Bürgerandrang bei AfD-Einheitsfeier in Landau

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Kategorie: LANDAU
Veröffentlicht am Dienstag, 06. Oktober 2015 14:58

Festveranstaltung am 3. Oktober fand große Resonanz

„Soviel Andrang und Begeisterung habe ich hier in der Südpfalz seit den Anfangsmonaten unserer Partei nicht mehr erlebt!“. Mit diesen Worten kommentierte Detlef Homa, Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Südliche Weinstraße – Landau, die Festveranstaltung der Partei zum 3. Oktober. Trotz wunderschönen Herbstwetters kamen über 160 Zuhörer , darunter viele jüngere Leute, an diesem Samstag in den großzügigen Saal in der Albert-Einstein-Straße 6 im Gewerbepark „Am Messegelände“. Immer neue Stühle mussten angesichts des überwältigenden Andrangs herbeigeholt werden, ehe Homa kurz nach 17 Uhr seine Begrüßungsworte sprach und die Feier mit der dritten Strophe des Deutschlandliedes begonnen wurde. Dessen Inhalt nahm Uwe Junge, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahlen nächsten März, als Ausgangspunkt für eine harsche Kritik an den heutigen Zuständen in Deutschland. Junge prangerte die „Sozialdemokratisierung der CDU“ ebenso an wie die immer deutlicheren totalitären Methoden im Merkel-Staat.

„Die DDR lässt grüßen“, attackierte er den insbesondere bei der Unterdrückung abweichender Meinungen in der Zuwanderungsdebatte deutlich werdenden Schwund demokratischer Standards. Politikverdrossenheit und Wahlenthaltung seien die Folge. Dagegen würden nur „politische Alternativen“ helfen sowie das von der AfD in aller Deutlichkeit geforderte „Gegenmittel Volksabstimmungen“.

Uwe Junge bot einen immer wieder von Beifallskundgebungen unterbrochenen Querschnitt durch die AfD-Programmatik. Als Kernforderungen nannte er den Erhalt des bewährten gegliederten Schulsystems und eine verantwortungsvolle Energiepolitik statt derrnative für Deutschland (AfD), Kreisver desaströsen sogenannten Energiewende. Sein Hauptthema war jedoch die aktuelle Massenmigration. Was Deutschland brauche, so Junge, sei eine „Willkommenskultur für unsere Kinder“ anstelle einer „Zuwanderung junger Männer aus allen Konfliktregionen dieser Erde“. Letzte würden dank der in Berlin und den Bundesländern machthabenden „blauäugigen Gutmenschenparteien“ „ihre eigenen ethno-kulturellen Probleme in unser Land tragen“. Die Zeche hätten nicht zuletzt alte und kranke Landsleute zu zahlen, für die jetzt an allen Ecken und Ende das Geld fehle, mahnte Junge.

Allein in Rheinland-Pfalz schnellen die Asylausgaben nach offiziellen Angaben im Jahr 2015 von 40 Milliarden auf 160 Milliarden Euro hoch, betonte er. Wenn die CDU angesichts der alarmierenden Entwicklung der letzten Wochen nun jedoch versuche, so Junge, die Alternative für Deutschland „rechts zu überholen“, dürfe man ihr nicht trauen. Denn die AfD sei die einzige echte Vertreterin nationaler und freiheitlicher deutscher Interessen. Deshalb könne man mit Fug und Recht die Losung der Bürgerproteste, die im Osten des Landes die Wiedervereinigung herbeigeführt haben, für sich beanspruchen: „Wir sind das Volk!“

Auch der zweite Redner, Dr. Konrad Adam, orientierte sich inhaltlich am Deutschlandlied und dessen Ruf nach „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Alle drei Forderungen seien heute hochgradig gefährdet, warnte der bekannte Journalist und AfDMitbegründer Adam. Die tonangebenden Politiker und Medien hätten vergessen, wie „elementar“ die „Trennung zwischen dem Eigenen und dem Fremden“ und die Faktoren Kultur und Grenzziehungen für die gedeihliche Entwicklung von Gesellschaften seien. Doch die Grenzen Deutschlands würden, anders als in fast allen EU-Nachbarstaaten, weit aufgemacht für zahllose Zuwanderer, „von denen kein einziger die geltenden Asylbestimmungen erfüllt, da Deutschland von lauter sicheren Drittstaaten umgeben ist“.

Adam beendete seine Rede mit einem eindringlichen Appell: „Wir sollten auf unseren Rechten als Bürger dieses Landes bestehen, unser Geschick selbst in die Hand nehmen und unsere Freiheiten verteidigen, wo immer sie bedroht sind. Tun wir das nicht, halten wir uns abseits, ziehen wir uns zurück, geben wir der Enttäuschung nach und lassen wir den Dingen ihren Lauf, dann dürfen wir uns nicht wundern oder darüber beklagen, dass
wir von Leuten regiert werden, die es im Zweifel schlechter machen als wir. Deswegen: nutzen wir unsere Chance, es besser zu machen, so lange wir sie noch haben! Der Tag der Deutschen Einheit lädt dazu ein, das zu verteidigen, was wir gemeinsam so teuer erkauft haben: die Einigkeit, das Recht und die Freiheit.“

Mit lang anhaltendem Beifall der anwesenden Bürger endete der offizielle Teil der AfDFestveranstaltung zum 3. Oktober und mündete in viele kleine Diskussionen und das gemütliche Beisammensein bei Pfälzer Wein und Flammkuchen. (red.)
 

 

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