Sprechstunden für Behinderte werden gut angenommen
Nach einem Jahr Pause hat der Behindertenbeirat zu einem FORUM Handycap, die Nachfolgeveranstaltung für den früheren Behindertenstammtisch, eingeladen. Vorsitzender Jürgen Hess und sein Stellvertreter und ehemaliger Behindertenbeauftragte der Gemeinde Haßloch, Robert Fath, informierten über die Arbeit des zurückliegenden Jahres.
Hess informierte nochmals im Detail über die Wahl des ersten gewählten Behindertenbeirats am 13.11.2024. Seither sei einiges passiert. Die Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung laufe sehr gut, erklärt Hess. Positiv sei, dass der Behindertenbeirat ein Stimmrecht im Sozialausschuss habe, was beim Behindertenbeauftragten nicht der Fall gewesen sei. Das bedeute, dass man auch im Gremium wahrgenommen und von der Gemeinde ernst genommen werde. Positiv sei ebenfalls, dass man mit Andreas Rohr von der Gemeinde Haßloch einen hervorragenden Ansprechpartner habe, der die Arbeit des Behindertenbeirates unterstütze. Sein Lob ging auch an Julius Weiss, Pressesprecher der Gemeinde, der die Webseite immer zeitnahe aktualisiere.
Auch Robert Fath gab einige Einblicke über die Arbeit des zurückliegenden Jahres, die auf viele Schultern verteilt werden konnte. So hätten erste Gespräche mit der Bauverwaltung und der Gleichstellungsbeauftragten zu baulichen Problemen im Großdorf stattgefunden. Auch ein Abstimmungsgespräch mit Deutschland-Chef von PLOPSA, Bernd Beitz, zum Themen-Park habe man führen können. Zu den weiteren Aktivitäten zählt die Teilnahme von Jürgen Hess und Robert Fath am Sommertagsumzug, und das mit ihren Hand-Bikes. Auch an dieser Veranstaltung sei man als Behindertenbeirat wahrgenommen worden. Erfreut waren Fath und Hess über die Schaffung von zwei Behinderten-Parkplätzen auf der Südseite des Parkfriedhofes. Auf der Nordseite sollen demnächst weitere folgen. Auf Initiative des Behindertenbeirats sei auch der Eingang vor der Volkshochschule – zumindest für Rollator-Nutzer – verbessert worden, erklären Beide.
Über viele eingebrachten Ideen und Anregungen der anwesenden Teilnehmer wurde diskutiert. So wurde von einer Teilnehmerin angeregt, dass man auch über Ringschleifen-Hörgeräte informiert und dass diese Technik bereits in der Hasslocher Christuskirche vorhanden sei. Sie empfahl, dass eine solche Anlage auch regelmäßig gewartet werden sollte. Eine Vertreterin der Lebenshilfe Bad Dürkheim ist gekommen, um den Behindertenbeirat zur Eröffnung der Tagesstätte in der „Wehlache“ einzuladen. Mit der Eröffnung am 11.08.2025 werde ein neues Projekt verwirklicht, erklärt Kathrin Scheinert. Pfarrer Stetzer warb dafür, den barrierefreien Gottesdient in der Christuskirche zu besuchen, den es schon einige Jahre gibt.
Gut angenommen würde die eingerichtete Sprechstunde für Behinderte, die von Franz Krätschmer und Jürgen Hurrle durchgeführt wird. Vorgetragene Probleme, die an die Haßlocher Verwaltung weitergemeldet werden, würden sofort gelöst. Auch Borsteinabsenkungen war immer wieder ein Beiratsthema, im April und Juli letzten Jahres sei darüber nachgedacht worden, wie die Lösung hier für Blinde aussieht. Wegen dem dringend notwendigen Einbau einer Automatiktür im Ärztehaus am Rathausplatz richteten alle Teilnehmer des FORUMS nochmals einen Appell an die Ärzte sowie die Hausverwaltung des Ärztehauses, sich der Angelegenheit anzunehmen. Keine Reaktion sei keine Lösung.
Auf zwei Veranstaltungen wurde hingewiesen:
Reisereportage mit einem Bildervortrag von dem querschnittsgelähmten Behinderten-Biker Robin Kaltenbach am 12. Oktober 2025, 16 Uhr im Kulturviereck K4, Gillergasse 14, 67454 Haßloch
Großes Inklusionstheaterprojekt am 18. – 22.08.2025 im Saal Löwer. Anmeldung möglich per e-mail: wwptheater@gmail.com oder telefonisch 0176-64676114.













