10 | 12 | 2018

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Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen

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Preisverleihung an die Gewinner im Sinne der Artenvielfalt am Sonntag, 23. September 2018

„Gärten für die Artenvielfalt – Jardiner pour la biodiversité“ ist der Name eines grenzüberschreitenden Projekts, das auf der französischen und deutschen Seite des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen stattfindet. Als Teil des Projekts lief in diesem Jahr schon zum zweiten Mal ein großer grenzüberschreitender Wettbewerb für Hobbygärtner. Die Preisverleihung zum Wettbewerb mit Rahmenprogramm findet am Sonntag, 23. September, um 14 Uhr im elsässischen Wingen bei Lembach statt, und zwar im Gewinner-Garten des Jahres 2017 bei Familie Schauer in der rue de la montagne 3. Um 14.30 Uhr führen Johannes und Ursula Schauer durch ihren artenreichen Garten. Ab 15 Uhr bietet Melanie Grabner von „lilatomate“ einen Workshop rund um Tomatenvielfalt an. Mit Susanne Maurer vom Verein „NaturGestalten im Wasgau“ geht es zur gleichen Zeit darum, wie man Pflanzenfarben gewinnen kann. Nebenbei läuft eine Kräuterausstellung. Um 16 Uhr werden die Gärten vorgestellt, die es beim diesjährigen Wettbewerb unter die besten zehn geschafft haben, und die Gewinnerin beziehungsweise der Gewinner geehrt. Danach klingt die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Umtrunk aus.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs wurden von einem Experten besucht, der Empfehlungen gab, um die Artenvielfalt im eigenen Garten zu verbessern, und die Gärten zum Beispiel hinsichtlich der vorhandenen Biotope wie Wiesen, Hecken, Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für Tiere beurteilt hat. Auch die Wirtschaftsweise im Garten, etwa Bewässerung, Düngung und Schädlingsbekämpfung, wurden genau unter die Lupe genommen. Bei den Besichtigungen wurden Listen über die wichtigsten gesichteten Tier- und Pflanzenarten erstellt; so konnten auch gefährdete Arten, wie etwa die Blaufügelige Ödlandschrecke, verzeichnet werden. Aus den hinsichtlich der Biodiversität zehn interessantesten Gärten in der Pfalz und in den Nordvogesen wählte eine deutsch-französische Fachjury kürzlich dann einen Gewinner-Garten.

Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ möchte die Bewohnerinnen und Bewohner des Biosphärenreservats für die Artenvielfalt im Alltag sensibilisieren und das ökologische Handeln sanft und nachhaltig in den unbebauten Flächen von Städten und Dörfern entwickeln. Zu diesem Zweck werden zahlreiche Veranstaltungen zu verschiedenen Gartenthemen sowie Pflanzaktionen an Schulen diesseits und jenseits der deutsch-französischen Grenze wie auch der Hobbygärtner-Wettbewerb angeboten.

Im Rahmen der Aktivitäten zur UN-Dekade Biologische Vielfalt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde, erhielt „Gärten für die Artenvielfalt“ die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt. Das Projekt „Gärten für die Artenvielfalt“ wird durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz sowie mit Mitteln aus dem Interreg V A-Projekt „NOE / NOAH“ gefördert. (red.)

Foto: Gewinner des letzten Jahres und Schauplatz der diesjährigen Preisverleihung: Garten der Familie Schauer im elsässischen Wingen (Quelle: Biosphärenreservat)

 

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