Baden-Württembergs AfD-Co-Landeschef Frohnmaier wirft Kritikern „Schädigungsabsicht“ vor
In der AfD Baden-Württemberg „rumort“ es. Wegen des Verhaltens von AfD-Co-Landeschef von Baden-Württemberg, Markus Frohnmaier, wird harsche Kritik erhoben, in einem Brandbrief an die Bundes-AfD wird ihm „skrupelose Selbstbedienung“ und „Goebbels-Methoden“, wie „Unterdrückung“ und „Vetternwirtschaft“ vorgeworfen. Frohnmaier wies die Vorwürfe gegen ihn zurück. Er sprach von einer „Schädigungsabsicht“. Er betonte, dass der Landesverband habe handeln müssen, weil der Stuttgarter Kreisverband sich nicht als kooperativ gezeigt habe. Außerdem habe Verdunklungsgefahr bestanden; Mürter habe ein anderes Mitglied des Kreisvorstands angewiesen, Daten zu löschen. Kritisch äußerte sich Frohnmaier zur Tatsache, dass die beiden Ravensburgetr AfD-Mitglieder mit ihrer Kritik an die Öffentlichkeit gegangen seien. „Kritik wird in den Gremien geübt“, sagt er. Alles andere sei parteischädigendes Verhalten. Hier zu seiner Biografie https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Frohnmaier
Im Landesverband der AfD Baden-Württemberg sorgen schwere interne Konflikte, Vorwürfe der Vetternwirtschaft und Brandbriefe von eigenen Insidern für massiven Unmut. Am 08.06.206 berichtet die WELT von „Säuberungsaktionen“ und „Goebbels-Methoden“, wo AfD-Insider mit der eigenen Partei abrechnen. Ehemalige und aktuelle Parteimitglieder – darunter der langjährige Landtagsabgeordnete Rüdiger Klos – schrieben drastische Brandbriefe an die Bundesführung. In den Papieren ist die Rede von „sektenartigen Zuständen“, „Säuberungsaktionen“, einer „Kultur der skrupellosen Selbstbedienung“ sowie dem Einsatz von „Goebbels-Methoden“ zur Unterdrückung von innerparteilichem Widerspruch. Kritiker verglichen den Kurs auf Parteitagen intern sogar spöttisch mit Zuständen wie in „Nordkorea“. Über seine politischen Ziele in der AfD, sprach der SWR mit AfD-Co-Chef Frohnmeier: https://www.ardmediathek.de/video/swr1-leute/markus-frohnmaier-afd-spitzenkandidat-vor-der-landtagswahl/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzMDQzNjA
Vorwurf der Vetternwirtschaft
Kurz vor der Landtagswahl geriet Landes- und Fraktionschef Markus Frohnmaier massiv unter Druck, weil bekannt wurde, dass mehrere Familienmitglieder (darunter seine Ehefrau) für andere AfD-Abgeordnete im Bundestag oder Umfeld der Partei tätig sind. Während Frohnmaier die Vorwürfe als gezielte „Kampagne“ ab tat und interne Unterstützer ihm den Rücken stärkten, wuchs an der Basis und bei einigen Mandatsträgern der Frust über den Führungsstil des Landesvorstands um Frohnmaier und Emil Sänze, https://www.swr.de/swraktuell/wahlen/landtagswahl/afd-spitzenkandidat-interview-markus-frohnmaier-100.html, als Spitzenkandidat wurde mit ihm auch über den Ausgang der Landtagswahlen in Baden-Württemberg vom ZDF ein Gespräch geführt https://youtu.be/X-7eNCaqnnk
Der erste Brief sei von Rüdiger Klos (65), einem langjährigen AfD-Landtagsabgeordneten aus Baden-Württemberg (nicht mehr im neuen Landtag) und Gründungsmitglied des Landesverbandes gekommen, schreibt die BILD am 07.06.2026. Er habe das Bild einer Partei gezeichnet, die mit Rechtsstaatlichkeit und innerparteilicher Demokratie gebrochen habe. Den Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier (35) und Emil Sänze (75) wirft er vor, Kritiker mundtot zu machen. Klos schreibt von „innerparteilichen Goebbels-Methoden“ und „sektenartigen Zuständen“ in der Partei. Auch gegen Parteichefin Weidel teilt er aus: Ihr Vorstand habe die Landesgeschäftsstelle in einem „chaotischen Zustand“ hinterlassen. Sein Fazit: „Diese AfD ist wegen ihrer antidemokratischen innerparteilichen Strukturen und der Negativauslese ihrer Kandidaten zu einer Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung geworden“.
Zwei Kreisverbände beklagen Unregelmäßigkeiten
Auch Mitglieder zweier Kreisverbände haben schwere Vorwürfe erhoben. Auf sechs Seiten empören sie sich über „moralische Selbstverlotterung“, eine „Kultur der skrupellosen Selbstbedienung“ und die Dominanz von „Machtcliquen“. Sie fordern eine unabhängige Prüfung der Landesfinanzen und einer Erbschaft. Außerdem verlangen sie einen außerordentlichen Mitgliederparteitag mit Neuwahl des Landesvorstands sowie ein Mitgliederforum. Hintergrund des Briefes: Ein früherer Schatzmeister des Kreisverbands Stuttgart soll sich am Parteikonto bereichert haben. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, weil die Person verstorben ist.
Machtkampf und Schlammschlacht bei der AfD auch in NRW und Sachsen-Anhalt
„Rosige Aussichten – wäre da nicht der erbitterte Machtkampf im größten Landesverband Nordrhein-Westfalen“, berichtet die Tagesschau am 17.07.2026. Dort laufe seit Langem eine Schlammschlacht zwischen zwei Lagern. Auf der einen Seite steht der sich gemäßigt gebende Landeschef Martin Vincentz – auf der anderen Seite steht der rechtsextreme Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich mit seinen Unterstützern. Vor einigen Monaten sei die Laune in der AfD noch prächtig gewesen. Die Partei eilte von Erfolg zu Erfolg. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (18,8 Prozent) und Rheinland-Pfalz (19,5 Prozent) im März schaffte die Partei Rekordergebnisse für westdeutsche Landesverbände. In bundesweiten Meinungsumfragen liegt die Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla seit längerer Zeit vor der Union auf Platz 1, berichtet die Tagesschau weiter.
Bei den drei Landtagswahlen im September – in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin – würden weitere Erfolge winken. Mit Ulrich Siegmund könnte am 6. September in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker Ministerpräsident werden, wird von einigen Medien prognostiziert https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-nrw-streit-100.html
Auch die AfD-Veranstaltung mit Bundesparteichef Chrupalla in Sachsen-Anhalt verlief nicht nach Wunsch. Es gab viel Kritik am AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund. Am Ende der Versammlung rief AfD Chef Chrupalla dazu auf die Nationalhymne gemeinsam zu singen. Wegen Äußerungen des Kabarettisten Uwe Steimle, der eine andere Hymne anstimmte – nämlich die der DDR: „Aufstehen aus Ruinen und der Zukunft zugewadt“ – ermittelt nun die Staatsanwaltschaft, berichtet die Tagesschau weiter.









