19 | 08 | 2019
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Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ geht an die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“

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Preisverleihung am 13. April 2012 in Eisleben

Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ geht an die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ geht an  die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“. Das gab Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer nach der Jurysitzung am 10. November 2012 im Rathaus der Lutherstadt Eisleben bekannt. Die Initiative wurde im Sommer 2010, anlässlich eines rassistisch motivierten Angriffs auf einen Barkeeper des Restaurants „Picasso“, von Gastronomen in Regensburg gegründet. Ausgangspunkt hierfür war das couragierte Eingreifen des Barkeepers bei einem tätlichen Übergriff von Nazis auf eine junge Frau mit Kind vor seinem Restaurant.

Nach diesem Übergriff entstand diese Initiative, bei welcher sich inzwischen fast 150 Regensburger Gastronomen engagieren. Mit dem im Jahr 2011 entworfenen Aufkleber „Nazis werden hier nicht bedient“ signalisieren mittlerweile  80 Gastronomen von außen sichtbar die Initiative. Zeitgleich entstand auch die Broschüre „Rassisten werden hier nicht bedient“, welche den Gastronomen bei der Erkennung und im Umgang mit Nazis hilft.

Es waren sich alle Jurymitglieder darüber einig, dass alle bis zum 10.11.2012 eingereichten Vorschläge für den Preis „Das unerschrockene Wort“ statutkonform und respektabel waren. Nach einer sehr qualifiziert und sachlich geführten Diskussion fiel die einstimmige Wahl auf die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“.

Die Jury hofft, dass mit dieser Entscheidung eine Initialzündung auf viele andere Städte übergreift und somit eine Nachhaltigkeit des Preises „Das unerschrockene Wort“ 2013 erreicht wird.

Der Preis
Der Preis „Das unerschrockene Wort“ wurde von den Lutherstädten anlässlich des Lutherjahres 1996 im Gedenken an den Reformator Martin Luther gestiftet, der seine Überzeugung mutig und standhaft gegenüber den Autoritäten seiner Zeit verteidigt hat.

Mit dem Preis „Das unerschrockene Wort“ sollen Frauen und Männer geehrt werden, heißt es in den Grundsätzen für die Preisvergabe, „die in einer besonderen Situation oder bei einem konkreten Anlass, aber auch beispielhaft über einen größeren Zeitraum hinweg, in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben. Dabei soll es weniger um eine Zustandsbeschreibung gehen als um wegweisende zukunftsgerichtete Überlegungen“. Die Preisträger können aus Deutschland oder aus dem Ausland kommen.  Erstmals wurde der Preis 1996 verliehen. Seit dem Jahr  1999 wird der Preis alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Vorschlagsrecht liegt bei den an der Stiftung beteiligten Städten und den berufenen Jurymitgliedern. Die beteiligten Lutherstädte rufen im Vorfeld die Bürgerinnen und Bürger über eine Ausschreibung und über die Presse dazu auf, Personen zu benennen, die durch ihr „unerschrockenes Wort“ hervorgetreten sind.

Bisherige Preisträger
Preisträger waren bisher 1996 Prof. Dr. Richard Schröder, 1999 Prof. Dr.  Hans Küng, 2001 Uta Leichsenring, 2003 Gertraud Knoll, 2005 Stephan Krawczyk, 2007 Emel Abidin-Algan, 2009 Andrea Röpke, 2011  Dmitrij Muratow und die Redaktion der russischen Tageszeitung „Nowaja Gaseta“. Nun reiht sich die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ in die Reihe der Preisträger ein.

Die Jury
Mitglieder der Jury des Preises „Das unerschrockene Wort“ sind die (Ober-) Bürgermeister aus Augsburg, Coburg, Eisenach, Eisleben, Erfurt, Halle, Heidelberg, Magdeburg, Marburg, Nordhausen, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Wittenberg, Worms und Zeitz sowie weitere berufene Jurymitglieder.

Preisverleihung
Der Preis wird voraussichtlich am 13. April 2013 in der Lutherstadt Eisleben von Oberbürgermeisterin Jutta Fischer an den Inhaber des Restaurants „Picasso“, Sion Israel  und an die Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ überreicht.

Foto: Hansjörg Eger - Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Prof. Heinrich Bedford-Strohm - Landesbischof der Ev. Lutherischen Kirche in Bayern, Jutta Fischer - Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben und Volker Gallé - Kulturkoordinator Stadt Worms (v.l.)

 

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