05 | 06 | 2020
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NDR 90,3 und Hamburg Journal: 75 Jahre Kriegsende in Hamburg

Bewertung:  / 5
Gedenkfeier bei NDR.de Livestream - Gedenken an ermordete Menschen mit Behinderung
 
Anfang Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. NDR 90,3 und das Hamburg Journal berichten ausführlich zum Thema im Programm. Außerdem überträgt NDR.de die Gedenkveranstaltung des Mahnmals St. Nikolai und die Gedenkfeier der Evangelischen Stiftung Alsterdorf im Livestream. Die Evangelische Stiftung Alsterdorf gedenkt am 8. Mai der während der Zeit des Nationalsozialismus deportierten und ermordeten Menschen mit Behinderung. Insgesamt wurden 630 Bewohnerinnen und Bewohner aus den Alsterdorfer Anstalten in Zwischen- oder Tötungsanstalten abtransportiert, nur 80 haben überlebt. Wegen der Corona-Krise musste in diesem Jahr die Veranstaltung abgesagt werden, stattdessen findet eine Kranzniederlegung statt, die NDR.de ab 11 Uhr live überträgt. Auch das Mahnmal St. Nikolai musste eine große Gedenkveranstaltung mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Zeitzeugen auf dem Platz der Ruine der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai absagen. Da wegen der aktuellen Corona-Pandemie Besucherinnen und Besucher nicht am Gedenken teilnehmen können, überträgt NDR.de die Veranstaltung am Sonnabend, den 9. Mai um 16 Uhr im Livestream.

Mord an Walter Lübcke: Geldstrafe für Waffenkäufer von Stephan E.

Bewertung:  / 3
Weitere Verdächtige im Visier der Ermittler - Befragung der Bundesanwaltschaft noch ohne Ergebnis - Anwalt für Stellungnahme nicht erreichbar
 
Der jetzt angeklagte mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Stephan E., hat wohl illegal mit Pistolen und Gewehren gehandelt. Wegen illegalen Waffenbesitzes muss ein Arbeitskollege von Stephan E. nach NDR Informationen nun eine Geldstrafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft in Kassel geht davon aus, dass der Beschuldigte die Waffe von Stephan E. gekauft hatte. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat gegen den 47-jährigen Timo A., einen Arbeitskollegen von Stephan E., wegen unerlaubten Waffen- und Munitionsbesitzes einen Strafbefehl erwirkt. Wenn Timo A., der bisher nicht als Straftäter aufgefallen war, nicht binnen zwei Wochen Einspruch gegen den Strafbefehl in Höhe von 3000 Euro einlegt, gilt er als verurteilt. Laut Staatsanwaltschaft Kassel soll Timo A. seit 2016 "einen funktionsfähigen schwarzen Revolver" vom Typ "Smith & Wesson" und dazugehörige Munition besessen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass Timo A. die Waffe vom mutmaßlichen Mörder Stephan E. gekauft hatte. Sie war im vergangenen Jahr bei einer Durchsuchung sichergestellt worden. Das Amtsgericht Eschwege hat auf NDR Anfrage bestätigt, dass der Strafbefehl erlassen wurde.

Menschenrechtsaktivist Frank Engelen nach neunmonatiger Beugehaft in der JVA Dresden wieder auf freiem Fuß

Bewertung:  / 75
Sein Vorwurf: Jugendämter betreiben Kinderhandel und machen Jagd auf Kinder und Jugendliche
 
von Karin Hurrle
 
Weil Frank Engelen von Staatsanwalt Jörn Heinz Adolf Wunderlich, Staatsanwaltschaft Chemnitz, beschuldigt wurde, den immer noch vom Jugendamt gesuchten Dave Möbius nach Polen verbracht und dort versteckt zu halten, wurde gegen ihn am 20.02.2019 ein HAFTBEFEHL erlassen und eine neunmonatige Untersuchungshaft angeordnet, die er in der JVA Dresden abgesessen hat. Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß. Im persönlichen Gespräch erzählte er unserer Redaktion, dass die Vorwürfe gegen ihn völlig aus der Luft gegriffen seien, der ausgestellte Haftbefehl „gebastelt“ worden sei, um ihn in Beugehaft zu nehmen und gefügig zu machen. Die neunmonatige Untersuchungshaft in der JVA Dresden habe ihm nicht geschadet, vielmehr habe er dort inzwischen viele Freunde, die seinen Verein LICHTBLICK und sein Engagement voll unterstützten. Den weiteren Taten von Staatsanwalt Wunderlich sehe er mit Gelassenheit entgegen, dem er "Willkür" in der Sache vorwirft. Auch werde er seine Aktivitäten gegen Kinderhandel der Jugendämter nicht aufgeben. Den Lambrechter „Fall Kuwalewsky“ kennt er. Die ehemalige Polizistin Andrea Kuwalewsky habe seinerzeit bei ihm Rat eingeholt, als ihr ihre vier Kinder vom Jugendamt weggenommen wurden und in ein Heim verbracht worden seien. Auch habe er ihren inzwischen verstorbenen Rechtsanwalt Saschenbrecker gekannt, den er als „systemtreu“ bezeichnete. 

