21 | 08 | 2018

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Kompetente Hilfe für Endometriose-Patientinnen

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Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden erhält Zertifizierung als Klinisches Zentrum für Endometriose 

Kirchheimbolanden. Starke Schmerzen im Unterleib und jahrelang unerfüllter Kinderwunsch – das können Anzeichen für Endometriose, eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen sein. Im Westpfalz-Klinikum in Kirchheimbolanden bekommen Frauen mit diesem Krankheitsbild höchst kompetente medizinische Hilfe. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort ist jetzt als klinisches Endometriosezentrum zertifiziert worden. „Der Anstoß zur Zertifizierung kam auch aus den Reihen meiner Patientinnen, deren Leidensdruck groß war“, sagt Dr. Robinson Ferrara, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden. Endometriose ist eine häufige, gutartige, oft schmerzhafte chronische Erkrankung von Frauen, bei der der Gebärmutterschleimhaut ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt. Sie befindet sich oft am Bauchfell im unteren Bauchraum oder im kleinen Becken. Aber auch der Douglas-Raum zwischen Gebärmutter und Enddarm, die Bänder zwischen Gebärmutter und Kreuzbein sowie die Eierstöcke sind oft betroffen. Eine Ausbreitung auf die Scheidenwand und den Darm sowie das Bindegewebe zwischen Scheide und Darm sind nicht selten.

Weiterhin kann sich die Erkrankung in der Gebärmuttermuskulatur, dem Wurmfortsatz sowie am Zwerchfell befinden. Auch die Vulva, der Damm und der Bauchnabel können betroffen sein. Sehr selten befällt die Endometriose die Lunge, Skelettmuskulatur und das Gehirn. Aber auch hier sind schon Endometrioseherde aufgetreten. „Es bedarf einer genauen Anamneseerhebung der Patientinnen sowie einer Abklärung mittels Ultraschall, gegebenenfalls mit MRT, und eines operativen Blickes in den Bauchraum, um die endgültige Diagnose zu stellen“, erläutert Dr. Ferrara.

Als Endometriosezentrum bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kirchheimbolanden Patientinnen eine umfassende und intensive gynäkologische Betreuung. Die Ärzte im Haus bilden sich regelmäßig im Bereich der Endometriose fort und sind hochqualifiziert im Thema Endometriose. Zudem gehören operative Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten zum Angebot. Dabei arbeitet die Klinik mit den Bereichen Radiologie, Abdominalchirurgie, Urologie und mehreren Kinderwunschzentren standardmäßig zusammen. Auch die Einbindung von Schmerztherapie und psychosomatischer Unterstützung ist gegeben – genauso wie die Zugangsmöglichkeit zur Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation.

Auch wenn es derzeit keine Therapie gibt, die die Endometriose vollends heilen kann, so kann eine Behandlung oder eine OP durchaus zu einer Verbesserung führen. „Meiner Erfahrung nach besteht Hoffnung, dass die Schmerzen dadurch gelindert werden und der Kinderwunsch doch noch erfüllt werden kann“, sagt Dr. Ferrara. Ein Grund, warum viele Frauen mit diesem Krankheitsbild in Kirchheimbolanden Hilfe suchen. (red.)

 

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