23 | 07 | 2018

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Grabinschriften in Gurs korrigiert und ergänzt

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Schüler der Meisterschule für Handwerker legten Hand an

Fünf Schülerinnen und Schüler des zweiten Ausbildungsjahrs für Steinmetze und Steinbildhauer der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern waren zusammen mit ihren Fachlehrern Christian Gabriel und Reiner Mährlein im vergangenen Jahr in Gurs, um auf dem dortigen Deportiertenfriedhof die Inschriften der Steine zu bearbeiten. Nun haben sie den Gedenkbeirat des Bezirksverbands Pfalz über ihre Tätigkeit an dem südfranzösischen Ort informiert. „Es war schon eine besondere Situation, zum ersten Mal auf einem Friedhof zu arbeiten“, sagte eine Schülerin. „Doch wir konnten damit einen Beitrag zur Gedenkarbeit leisten.“ Es sei in Ordnung gewesen, dass man hier arbeiten konnte, auch wenn das manchmal bis zu zehn Stunden gedauert habe, so ein Schüler. Die Mitglieder des Beirats unter Vorsitz von Bernhard Kukatzki dankten ihnen, sprachen ihnen ein großes Lob aus und meinten, sie „könnten Vorbild für andere sein“. Auch Roland Paul, ehemaliger Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde, der anhand seiner Forschungen zahlreiche Hinweise geben konnte, an welchen Steinen etwas zu korrigieren oder zu ergänzen war, zollte den jungen Menschen große Anerkennung: „Ich kenne die dortigen Witterungsverhältnisse und hätte nicht gedacht, dass man all die Steine in so kurzer Zeit schaffen kann.“ Den Angehörigen der nach Gurs deportierten Juden, die dort zu Tode kamen, will er nun Fotos der Steine schicken.

Insgesamt bearbeiteten die angehenden Steinmetze 34 Gedenksteine in vier Tagen – und das bei anfänglich nasser Witterung. Regenschirme mussten am ersten Tag aufgespannt werden, um sich und vor allem die Steine zu schützen. Zunächst musste man die Flächen mit Schleifscheibe und Kompressor vorbereiten, um Fehler auszumerzen, dann konnte man die Schrift aufpausen und danach wurde sie herausgehauen. Gabriel und Mährlein übernahmen abschließend das Ausmalen der Schrift. Insgesamt eine beschwerliche Arbeit, da die Steine relativ niedrig sind und man sie oft nur kauernd bearbeiten konnte. Vorbereitet hatte Fachlehrer Bernd Decker die Fahrt, der vor einem Jahr vor Ort war, unter anderem um die Steinqualität – französischer Kalkstein – zu bestimmen. Sodann wurden in der Steinmetzwerkstatt der Meisterschule für Handwerker die Schablonen für die Schriften vorbereitet. Bevor die Gruppe wieder die Heimfahrt antrat, machte sie noch einen Ausflug ins spanische San Sebastian, wo sie unter anderem eine Skulptur von dem spanisch-baskischen Bildhauer und Zeichner Eduardo Chillida in Augenschein nahmen. (red.)

 

 

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