21 | 01 | 2020
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Aus der Psychiatrie entlassen und alleine gelassen

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Unglaubliche Geschichten von entlassenen Psychiatriepatienten - Und wie Heimkinder zu Versuchsobjekten der Pharmaindustrie wurden
 
von Karin Hurrle
 
Wie schnell man in der Psychiatrie landen kann, wenn man Korruptionsvorwürfe öffentlich ausspricht, hat nicht nur der Fall "Gustl Mollath" gezeigt, der weit über die Grenzen von Bayern bekannt wurde. Gustl Mollath wurde sieben Jahre in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht, weil seine Nürnberger Ehefrau 2002 die Ermittlungen gegen ihn in Gang gesetzt hatte, nachdem er sie wegen der Schwarzgeldaffäre ihres Arbeitgebers, der Hypobank, angezeigt hatte. Sie hatte ihm im Gegenzug damals Körperverletzung vorgeworfen. Vom Landgericht Nürnburg-Fürth wurde Mollath wegen Schuldunfähigkeit frei gesprochen, von einem Gutachter wurden ihm allerdings Wahnvorstellungen und Gemeingefährlichkeit attestiert, weshalb er in der Psychiatrie landete. Erst im Jahre 2013 kam er wieder frei, weil er einen Anwalt für seinen Fall gefunden hatte. Heute zählt Mollath zu einem der bekanntesten Justizopfern der deutschen Geschichte, dem erst im November 2019 nach jahrelangen Klagen ein Schmerzensgeld von 600.000 Euro zugesprochen wurde.
 
Doch Mollath ist längst kein Einzelfall, der unschuldig in der Psychiatrie saß. Er wurde eingesperrt, um ihn mundtot zu machen. Am 7. Mai 2015 fand eine DEMO auf dem Münchner Marienplatz statt, wo die ehemalige Bundesjustizministeriin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der ehemalige Bundesarbeits- und Sozialminister Norbert Blüm sowie die damalige innenpolitische Sprecherin der bayerischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Schulze, auf Missstände in der Psychiatrie und andere "Eingesperrte" aufmerksam machte, u.a. auf den Fall "Ilona Haselbauer" und den Fall "Thomas Lindlmaier".  Diese DEMO ist heute noch auf Youtube.com zu sehen.
 
Es wurden aber auch Missstände über Heimkinder aufgedeckt, die ohne Einverständnis als Versuchsobjekte der Pharmaindustrie zum Einsatz kamen und an denen Psychopharmakas getestet wurden. Der Bayerische Rundfunk hatte am 09. Mai 2018 in "Kontrovers" darüber berichtet. Die Aufarbeitung dieses Unrechts gehe in Bayern nur schleppend voran. Offiziell sei dem Freistaat nur ein einziger Fall bekannt gewesen. Nachforschungen von BR Recherche zeigten: "Es gibt Hinweise auf mehr Testreien, was auf http://www.br.de/kontrovers aufrufbar ist. Autorinnen: Pia Dangelmayer und Christiane Hawranek.
 
Auch im Großraum Ravensburg gibt es einige Psychiatriegeschädigte, die unfreiwillig in die Weisenau in Ravensburg eingeliefert wurden, weil sie sich der Staatsgewalt widersetzt hatten. Die Bürgerinitiative von Prozessbeobachtern der "Warnglocke" berichten regelmäßig über solche Missstände.
 
 

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