08 | 12 | 2019
Hinweis
  • Fehlende Zugriffsrechte - Datei 'http:/www.nachrichten-regional.de/images/stories/Anzeigen/hautnah.jpg'

WERBE-LINKS:

Hier könnte Ihre
Werbung stehen!

Rufen Sie uns an und
sichern Sie sich
Frühbucherpreise!

06324-981504

Mordfall Hasan Y. in Wetzlar: Nach Drohungen führte die Polizei Gefährderansprachen durch

Bewertung:  / 2
SchwachSuper 
Drohvideo sorgt für Unruhe in kurdischer Community - Politikwissenschaftlicher Caner Aver schlägt zur Lösung der Probleme Friedensrichter vor!!!
 
Mainz. Im Fall des Anfang September in Wetzlar (Hessen) getöteten Restaurantbesitzers Hasan Y. aus Bad Kreuznach führte die Polizei sogenannte Gefährderansprachen im Umfeld der Familie durch. Hintergrund ist unter anderem ein Drohvideo aus dem engeren Umfeld des Getöteten. Nach Recherchen des SWR-Politikmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ entstand das Video in der Türkei, im kurdischen Heimatort der Familie. Dort waren bereits 2017 drei Familienmitglieder nach einer Schießerei ums Leben gekommen. In dem Video droht ein Mann indirekt weitere Taten an - als Reaktion auf die Tötung in Wetzlar. In dem Video, das dem SWR vorliegt, heißt es unter anderem: „Das ist der Anfang. Merkt Euch das!“ 
 
Der SWR konnte mit dem Mann sprechen, der das Video gepostet hat. Er sagte, er bereue, das Video produziert zu haben. Es sei im Eifer der Emotionen nach dem Tod von Hasan Y. entstanden. Er habe es inzwischen aus den sozialen Medien gelöscht. Nach SWR-Informationen kursiert das Video nach wie vor in Teilen der Familie. Laut Staatsanwaltschaft Wetzlar, die in dem Fall die Ermittlungen führt, ist das Video polizeibekannt. Es sei Grundlage von präventiven Gefährderansprachen gewesen. 
 
Nach SWR-Informationen soll im Oktober in Wetzlar zudem eine junge Frau von zwei vermummten Männern bedroht worden sein. Die zuständige Polizeidirektion Lahn-Dill bestätigte dem SWR den Eingang einer entsprechenden Strafanzeige. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es: „Die Polizei ermittelt gegen unbekannt und prüft einen Zusammenhang zu dem Tötungsdelikt am 1. September 2019, da die junge Frau zum erweiterten Familienumfeld des Getöteten gehört.“
 
Joachim Schäfer, Pastoralreferent aus Wetzlar, der mit vielen Mitgliedern der Familie in Kontakt steht, sagte im Interview mit „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“: „Wenn man mit den Leuten selbst spricht, dann spürt man schon die Angst, dass die Rache, diese Gewaltspirale weitergeht.“ Inzwischen würden Kinder der Familie aus Angst nicht mehr an Veranstaltungen in Schulen und der örtlichen Jugendarbeit teilnehmen. 
 
Der Essener Politikwissenschaftler Caner Aver, der für die „Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung“ zu länderübergreifenden Problemen bei der Migration forscht, schlägt in Fällen wie diesen den Einsatz von Friedensrichtern vor. Im Interview mit „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ sagte er: „Die kurdisch stämmigen  Menschen sind gut organisiert in Deutschland. Darunter sind Wortführer, Meinungsführer, deren Wort auch Gewicht hat. Die hinzu zu ziehen, mit den Sicherheitsbehörden an einen Tisch, kann durchaus dazu führen, dass die Konflikte auch gelöst werden können. Gleichwohl müssen auch die Täter bzw. die Konfliktparteien wissen, dass wenn hier Straftaten passieren, sie auch die Konsequenzen des Rechtsstaates zu spüren bekommen". (red.)  
 
 

1. FC 08 Haßloch

partnerdervereine.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen OK- Einverstanden