GF Engel verlässt das Unternehmen wegen unterschiedlicher Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung und Schwerpunktsetzung der Gemeindewerke
Genau zwei Wochen hat es gedauert, bis NACHRICHTEN REGIONAL auf eine wichtige Presseanfrage vom Bürgermeister der Gemeinde Haßloch eine Antwort erhielt. Es geht um das brisante Thema, das Ausscheiden des Geschäftsführers der Gemeindewerke Udo Engel und ein anonymes Schreiben an unsere Redaktion, dass dem GF der GWH Mitte Dezember 2025 vom Bürgermeister Meyer gekündigt worden sei. Auf Nachfrage bei den Gemeindewerken wurde NR mitgeteilt, dass diesbezügliche Anfragen direkt an den Bürgermeister zu richten sind. Es wurde unserer Redaktion bestätigt, dass der Geschäftsführer der Gemeindewerke Haßloch das Unternehmen Mitte Dezember 2025 verlassen hätte. auch die RHEINPFALZ hat darüber berichtet.
Am 26. Januar war die Presseanfrage von NR noch immer nicht beantwortet. Erst nach einer weiteren Erinnerung wurde unserer Redaktion am 28.01.2026 geantwortet, jedoch nur teilweise, die wichtigsten Fragen blieben unbeantwortet, insbesondere die Frage, welche Rolle beim Weggang von Udo Engel die Firma Thüga gespielt hat? NR hatte am 18.01.2026 darüber berichtet, nachden sie einigen Hinweisen nachgegangen st, https://nachrichten-regional.de/gemeindewerke-hassloch-geschaeftsfuehrer-udo-engel-verlaesst-das-unternehmen-ob-unfreiwillig-oder-freiwillig-steht-derzeit-noch-in-den-sternen/
Udo Engel sei Mitte Dezember 2025 aus dem Unternehmen ausgeschieden, teilt uns der Pressesprecher der Gemeinde Haßloch am 28.01.2026 mit. Nichts Neues, was unserer Redaktion nicht schon Ende des Jahres 2025 von den Gemeindewerken Haßloch selbst bestätigt wurde. Die zuständigen Gremien der Gemeindewerke Haßloch seien in diesen Prozess eng eingebunden gewesen, heißt es weiter. Eine fristlose Kündigung durch Bürgermeister Tobias Meyer habe nicht stattgefunden. Hintergrund der Trennung seien unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung und Schwerpunktsetzung der Gemeindewerke gewesen, so weiter die Aussage der Gemeinde Haßloch. Herr Engel habe während seiner dreijährigen Amtszeit wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Gemeindewerke Haßloch gesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit den Anforderungen der Energiewende, der Digitalisierung des Unternehmens sowie beim Abschluss eines Public-Private-Partnership-Vertrags mit der Plopsa NV zum Bau und Betrieb eines Freizeitbades im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge.
Was unsere Redaktion auch wissen wollte war, ob die Kündigung der Klimaschutzmanagerin möglicherweise auch was mit dem Ausscheiden von Udo Engel zu tun hat? Nur unzureichend wurde unsere Anfrage beantwortet, auch ob die GWH möglicherweise von einem Großkonzern übernommen wird. Eine Fusion, Übernahme oder Beteiligung der Gemeindewerke Haßloch durch einen Großkonzern sei derzeit nicht geplant, ließ uns Bürgermeister Meyer als Aufsichtsratsvorsitzender der GWH wissen. Auch darüber das große „Schweigen“ im Walde. Nur soviel: Die Klimaschutzmanagerin Dr. Andrea Petmecky habe im Zuständigkeitsbereich des Ersten Beigeordneten und Umweltdezernenten Carsten Borck gearbeitet. Die Fortschreibung des kommunalen Klimaschutzkonzepts während ihrer Zeit sei durch die zuständigen Gremien zunächst vertagt worden. Soweit verständlich. Unabhängig davon seien im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung alle gesetzlich vorgesehenen Potenzialanalysen durchgeführt worden, lässt uns Bürgermeister Meyer mitteilen. Dazu zähle auch die Betrachtung des Themas Geothermie im Rahmen der vorgesehenen Prüfungen.
Unbeantwortet blieb auch bis heute unsere Anfrage, ob und wie die Gemeindewerke „umstrukturiert“ worden ist. Es bestehen daher erhebliche Zweifel, ob der ausgeschiedene Geschäftsführer Udo Engel, der als großer „SANIERER“ bekannt ist, nicht gerade dafür auch bei den Gemeindewerken Haßloch eingesetzt war? Und nach getaner Arbeit wieder das Unternehmen verlassen hat? Wer derzeit im Aufsichtsrat der Gemeindewerke Haßloch sitzt, kann der anhängenden Liste entnommen werden.
Wer sich schon jahrelang mit dem Klimaschutzkonzept der Gemeinde Haßloch befasst, weiß folgendes: Die Geothermie ist im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Haßloch ein relevantes Thema zur Erreichung der Klimaneutralität. Im Kontext der Gemeindewerke Haßloch (GWH) und der geplanten Projekte in der Region (z.B. durch Vulkan Energy Resources) wird die Nutzung von Erdwärme zur Wärmeerzeugung untersucht, auch wenn konkrete Anlagenprojekte oft von lokalen Gegebenheiten abhängen.
Wichtige Punkte zur Situation:
- Kommunale Wärmeplanung: Der Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Haßloch (geplant Ende 2025) prüft Potenziale für erneuerbare Energien, wozu Geothermie zählt.
- Projekte in der Region: Es gibt Pläne der Vulkand Energy Resources GmbH für Bohrungen in der Nähe von Haßloch, die neben Lithiumabbau auch eine großflächige Wärmeversorgung durch Geothermie vorsehen.
- Ziele der Gemeindewerke: Die GWH verfolgt eine „goes green“-Strategie zur Reduzierung von CO2 Strategie zur Reduzierung von 𝐶𝑂2-Emissionen, wobei die Einbindung erneuerbarer Wärmequellen ein langfristiges Ziel darstellt.
Die konkrete Integration von Geothermie in das verbindliche Klimaschutzkonzept der Gemeindewerke wird derzeit durch die Ergebnisse der Wärmeplanung und Machbarkeitsstudien bestimmt. Seit Anfang des neuen Jahres ist Frau Natalia Koch als Klimaschutzmanagerin für die Gemeinde tätig. Sie hat nun die Aufgabe, die Klimaziele der Gemeinde Haßloch klimaneutral für die Haßlocher Bürgerinnen und Bürger und die Gemeindewerke Haßloch umzusetzen. Der Klimaschutzbeirat trifft sich erstmals wieder am 25. März 2026, also drei Tage nach der rheinland-pfälzischen Landtagswahl, die am Sonntag, den 22.03.2026 stattfindet.












