25 | 05 | 2019
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SWR-Exklusiv-Interview vor Prozessbeginn gegen Ali Bashar: Mutter der getöteten Susanna Feldmann will dafür kämpfen, „dass die Gerechtigkeit siegt“

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Nebenkläger-Anwälte gehen von einem gezielten Plan Ali Bashars aus - Laut Anklage setzte Susanne vor ihrem Tod Hilferuf per Chat ab
 
Mainz. Vor dem am Dienstag beginnenden Mordprozess gegen den ehemaligen irakischen Flüchtling Ali Bashar hat sich die Mutter der getöteten Susanna Feldmann aus Mainz in einem Exklusiv-Interview mit dem SWR-Politikmagazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz“ geäußert. Zu ihren Erwartungen an den Prozess vor dem Landgericht Wiesbaden sagte Diana Feldmann: „Für den Tod meiner Tochter gibt es keine gerechte Strafe. Ich weiß, dass keine Strafe der Welt mir mein Kind zurückbringt. Aber dennoch hoffe ich, dass die Richter einfach die richtige Entscheidung treffen“.
 
Zudem gehe es ihr in dem Prozess darum, dass der Ruf ihrer Tochter nicht in einen „Schatten“ gestellt werde. Hintergrund sind unter anderem Aussagen, wonach Ali Bashar, gegenüber einem Zeugen gesagt habe, eine „Schlampe“ getötet zu haben. Diana Feldmann wörtlich: „Sie [Susanna] war eigentlich ein ruhiges, häusliches Mädchen, schüchtern, zurückhaltend und hilfsbereit. […] Ich werde hinter meiner Tochter stehen, auch jetzt, wo sie nicht mehr lebt“. 
 
Diana Feldmann erneuerte zudem ihre Kritik an der Arbeit der Polizei in Mainz nach Susannas Verschwinden im Mai 2018. Die Beamten dort hatten die Vermisstenanzeige der Mutter bearbeitet. Diana Feldmann kritisiert, man habe ihre Angaben damals nicht ernst genug genommen - etwa hinsichtlich dubioser Nachrichten, die am Tag nach dem Mord vom Smartphone ihrer Tochter an sie verschickt worden waren. Wie sich später herausstellte, hatte Ali Bashar selbst diese Nachrichten verfasst, offenbar um die Tat zu verschleiern. Dazu sagte Diana Feldmann: „Ich habe bis zu 50 Mal am Tag die Polizei angerufen und habe gesagt, jetzt kam diese Nachricht, dann kam die andere Nachricht. Bis man mir irgendwann gesagt hat, ich soll mich nur melden, wenn ich konkrete Hinweise habe.“ Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mainz wies die Vorwürfe im Interview mit „Zur Sache Rheinland-Pfalz zurück!“: „Diese Aussagen kann ich nicht bestätigen, wir hatten jederzeit engen Kontakt zur Mutter. Wir haben ihre Hinweise ernst genommen und diese Hinweise wurden dann auch verarbeitet. Deswegen haben dann kurz darauf auch die Wiesbadener Kollegen auch übernommen. Die Polizei macht niemals Vorwürfe über vermisste Personen. Sie bewertet lediglich Aussagen. Das war auch in diesem Fall so.“ 
 
Unterdessen vermuten die beiden Nebenkläger-Anwälte, Ali Bashar könnte Susanna womöglich gezielt in eine Falle gelockt haben. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, wonach Ali Bashar laut einer Zeugenaussage bereits vor seiner Tat gesagt habe, er wolle mit Susanna schlafen. Laut Anklageschrift, die dem SWR vorliegt, soll er zudem wenige Stunden vor der Tat Vorkehrungen getroffen haben, um am späten Abend zusammen mit einem Freund und Susanna in einer Flüchtlingsunterkunft Vodka zu trinken. Während dieser Zusammenkunft habe Ali Bashar einem Freund bewusst telefonisch mitgeteilt, dass sich Susanna nicht mehr in seiner Nähe befinde. 
 
Der Anwalt Jörg Ziegler, der im Strafprozess Susannas fünfjährige Schwester vertritt, sagte gegenüber „Zur Sache Rheinland-Pfalz“: „Ich gehe davon aus, dass es eine geplante Tat war, weil die Geschehensabläufe, die sich dort reihenlos aneinanderreihten, sehr auf eine absichtliche Lösung zurückschließen lassen.“ Zu den Vorwürfen gegen Ali Bashar wollte sich ein Verteidiger auf SWR-Anfrage nicht äußern, da „der Hauptverhandlung nicht vorgegriffen werden soll.“
 
 
Aus der Anklageschrift geht zudem hervor, dass Susanna vor ihrem Tod über einen Chat-Dienst eine Freundin um Hilfe bat. Demnach habe Susanna geschrieben, dass sie Angst habe und dass Ali Bashar sie nicht gehen lasse. Die Freundin habe ihr daraufhin geantwortet, sie solle nach Hause fahren. Die Mainzer Anwältin Petra Kaadtmann, die Susannas Mutter im Prozess vertritt, sagte dazu im Interview: „Diese Freundin hat weder die Polizei noch die Mutter von Susanna angerufen, um hier zu dokumentieren, dass Susanna sich in Schwierigkeiten befindet. Wenn das geschehen wäre, […] wäre es möglich gewesen, die Tat zu verhindern". (red.)
 

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