62 Frauen illegal aus Kolumbien und Brasilien nach Deutschland geschleust und zur Prostitution gezwungen
Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim vom 23.01.2026 hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg das Amtsgericht Haftbefehle gegen fünf Tatverdächtige im Alter von 24 bis 46 Jahren erlassen. Drei Männer und zwei Frauen stehen im Verdacht, gemeinschaftlich sowie gewerbs- und bandenmäßig Ausländer eingeschleust zu haben. Zudem wird ihnen gemeinschaftliche Zuhälterei vorgeworfen. Vier der Beschuldigten sollen darüber hinaus Betäubungsmittel in nicht geringer Menge eingeführt und damit Handel getrieben haben.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich die Tatverdächtigen spätestens seit November 2024 zusammengeschlossen haben, um Frauen aus Kolumbien und Brasilien illegal nach Deutschland zu bringen. Im süddeutschen Raum sollen die Frauen gezielt der Prostitution zugeführt worden sein. Um Druck auszuüben, sollen die Beschuldigten den Frauen Ausweisdokumente abgenommen oder mit Gewalt gedroht haben. Ermittler identifizierten bislang 62 Frauen, die mutmaßlich illegal der Prostitution nachgingen.
Zusätzlich sollen vier Mitglieder der Gruppierung größere Mengen Betäubungsmittel eingeführt und verkauft haben. Dabei handelt es sich um Marihuana und Haschisch im mittleren zweistelligen Kilogrammbereich sowie um mindestens fünf Kilogramm Kokain. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen ordnete das Amtsgericht Heidelberg mehrere Durchsuchungen an. Dabei stellten die Einsatzkräfte u.a. zahlreiche Ausweisdokumente lateinamerikanischer Frauen, scharfe Schusswaffen sowie Bargeld im fünfstelligen Bereich sicher.
Nach der Vorführung vor die Ermittlungsrichterin wurden die Haftbefehle in Vollzug gesetzt. Die Beschuldigten befinden sich nun in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg dauern an.