Erste Chefärztin am Westpfalz-Klinikum

Bewertung:  / 11
Astrid Hedicke übernimmt die Leitung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 2 am Standort Kirchheimbolanden
 
Kirchheimbolanden. Novum am Westpfalz-Klinikum: In der langen Historie des Krankenhauses wird zum ersten Mal eine Frau Chefärztin. Astrid Hedicke übernimmt am 1. Mai 2020 die Leitung der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 2 am Standort Kirchheimbolanden. Die 45-jährige tritt die Nachfolge von Dr. med. Robinson Ferrara an, der das Haus auf eigenen Wunsch verlässt. „Ich freue mich, dass das Westpfalz-Klinikum diesen Schritt wagt und erstmals eine Chefarzt-Stelle mit einer Frau besetzt. Ich werde mich voll einbringen und mein Bestes zur Weiterentwicklung geben“, sagt Astrid Hedicke. Die Mutter von drei Kindern ist schon seit 8 Jahren am Westpfalz-Klinikum tätig, zuletzt als Leitende Oberärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 2. 

Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern: Klinik für Psychosomatik bietet kostenlose Telefonberatung an

Bewertung:  / 11
 
Hilfe bei Ängsten, Depressionen, Anpassung oder Hilflosikeit
 
Kaiserslautern. Ab Montag, 27. April, stehen die Mitarbeiter der Klinik für Psychosomatik am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern für eine kostenlose und – wenn gewünscht – anonyme Telefonberatung zur Verfügung. „Wir wissen wie schwierig die aktuelle Situation für die Menschen sein kann. Deshalb bieten wir mit dieser Hotline die Möglichkeit, unverbindlich und direkt professionelle Hilfestellung und Beratung von erfahrenen Experten zu bekommen“, sagt Dr. med. Alexander Jatzko, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik. Häusliche Quarantäne, Kontaktbeschränkungen und Homeoffice, das Lernen mit Kindern zu Hause, Geldsorgen und strenge Hygieneregeln – all das kann enormen Stress erzeugen. „Wenn Menschen unter Ängsten, Depressionen, Anspannung oder Hilflosigkeit leiden und das Gefühl haben, es einfach nicht mehr auszuhalten, wollen wir für sie da sein“, sagt Jatzko. 

75 Jahre Kriegsende: Doku „Unsere Geschichte - Als der Frieden in den Norden kam“ schildert die unmittelbare Nachkriegszeit in Norddeutschland

Bewertung:  / 10
Sendetermin: Mittwoch, 29. April, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen ab 10.00 Uhr in der ARD Mediathek
 
Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg in Deutschland. Doch tatsächlich kam der Frieden zu ganz unterschiedlichen Zeiten in das Land - auch im Norden: Braunschweig kapitulierte bereits am 12. April 1945, Hamburg erst ganze drei Wochen später, am 3. Mai. Die Dokumentation „Unsere Geschichte - Als der Frieden in den Norden kam“ beschreibt diese unmittelbare Nachkriegszeit in Norddeutschland, die „Zwischenzeit“ inmitten letzter Kriegshandlungen, Kapitulation und Frieden. Autorin Nina Adler erzählt vom schweren Neubeginn in den Städten Hamburg, Lübeck, Braunschweig, Schwerin und Greifswald. Von Hungerwintern, Kohlenklau und Hamsterfahrten, von Befreiung und Besetzung, von Trauer und Hoffnung. 

Lücken beim Corona-Schutz für Erntehelfer

Bewertung:  / 12
Nach Recherchen des ARD-Magahins PANORAMA: Erntehefer von großen Betrieben in Rheinland-Pfalz werden immer noch in großen Gruppen auf die Felder transportert
 
Trotz der Corona-Schutz-Regelungen für Erntehelfer („Saison-Arbeitskräfte“) kommt es in Deutschland zu Verstößen gegen allgemein geltende Regeln des Gesundheitsschutzes. Nach Recherchen des ARD-Magazins „Panorama“ (NDR) werden Erntehelfer in großen Betrieben, etwa in Rheinland-Pfalz, weiterhin in Gruppen von mehr als 40 Personen in jeweils einem Anhänger vom Hof zu den Feldern transportiert. Dabei tragen die Erntehelfer oft keine Masken. Arbeitsgruppen haben eine Größe von bis zu 45 Personen. Sie sind außerdem weiterhin in Mehrbettzimmern mit voller Auslastung untergebracht. Nach den in großen Teilen Deutschlands geltenden allgemeinen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise dürfen Gruppen eigentlich Familiengröße nicht überschreiten.

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