Bombe in Koblenz erfolgreich Entschärft

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Kategorie: KOBLENZ
Veröffentlicht am Sonntag, 30. August 2015 15:29

10.000 Betroffene können zurück in ihre Wohnungen

Die am Donnerstag in Koblenz gefundene Fliegerbombe wurde heute Mittag erfolgreich durch den Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz entschärft. Dafür mussten am frühen Morgen ca. 10 000 betroffene Bürger ihre Wohnungen verlassen. Ebenfalls musste ein Altenheim, sowie die Polizeiinspektion am Moselring geräumt werden. Durch den Sanitätsdienst mussten rund 200 pflegebedürftige Menschen in umliegende Betreuungsstellen transportiert werden. In den zwei Notunterkünften wurden während der Maßnahmen ca. 170 Personen betreut. Die Evakuierung lief zunächst planmäßig ab, wurde jedoch durch einige Personen, stark behindert. Diese weigerten sich den Gefahrenbereich zu verlassen und mussten unter Zwang aus ihren Wohnungen gebracht werden. So mussten insgesamt auch elf Türen, durch Schlüsseldienst und Feuerwehr, geöffnet werden.

Diese Maßnahmen, die die Evakuierung stark beeinträchtigten, waren in der Vergangenheit nicht in diesem Maße notwendig. Nachdem die betroffenen Bereiche durch Kräfte der Feuerwehr, des Ordnungsamtes und der Polizei kontrolliert wurden, konnte um 13:02 Uhr die Freigabe zur Entschärfung gegeben werden.

Da sich die 1000 kg schwere Bombe, mit Kopf- und Bodenzünder in einem sehr schlechten Zustand befand, hat die Entschärfung über eine Stunde in Anspruch genommen.“ Die Entschärfung verlief, abgesehen von kleineren Schwierigkeiten, nach Plan“, so der Leiter des Kampfmittelräumdienstes Horst Lenz. Insgesamt waren rund 800 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt, THW, Sanitätsdienst, Feuerwehr, Verkehrs- und Versorgungsbetriebe, sowie des Kampfmittelräumdienst im Einsatz. Darunter auch Kräfte von den Verbandsgemeinden Weißenthurm, Rhein-Mosel, Lahnstein und Vallendar, sowie Kräften des Sanitätsdienstes aus ganz Rheinland-Pfalz und der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz, teilte Brandmeister Florian Schulte mit. (red.)
 

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