17 | 10 | 2018

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Landgericht Wiesbaden: Richter Bonk erklärt Verfahren im Fall Sean Creighton als beendet

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Angeklagter wird in Psychiatrie untergebracht – Mutter geht mit neuem Strafverteidiger in Revision

 
Von Karin Hurrle
 
Am vergangenen Montag wurde der Prozess gegen Sean Creighton vom Vorsitzenden Richter Jürgen Bonk für beendet erklärt. Er sieht nach 36 Verhandlungstagen vor der 2. Großen Strafkammer des Wiesbadener Landgerichts keine andere Wahl, den Angeklagten in ein Psychiatrisches Krankenhaus einweisen zu lassen. Sean Creighton sei nicht nur gewalttätig, er leide auch an Wahnvorstellungen. Das sieht sein Strafverteidiger, Rechtsanwalt Trontje Döhmer allerdings anders. Er wirft dem Gutachter der VITOS-Klinik Rüdiger Müller-Isberner vor, ein falsches Gutachten gemacht zu haben. Döhmer behauptet, sein Mandant sei in früheren Jahren erst durch Zwangsmedikation krank und durch Dauerfixierungen traumatisiert und aggressiv geworden. NACHRICHTEN REGIONAL berichtete am 18. April 2018 darüber. Die Mutter von Sean wirft allerdings Rechtsanwalt Döhmer vor, ihren Sohn nicht ordnungsgemäß vor dem Landgericht Wiesbaden vertreten zu haben. Sie hat Döhmer den „Laufpass“ gegeben, will jetzt mit einem neuen Wiesbadener Rechtsanwalt in Revision gehen. Über die Verhandlung berichtete jüngst auch der Wiesbadener Kurier.
 
Trontje Döhmer, der auch der Humanistischen Union (HU) Marburg angehört, wirft seit Prozessbeginn dem Sachverständigen der Vitos-Klinik Rüdiger Müller Isberner falsche Begutachtung und Inkompetenz vor. Er habe Folter und Menschenrechtsverletzungen der Psychiatrischen Anstalt im Gutachten außer Acht gelassen, weshalb ein Gegengutachten von der inzwischen an Krebs verstorbenen Eva Schwenk erstellt wurde. Döhmers weitere Vorwürfe gegen Müller-Isberner lauten: Falschdiagnosen am Fließband. Müller-Isberners Diagnose über Creighton „Paranoide Schizophrenie“ bezeichnete er als Werk eines „gefährlichen Scharlatans“. Er richtete daher seinen Appell an Staatsanwalt Oliver Kuhn und Richter Jürgen Bonk, dass sein Mandant ein Kranker sei, der dringend Hilfe brauche. Seans Aggressionen und Wahnvorstellungen rührten von der Verabreichung falscher Psychopharmaka. Letztendlich wirft Döhmer dem Gericht vor, dass die drei Berufsrichter und die beiden Schöffen befangen sind.
 
Bei der Verhandlung am 23. April 2018 stand bereits im Raum, das Verfahren in ein anderes Bundesland verlegen zu lassen. Im Gespräch sei auch Rheinland-Pfalz gewesen. NACHRICHTEN REGIONAL hatte am 27. April 2018 darüber berichtet. Am 11. Juni 2018 wurde weiter über den Fall „Sean Creighton“ beim Landgericht Wiesbaden verhandelt. Im Raum stand, dass Staatsanwalt Oliver Kuhn künftig auch im Mordfall der 14-jährigen Susanna ermitteln soll. Ali B., der nach dem Mord in den Irak geflüchtet war, wurde dort festgenommen und wieder nach Deutschland ausgeliefert. Er soll sich vor dem Amtsgericht Wiesbaden verantworten müssen. Ankläger im Fall Susanna,  soll nun ebenfalls Staatsanwalt Oliver Kuhn sein, der auch der Ankläger im Fall Sean Creighton ist. NACHRICHTEN REGIONAL hatte am 10. Juni 2018 darüber berichtet.
 
Sobald neue Erkenntnisse einer möglichen Revision der Mutter vorliegen, wird NACHRICHTEN REGIONAL seine Leser auf dem Laufenden halten.

 

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