19 | 08 | 2019
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75. Jahrestag des Hitler-Attentates

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SchwachSuper 
Bundesregierung gedenkt dem Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft
 
von Karin Hurrle
 
Das missglückte Attentat auf Adolf Hitler jährt sich heute zum 75. Mal. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer haben heute nach vielen Medienberichten in einer Gedenkfeier und einem Gelöbnis von 400 Rekruten im Ehrenhof des Bendlerblocks dem Widerstand gegen die nationalistische Gewaltherrschaft gedacht. In dieser  Feierstunde betonte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Ansprache, dass die Widerstandskämpfer damals ausschließlich ihrem Gewissen gefolgt seien und hätten sich deshalb als wahre Patrioten erwiesen. Das Attentat mahne, Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt in all ihren Erscheinungsformen entgegenzutreten. Auch die Kirchen gedachten des Widerstandes vor 75 Jahren. Laut Deutschlandfunk habe der Berliner Erzbischof Koch den 20. Juli als einen Tag der Ermutigung bezeichnet, für Überzeugungen einzustehen. Gleichzeitig habe er zum Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Intoleranz aufgerufen. Heute nehme die Verrohung der Sprache ebenso zu wie Gewalt, Populismus, Ausgrenzung und radikale Ansichten. „Auch heute gibt es Hetze von Populisten und Brandstiftern“, sagte die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
 
Das Attentat vom 20. Juli 1944 war der bedeutendste Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus. Doch als Voraussetzung für einen Machtwechsel, auch unter dem Gesichtspunkt des „Eides auf den Führer“ galt für die Widerständler, den Diktator Adolf Hitler zu töten. Die im Führerquartier Wolfsschanze von Claus Schenk Graf von Stauffenberg deponierte Sprengladung verfehlte ihr Ziel, so dass Adolf Hitler durch die Explosion am 20. Juli 1944 nur leicht verletzt wurde.  Somit ist die Operation Walküre fehlgeschlagen. Beteiligte dieser Operation Walküre stammten vor allem aus dem Adel, der Wehrmacht und der Verwaltung. Es wurden später außer Claus Schenk Graf von Stauffenberg noch weitere 200 Personen hingerichtet, darunter Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, 19 Generäle, 26 Oberste, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef des Reichskriminalpolizeiamtes, mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten.
 
Laut Berichte von WIKIPEDIA hat Mitte 1942 eine Gruppe, für die heute die Namen Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg stehen begonnen, Pläne zu verwirklichen, die den Tod Hitlers zum Ziel hatten, die sich bis Sommer 1943 hinzogen und die von dem an der Ostfront eingesetzten Tresckow ausgingen. Ab September 1943 bereitete dann Stauffenberg das Attentat und den Putsch vor. Graf von Stauffenberg war keineswegs von Anfang an ein Gegner des Regimes. Anfänglich begrüßte er beispielsweise die Aufkündigung des Versailler Vertrages durch Hitler. Er weigerte sich allerdings, der NSDAP beizutreten. Nach der Reichsprogromnacht 1938 ging er dann endgültig auf Distanz zum NS-Regime. Das endgültige Umdenken von Stauffenberg setzte allerdings erst ein Jahre später ein, nachdem Adolf Hitler den Angriff auf die Sowjetunion geplant hatte. Außerdem empörte sich Stauffenberg über die massenhaften Morde der SS und die SD-Einsatzgruppen hinter der Front. Durch diese Handlungen kamen die Widerständler nicht nur zur Überzeugung, dass der Krieg schon lange verloren ist, sondern waren auch Motive für das Attentat auf Adolf Hitler, den Diktator und Tyrannen. Der Plan Stauffenbergs stand daher fest, den er wie folgt äußerte: „Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem Gewissen. Ich könnte den Frauen und Kindern der Gefallenen nicht in die Augen sehen, wenn ich nicht alles täte, dieses sinnlose Menschenopfer zu verhindern“. 
 
Zahlreiche Anschlagsversuche gegen Hitler wurden aus unterschiedlichen Gründen immer wieder verschoben oder abgebrochen. Falschinformationen, das Attentat gegen Hitler sei geglückt hat immer dafür gesorgt, dass die missglückte Operation gegen ihn vertuscht werden konnte. Teile der Widerständler waren nicht mehr bereit, ihr Leben ohne verlässliche Nachrichten über Hitlers Tod aufs Spiel zu setzen. Die Vorbereitung der Machtübernahme durch Stauffenberg war nur unzureichend getroffen worden. Es wurde versäumt, den Regimetreuen nach dem Attentat der Zugriff auf Rundfunk und Fernmeldewesen zu verwehren, weil in Berlin zuverlässige militärische Kräfte fehlten, um politische Zentralen wie das Propagandaministerium, das Reichssicherheitshauptamt, wichtige NSDAP-Dienststellen und die Gestapo-Zentrale zu besetzen und zu sichern. Fernschreiber der Widerständler kamen nicht schnell genug bei ihren Empfängern an. Die Nutzung der Rundfunksender gelang den Widerständlern ohnehin nicht.
 
Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 zogen sich also die Ermittlungen der Gestapo bis Mai 1945 hin. Man geht insgesamt von ca. 700 Inhaftierungen und mehr als 110 Exekutionen aus. Die Familienangehörigen der Attentäter wurden Sippenhaft genommen. Etwa 5000 weitere Verhaftungen erfolgten während der Aktion Gitter, einer Verhaftungsaktion der Gestapo vom August 1944. Neben den Widerständlern fielen damit zahlreiche andere Oppositionelle der NS-Justiz zum Opfer, die schon länger das Missfallen des nationalsozialistischen Regimes erregt hatten, aber nicht in das Attentat verwickelt waren.
 
Über die Prozesse entstand aus geheimen Aufnahmen der Verhandlung ein NS-Propagandafilm unter dem Titel „Verräter vor dem Volksgericht“.  Dieser wurde jedoch nicht öffentlich gezeigt und war nur mit Sondergenehmigung des Reichspropagandamininisters Joseph Goebbels zu sehen, außerdem als Geheimsache im Sinne des § 88 RStGB in der Fassung vom 24. April 1934 eingestuft. Außenstehenden von dem Inhalt des Films und seiner Vorführung Kenntnis zu geben, wurde daher mit dem Tode bestraft.
 
Die Vollstreckung der Todesurteile wegen Hochverrates erfolgte meist nur wenige Stunden nach ihrer Verkündung. Die Opfer wurden in Berlin-Plötzensee mit Stahlkabeln an Fleischerhaken aufgehängt. Eine Kamera filmte den Todeskampf der Verurteilten, die Aufnahmen wurden direkt an das Führerhauptquartier weitergeleitet. Diese Filme sind heute verschollen.  
 
 

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