musikalisch neuen Pfaden und setzte die bis heute gültige Norm für höchstes künstlerisches Zusammenspiel. Um erneut mit Carl Philipp Emmanuel zu sprechen: Die Stücke „(…)klingen noch jetzt sehr gut u. machen mir viel Vergnügen…“.

Der Barockgeiger und Dirigent Ryo Terakado stammt aus Japan und gilt als einer der weltweit führenden Geiger der historischen Aufführungspraxis. Er arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Masaaki Suzuki oder Sigiswald Kuijken zusammen. In Kirchheim ist er kein Unbekannter. So hat er als Konzertmeister des Bach Collegium Japan das Weihnachtsoratorium von Bach interpretiert. Daneben war er in der vergangenen Saison mit Il Gardellino und den Solo-Kantaten für Bass von Bach zu Gast. Dies ist also sein dritter Auftritt in Sachen Bach beim Konzertwinter, nunmehr als Violinsolist und Duopartner von Sungyun Cho. Die junge, mehrfach ausgezeichnete koreanische Cembalistin gastiert in aller Welt und unterrichtet am Konservatorium in Den Haag, einer der renommiertesten Ausbildungsstätten für Alte Musik. Sie bildet zusammen mit Ryo Terakado ein festes Kammermusikduo.

Der Eintritt zum Abschlusskonzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Veranstalter ist der Freundeskreis für Kirchenmusik in Kirchheim e.V. in Zusammenarbeit mit der Protestantischen Kirchengemeinde Kirchheim an der Weinstraße.

Über die Konzertreihe:
Der Kirchheimer Konzertwinter wird vom Freundeskreis für Kirchenmusik in Kirchheim/Weinstraße e.V. in Zusammenarbeit mit der Protestantischen Kirchengemeinde veranstaltet. Alte Musik in historisch informierter Aufführungspraxis steht regelmäßig im Mittelpunkt der 1990 gegründeten Konzertreihe in der Protestantischen Kirche St. Andreas in Kirchheim an der Weinstraße. Der Themenschwerpunkt in der Saison 2013/2014 lautet: „Dialoge“. Künstlerischer Leiter ist der Bassbariton und Bachpreisträger Dominik Wörner (red.)

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