17 | 08 | 2018

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„Fake-Science“ im Südwesten - Sendung "ARD exklusiv am Montag 23. Juli um 21.45 Uhr

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Wissenschaftsskandal um „Fake-Science“: Auch Universitäten und Unternehmen im Südwesten betroffen

Mehrere tausend deutsche Wissenschaftler sind in einen weltweiten Skandal um scheinwissenschaftliche Zeitschriften verwickelt. Das haben Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ergeben, an denen auch der SWR beteiligt war. Im Mittelpunkt der Recherchen stehen die Verlage „WASET“ und „OMICS“, die in der Türkei bzw. Indien angesiedelt sind. Die Verlage veröffentlichen zahlreiche Fachzeitschriften, die im Verdacht stehen unwissenschaftlich und unseriös zu arbeiten. Gegen den OMICS-Verlag läuft daher bereits ein Gerichtsverfahren in den USA. „WASET“ und „OMICS“ behaupten Forschungsergebnisse wie international üblich vor Veröffentlichung anderen erfahrenen Wissenschaftlern zur Prüfung und Korrektur vorzulegen. Den Recherchen zufolge geschieht dies jedoch meist nicht. Eingereichte Studien werden oft binnen Tagen publiziert. Auf diese Weise gelangen demnach nicht selten fragwürdige, falsche oder gar betrügerische Studien mit scheinbar wissenschaftlichem Gütesiegel an die Öffentlichkeit. In den Veröffentlichungen der beiden Verlage finden sich auch die Namen zahlreicher Wissenschaftler aus dem Südwesten. Betroffene Einrichtungen sind unter anderem: Das KIT Karlsruhe, die Unis Heidelberg, Tübingen und Mainz sowie die Unternehmen Bosch GmbH und das Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim.
 
Auf Anfrage des SWR teilten die Unternehmen mit, sie hätten nicht gewusst, dass Wissenschaftler von ihnen bei den kritisierten Verlagen Artikel veröffentlicht hätten. Das sei ihnen erst durch die SWR-Recherchen bekannt geworden. Es handle sich um bedauerliche Einzelfälle. Die Universitäten und Unternehmen betonten, sie würden sogenannte „Raubverlage“ wie WASET und OMICS ablehnen und Veröffentlichungen ihrer Mitarbeiter dort nicht unterstützen. Ein Sprecher der Uni Heidelberg sagte, man warne seit Jahren vor diesen unseriösen Wissenschaftsver­lagen. Dennoch könne es im Einzelfall vorkommen, dass vor allem junge, unerfahrene Wissenschaftler auf die Angebote der Verlage hereinfallen würden. Aber die Zahl der bei den kritisierten Verlagen veröffentlichten Artikel sei sehr gering. Wissenschaftler der Uni Heidelberg würden jedes Jahr mehr als 7000 Fach-Artikel verfassen. Seit 2010 seien insgesamt nur 17 Artikel bei Raubverlagen erschienen.
 
Auch das KIT Karlsruhe, die Universität Tübingen und die Robert Bosch GmbH verweisen darauf, dass von ihren Mitarbeitern nur sehr wenige Artikel bei diesen Verlagen veröffentlicht wurden. Man werde aber erneut alle Mitarbeiter davor warnen, dort Fach-Artikel zu publizieren. Von der Uni Mainz werden zwei Professoren auf den Seiten des „OMICS“-Verlages sogar als Heraus­geber von Fachzeitschriften geführt. Wie die Uni Mainz auf Anfrage mitteilte, habe einer der beiden Professoren die Zusammenarbeit mit dem Verlag bereits gekündigt. Der zweite Professor sei mittlerweile nicht mehr an der Uni Mainz tätig. Die Universität lehne diese Art der Verlage grundsätzlich ab und bezahle auch kein Geld für derartige Publikationen. Man werde die Mitarbeiter der Universität jetzt nochmals vor den unseriösen Verlagen warnen.
 
Auch das Pharma-Unternehmen Boehringer-Ingelheim betonte, dass aus seinem Haus nur sehr wenige Wissenschaftler betroffen seien. Von über 4000 Publikationen seit 2014, seien lediglich acht bei OMICS veröffentlicht worden. Boehringer-Ingelheim lehne diese Verlage ab, denn sie würden nicht dem wissenschaftlichen Anspruch des Unternehmens entsprechen.
 
Das Erste zeigt dazu im Rahmen seiner Reihe „ARD exklusiv“ am Montag, 23. Juli, 21.45 Uhr, die Dokumentation „Fake Science: Die Lügenmacher“. (red.) d

 

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