23 | 09 | 2018

WERBE-LINKS:

Hier könnte Ihre
Werbung stehen!

Rufen Sie uns an und
sichern Sie sich
Frühbucherpreise!

06324-981504

Ist Scientology eine Sekte oder handelt es sich um Wirtschaftskriminalität?

Bewertung:  / 60
SchwachSuper 

Zwischenbericht des Hamburger Arbeitskreises warnt vor Organisation – Scientology unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft - Überarbeitete Aufklärungsbroschüre des Bundesministeriums erhältlich!!

von Karin Hurrle

Ist Scientology eine Sekte oder handelt es sich bei ihren Methoden und Vorgehensweisen um Wirtschaftskriminelle? Diesen Fragen ist auch das Hannah-Arendt-Institut in Zusammenarbeit der Technischen Universität Dresden nachgegangen. Laut ihrer Studie hat sich die öffentliche Debatte seit den frühen 90er Jahren mehr und mehr auf die Scientology-Kirche fokusiert. Dies sei nicht etwa deshalb geschehen, weil sich Scientology in auffälliger Weise anders als in den Jahrzehnten vorher verhalten hätte. Vielmehr habe diese neureligiöse Bewegung die Nachfolge anderer Gruppierungen genau in jenen Augenblicken übernommen, als diese keinen Stoff für weitere medienträchtigen Skandalisierungen mehr boten und die Öffentlichkeit das Interesse an ihnen verloren habe. Bereits im Juni 1997 erging ein Beschluss der Innenministerkonferenz, die Scientology-Kirche durch die Verfassungsbehörden des Bundes und der Länder (außer Schleswig-Holstein) beobachten zu lassen. Vorausgegangen seien laut dieser Studie massive Vorwürfe, dass die Gruppierung unter dem Deckmantel einer Religionsgemeinschaft und unter Missachtung der Rechtsordnung verfassungsfeindliche Ziele verfolge, Methoden der Wirtschaftskriminalität anwende und Psychoterror gegen ihre Mitglieder ausübe. Die Vorwürfe haben sich laut der Studie nicht nur durch Observationen und zahlreiche Gerichtsverfahren erhärtet, Verfassungsschützer seien außerdem zu dem Ergebnis gelangt, dass es sich bei der gefürchteten Organisation um eine lautstark und mitunter aggressiv auftretende Gruppe handele, die gegen ihren medial und politisch opponierenden Gegner vorgehe. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde eine Aufklärungsbroschüre in einer aktuellen Fassung vom Bundesverwaltungsamt 1998 herausgegeben. Wegen aktuellen Medienberichten der Unterwanderung von Scientology hat auch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz einen Bericht herausgebracht. Die Rhein-Zeitung und FOCUS hatten ebenfalls darüber berichtet. Scientology-Aussteiger, Betroffene, Angehörige und weitere Bezugspersonen können sich an die Scientology-Krisenberatungsstelle beim Bayerischen Landesjugendamt wenden. Sie bietet Ratsuchenden eine erste pädagogisch-psychologische Beratung, Unterstützung und Krisenhilfe an. Bei Bedarf wird an entsprechende öffentliche, kirchliche und private Stellen wie Rechtsanwälte, Schuldnerberatungsstellen, psychosoziale Beratungsstellen, Therapeuten, Selbsthilfegruppen, sowie an andere ambulante und stationäre Einrichtungen weitervermittelt. Die SO-Krisenberatungsstelle ist aus dem Festnetz zum Ortsgesprächstarif erreichbar. Telefon: 0180 100 00 42.

Bereits Anfang der 80er Jahre hatte eine Hamburger Arbeitsgruppe einen Zwischenbericht über die Aktivitäten der Scientology-Organisation vorgelegt, die genau dies bestätigte. Es wurde darauf verwiesen, dass sich die aggressive Vorgehensweise insbesondere auf dem Hamburger Wohnungsmarkt ausbreite. Im Laufe des Jahres 1990 sei deutlicher geworden, dass sich die Organisation in Hamburg weiter ausbreite, was bei der Bürgerschaft von Hamburg zur Besorgnis führte. Daher habe die Hamburger Bürgerschaft im März 1991 sogar eine große Anfrage an den Senat gerichtet, die weitgehende und zusammenhängende Erkenntnisse brachte. Die Beratungen im Hamburger Rechtsausschuss hätten allerdings gezeigt, dass es bei den Behörden Wissensdefizite über die Praktiken, Einflüsse und die Ausbreitung der Scientology in Hamburg gebe.

Am 10.03.2017 berichtete die Süddeutsche Zeitung von einem weiteren Münchner Scientology-Fall, was viele Leser aufschrecken ließ. Und zwar haben zwei CDU-Stadträte darauf aufmerksam gemacht, dass ein Oberföhringer Nachhilfe-Institut von zwei Scientologen betrieben würde. Kurz darauf seien die beiden CDU-Politiker auf zwei weitere Scientologen gestoßen, die sich als Nachhilfelehrer um Jugendliche kümmerten. Der Hinweis sei allerdings verhallt. Die Stadt München habe geantwortet, dass die Auswahl der Nachhilfelehrer Sache der Eltern sei. Weit verbreitet sind auch fragwürdige Fälle in der Psychiatrie, die ebenfalls Scientologen zugeordnet werden. Ob der Fall „Gustl Mollath“ dem Einsatz von Scientologen zuzuordnen ist, wird derzeit von verschiedenen Personen diskutiert und verfolgt. Psychiatrie und Kindesentzug stehen in engem Zusammenhang, wie man auch dem Interview des Bad Dürkheimer Rechtsanwaltes Seitz entnehmen kann. Er hatte auch die Polizistin und Mutter vierer Kinder, Andrea Kuwalewsky, juristisch vertreten.

NACHRICHTEN-REGIONAL recherchiert weiter für seine Leser. Es wird demnächst mehr darüber berichtet.
 

1. FC 08 Haßloch

FENSTER DER PFALZ
PFALZFENSTER
partnerdervereine.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen OK- Einverstanden