15 | 09 | 2019
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FTGR gegen Psychiatriemissbrauch

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Gesetzgebung muss geändert werden

Gegen Psychiatriemissbrauch will sich der Verein „Förderung von Transparenz und Gerechtigkeit in der Rechtspflege Rheinland-Pfalz e.V.“ (FTGR) einsetzen. Ein entsprechendes Schreiben will der Verein demnächst an alle Landtagsfraktionen richten. Die Vorsitzende Karin Hurrle und ihre Stellvertreterin Cordula Butz-Cronauer haben im Laufe ihres Engagements festgestellt, dass Personen, die dem Staat zur Last fallen oder sich nicht in ein System einfügen wollen, einfach in die Psychiatrie weggesperrt würden. Dem müsse nun ein Riegel vorgeschoben werden. Hurrle verwies bei dieser Gelegenheit auf eine Interessengemeinschaft  gegen Psychiatriemissbrauch in Leipzig, mit der sie sich demnächst dort treffe, um einen entsprechenden Antrag auf Gesetzesänderung vorzubereiten.

Immer wieder würden unberechtigt Betreuungen von den Gerichten angeordnet, kritisiert Butz-Cronauer, die im Nachhinein nur sehr schwer wieder rückgängig gemacht werden könnten. Karin Hurrle berichtet von einem Fall in Rheinland-Pfalz, wo ein Mann einfach in die geschlossene Anstalt eingewiesen wurde und eine gesetzliche Betreuung erhielt. Dem Betroffenen, der selbst keine Angehörigen mehr hatte, habe man nach dem Tod seiner langjährigen Lebensgefährtin zunächst Hab und Gut genommen. Die Tochter dieser Lebensgefährtin habe gemeinsam mit dessen Freund, der Rechtsanwalt ist, dann die Betreuung per Richterlichem Beschluss erhalten. Seit dieser Zeit lebe der Mann wie in einem Gefängnis und werde in der Anstalt, die Hurrle selbst besucht hatte, mit Medikamenten voll gepumpt. Aus diesem Grunde sei der Mann mehrmals aus dem Bett gefallen und habe sich viele Hämatome am Kopf zugezogen. Auch Taschengeld habe der Mann nicht bekommen und sei durch die vielen Medikamente ans Bett gefesselt gewesen. Eine Nichte, die erst verspätet erfahren habe wo sich ihr Onkel aufhielt, habe sich vergebens dafür eingesetzt, dass dieser wieder aus dieser Klinik frei kommt.

Für den FTGR sind solche Missstände untragbar und kein Einzelfall. Daher müsse umgehend gehandelt werden, sagt der Vorstand. Aus aktuellem Anlass wolle der Verein nun einen Appell an die Politik richten, diesen Vorfällen politisch nachzugehen, damit Abhilfe geschaffen werden kann. Der FTGR werde daher eine entsprechende Gesetzesänderung anregen, die sorgfältig vorbereitet und dann verabschiedet werden müsste. (red.)
 

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